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Das höchste Streben des Lebens ist, Gott zu kennen, und alles, was Gott über sich selbst offenbart hat. In Sprüche 9,10 heißt es: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht.“ Der Mensch wird erst dann weise, wenn er Gott kennt. Und der Mensch gewinnt erst dann Verständnis, wenn er das Heilige kennt. Gott zu kennen, ist das höchste Ziel im Leben eines Menschen. In Johannes 17,3 erklärte unser Herr in seinem hohepriesterlichen Gebet, dass er gekommen sei, um ewiges Leben zu geben, und dass das ewige Leben darin bestehe, „dich, den einzig wahren Gott“, zu “erkennen“. Gott zu erkennen ist das höchste Ziel im Leben eines Menschen; denn Jesus kam in die Welt, damit wir Gott erkennen können. Das ist ein Synonym für ewiges Leben. Die Menschen fragen oft, was das ewige Leben ist. Das ist ganz einfach: Gott zu kennen - ihn vertraut zu kennen - und an seinem Wesen und Leben teilzuhaben.

Der weiseste Mann, der je lebte, erhielt gute Anweisungen von einem Mann, der manchmal den Eindruck erweckte, nicht sehr weise zu sein. Das war David, der Salomo Anweisungen gab. Manchmal war das, was David sagte, sehr weise. In 1. Chronik 28,9 sagte David zu seinem Sohn: „Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele!“ Ein guter Rat. Salomo, erkenne Gott. Und wenn du ihn kennst, dann diene ihm, bereitwillig und von ganzem Herzen, „Denn der Herr erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig!“

Petrus sagte: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“ In 2. Thessalonicher 1,8 heißt es, dass der Herr „in flammendem Feuer“ kommen wird, „wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen.“ Gott zu kennen, ist der Kern deiner Existenz. Gott zu kennen ist das höchste Streben des Lebens. Gott zu kennen ist nicht nur das höchste Streben des Menschen, sondern Gott zu kennen ist auch Gottes höchstes Ziel. Er will nicht nur, dass wir ihn kennenlernen, sondern er arbeitet auch von seiner Seite aus daran. Gott sehnt sich danach, dass wir ihn kennen. Die Bibel ist in dieser Hinsicht sehr eindeutig. Als die Israeliten in Hosea 6 mit einem Herzen opfern, das Gott völlig entfremdet war, tadelt Gott Israel für seine Heuchelei. Er sagt in Hosea 6,6: „an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.“ Mehr als jedes andere äußerliche Ding wünscht sich Gott, dass wir ihn kennen. Die Menschen sollen Gott kennen, und Gott wünscht sich, dass die Menschen ihn kennen. Das ist der Sinn des Lebens. Das ist der Kern dessen, wofür wir da sind. Das ist unser höchstes Ziel und Gottes höchste Absicht für uns.

Ich überlegte mir, wie ich auf anschauliche Weise verdeutlichen kann, wie wichtig es für Gott ist, dass wir ihn kennen. Dabei fiel mir ein, dass der Prophet Hesekiel sich daran macht, die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren. Im ersten Kapitel des Buches Hesekiel finden wir eine Vision Gottes. Und schau dir das mal kurz an: Hesekiel Kapitel 1 beginnt mit Gott. Dort heißt es: „Und es geschah im dreißigsten Jahr, am fünften Tag des vierten Monats, als ich unter den Weggeführten am Fluss Kebar war, da öffnete sich der Himmel, und ich sah Gesichte Gottes.“ Hesekiel beginnt seine Prophezeiung, indem er über die Vision Gottes spricht. Wenn man dann zum Ende des Buches Hesekiel geht, heißt es in Kapitel 48,35 einfach nur: „Der Herr ist hier!“ Es beginnt mit Hesekiels Vision von Gott und endet mit dem ewigen Gott, der auf seinem ewigen Thron in seinem ewigen Königreich regiert. Hesekiel stellt Gott in Kapitel 1,1 vor und schließt mit Gott in Kapitel 48,35. Und alles, was dazwischen liegt, betont den Charakter Gottes.

Als ich mir diese beiden Gegensätze des Buches Hesekiel anschaute, dachte ich: „Ich frage mich, was da in der Mitte liegt, auf das Hesekiel immer wieder hinweist.“ Deshalb studierte ich Hesekiel selbst ein wenig, und entdeckte etwas sehr Wichtiges über das, was Gott dir und mir sagen möchte. Schauen wir uns gemeinsam Kapitel 6 an: Hesekiel 6,7. Ich werde eine Aussage aus diesen Versen vorlesen, die du manchmal am Anfang eines Verses findest, manchmal in der Mitte und manchmal am Ende. Vers 7: „so werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin!“ Vers 10: „Und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.“ Vers 13: „Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“ Kapitel 7,4: „so sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin!“ Vers 9: „so sollt ihr erkennen, dass ich, der Herr, es bin.“ Wir gehen weiter zu Kapitel 11,12: „ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.“ Kapitel 12,16: „sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin!“ Vers 20: „damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin!“ Kapitel 13,9: „ihr werdet erkennen, dass ich Gott, der Herr bin!“ 14: „ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.“ 21: „ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.“ 23: „Ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin!“ Kapitel 14,8: „so sollt ihr erkennen, dass ich der Herr bin!“

Es gibt hier irgendwo eine Botschaft, nicht wahr? Verstehst du sie? Kapitel 15,7: „Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.“ Wir gehen weiter zu Kapitel 20,12: „Damit sie erkennen sollten, dass ich, der Herr, es bin.“ Vers 20: „Damit ihr erkennt, dass ich, der Herr, euer Gott, bin!“ 26: „damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr bin.“ 38: „Ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.“ 42: „Ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin.“ 44: „ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.“ Das führt uns zu 22,16: „du sollst erkennen, dass ich der Herr bin!“ Kapitel 24,24: "ihr werdet erkennen, dass ich Gott, der Herr, bin!" Kapitel 24,27: „sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.“ Nun, ich will den Punkt nicht überstrapazieren. Es geht so weiter und weiter und weiter und immer weiter, bis zum Ende des Buches. Ich habe mir nicht einmal die Mühe gemacht, zu zählen, wie oft. Aber wenn ich mir Kapitel 39 anschaue, sehe ich es zweimal; einmal in Kapitel 38, und es geht immer weiter, bis man zu Kapitel 40 kommt. Und dann erscheint Gott in seinem großen, herrlichen tausendjährigen Reich. Es ist nur eine einzige Prophezeiung, die darauf ausgerichtet ist, dass ihr erkennt, dass ich der Herr bin.

Was will Gott uns also sagen? Er möchte, dass wir ihn kennenlernen. Das ist der Wunsch Gottes für den Menschen. Gott versteckt sich nicht. Gott ist nicht so etwas wie ein kosmischer Osterhase, versteckt in einem Busch, und wir laufen herum und er sagt: „Es wird wärmer.“ Gott versucht nicht, sich selbst zu verbergen. Gott hat sich offenbart, und er will, dass wir ihn kennenlernen. Das ist das höchste Ziel im Leben eines Menschen. Wie können wir ihn erkennen? Wie können wir Gott erkennen? Weißt du, der Prophet sagte: „Fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen.“ Salomo gibt in Sprüche 2,3 einige weise Hinweise. Er sagte: „wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forscht wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen.“ Salomo sagte damit: „Es gibt nur einen Weg, Gott wirklich zu kennen und alles zu wissen, was über Gott offenbart wurde, und der besteht darin, dies zum Ziel deines Lebens zu machen. Wenn du nach Geld suchst, wenn du nach Erfolg suchst, wenn du nach etwas anderem suchst, wirst du nicht wirklich alles entdecken, was es über Gott zu wissen gibt.“ Deshalb sagt er: „Mein Sohn“, wenn du Gott suchst „wie Silber“ und nach Gott forschst „wie nach Schätzen“, dann wirst du „die Erkenntnis Gottes erlangen“. Gott möchte, dass wir ihn kennen. Gott möchte, dass wir ihm nachfolgen. Und deshalb machen wir diese kleine Serie über das Wesen Gottes, damit wir ihn besser kennenlernen; ich möchte dir helfen, ihn besser kennenzulernen.

Lasst uns nun mit unserer Gliederung beginnen. Wir haben bereits die ersten beiden Fragen beantwortet: „Gibt es Gott?“ und „Wer ist er?“, und jetzt arbeiten wir an Frage Nummer drei: „Wie ist er? Wie ist Gott?“ Wir haben gesagt, dass Gott für uns in der Bibel durch bestimmte Attribute oder Eigenschaften definiert wird. Und die Definition eines Attributs ist folgende: Ein Attribut, oder Merkmal, ist alles, was auf Gott zutrifft. Die einzigen Merkmale, über die wir sprechen können, sind die, die in der Heiligen Schrift offenbart werden. Erinnerst du dich wie viele Eigenschaften Gott hat? Eine unendliche Anzahl. Man kann sie nicht zählen. Hier wurden nur ein paar offenbart, und von all denen wählen wir nur einige aus, um Gott besser zu verstehen.

Was haben wir bereits studiert? Erstens: Wir haben gelernt, dass Gott unwandelbar ist. Das bedeutet, dass er sich nicht ändert und sich nicht ändern kann - Gott ändert sich nie. Als Zweites haben wir untersucht: Gott ist allgegenwärtig. Das bedeutet, dass er mit vollem Bewusstsein überall zur gleichen Zeit ist. Als Drittes studierten wir letzten Sonntag: Gott ist omnipotent. Das bedeutet, dass er allmächtig ist. Er kann alles tun. Alles fällt ihm gleich leicht, zu tun. Und er kann alles tun, was er tun will. Gott ist unveränderlich, überall zugleich, und er ist allmächtig.

Heute möchte ich dir zwei weitere Eigenschaften von Gottes Charakter vorstellen. Die vierte: Er ist allwissend. Das bedeutet einfach, dass er alles weiß. Gott weiß alles - einfach alles. In Psalm 147,5 sagt die Bibel: „sein Verstand ist unermesslich“. Das bedeutet grenzenlos. Sein Verständnis ist unbegrenzt. Er weiß nicht nur das, was man wissen kann, er weiß auch das, was man nicht wissen kann. In 1. Timotheus 1,17 wird er der allein weise Gott genannt. In Judas 25 wird er ebenfalls der allein weise Gott genannt. In Römer 16,27 bezeichnet Paulus ihn auch als den „allein weisen Gott“. Er ist nicht nur weise, er weiß nicht nur alles, sondern er ist der Einzige, der weiß, was er alles weiß. Nun, die Engel wissen viel, aber sie wissen nicht, was Gott weiß. Und du und ich wissen einige Dinge - aber niemand weiß so viel wie Gott - er hat unübertroffene, unendliche Weisheit und Verständnis und Wissen.

Wusstest du, dass Gott nie etwas dazu lernt? Wenn du betest, sagst du nicht: „Nun, Gott, ich möchte dich über meine kranke Schwiegermutter informieren.“ Und er sagt: „Oh – das schreibe ich mir auf.“ Nein. Nein, du hast ihm keine Information gegeben, die er noch nicht hatte. Er will wissen, dass was dir wichtig ist, und er entscheidet sich, durch deine Gebete zu wirken. Aber für Gott gibt es keine Überraschungen. Er hat nie etwas gelernt. Wer würde ihn schon unterrichten? Jesaja 40,13: „Wer hat den Geist des Herrn ergründet, und wer hat ihn als Ratgeber unterwiesen?“ Wer hat Gott gelehrt? Natürlich, niemand. In Römer 11,34 sagt Paulus: „Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?“ Keiner. Wer hat Gott etwas beigebracht? Niemand. Gott weiß alles.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass das Erstaunlichste an Gottes Allwissenheit die Tatsache ist, dass er uns kennt und wir trotzdem hier sind? Ja, das ist erstaunlich. Gott weiß alles und liebt uns trotzdem. Unglaublich. Gott verachtet die Sünde und weiß alles. Eine weitere Eigenschaft Gottes, über die ich gleich sprechen werde, ist seine Heiligkeit. Wenn du diese Eigenschaft mit der Frage verbindest, wie du in seine Gegenwart gekommen bist, dann wirst du auf ein weiteres Attribut stoßen: Liebe. Gott weiß alles, und trotzdem erlöst er uns.

Du fragst: „Warum?“ Jesaja 48 erklärt uns alles. In Jesaja 48,8 heißt es: „Du hast es weder gehört; noch gewusst, noch war jemals dein Ohr geöffnet.“ In anderen Worten: „Du hast mir nie zugehört.“ Von Anfang an, als ich den Menschen schuf, hörten sie nicht auf mich. „Denn ich wusste, dass du völlig treulos bist und von Mutterleib an ein Übertreter genannt worden bist.“ Gott sagt: Ich wusste schon, als du im Mutterleib warst, dass du ein Sünder bist. Diskutierst du darüber, wann ein Mensch in den Augen Gottes zum Menschen wird? In der Bibel steht ganz klar, dass das schon im Mutterleib der Fall ist. „Um meines Namens willen bin ich langmütig, und um meiner Ehre willen halte ich mich zurück, dir zugute, um dich nicht auszurotten. Siehe, ich habe dich geläutert, aber nicht im Silberschmelzofen; Im Schmelzofen des Elends habe ich dich geprüft. Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es vollbringen!“ Gott schaut herab und weiß alles. „Ich kannte dich - ich wusste von Anfang an, dass du verdorben bist. Ich wusste, dass du von Mutterleib an ein Sünder warst, und ich hasse die Sünde, aber ich habe dich trotzdem gerettet.“ Warum? „Nicht so sehr um euretwillen, sondern weil ich der Welt eine andere meiner Eigenschaften zeigen wollte, und zwar die Eigenschaft der Liebe. Und den Engeln möchte ich um meinetwillen noch eine andere zeigen, nämlich die Eigenschaft der Weisheit.“

Das Wunder aller Wunder für mich ist, dass Gott alles weiß und mich trotzdem liebt. Nichts ist vor Gott verborgen. Weißt du, dass Gott alles über deinen Körper weiß? Und dass die Haare auf deinem Kopf gezählt sind? Bei einigen von euch ist das nicht schwierig, weil sie eine Glatze haben. Gott weiß alles über dich. Du fragst dich vielleicht: „Warum sollte Gott sich die Mühe machen, deine Haare zu zählen?“ Er brauchte sie nicht zu zählen; er weiß es von sich aus. Gott sagt das nicht, um zu beweisen, dass er Buch über deine Haare führt. Sondern er weiß alles, was ist. Und er muss es nicht erst lernen oder herausfinden. Er weiß es. Er kennt deinen Körper. Aber weißt du was? Er kennt dich über deinen Körper hinaus; dein Körper ist für Gott durchsichtig. In Offenbarung 2,23 sagt er, ich bin der, der die Herzen und den Verstand erforscht. Dein Körper versteckt gar nichts. Gott sieht dein Herz und deinen Verstand genauso deutlich wie dein Äußeres. Die Wolken, die Finsternis, oder die Nacht halten ihn nicht ab. Die Nacht ist für Gott keine Verdunkelung. In Psalm 139,12 heißt es: „so wäre auch die Finsternis nicht finster für dich.“ Ich vermute, dass die Tatsache, dass die Menschen die Finsternis mehr lieben als das Licht, weil ihre Taten böse sind, etwas damit zu tun hat, dass die meisten Sünden an schwach beleuchteten Orten begangen werden. Aber sie werden natürlich trotzdem im strahlenden Licht der Allwissenheit Gottes begangen. Die Nacht verbirgt nichts vor Gott.

Flüstern dämpft für Gottes Ohr den Schall nicht. In Psalm 139,4 heißt es: „es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht völlig wüsstest.“ Gott hört dein Geflüster, als wäre es ein Rundfunkbeitrag. Du fragst dich nun: „Was ist mit meinen Gedanken?“ Hör zu, dein Verstand kann nicht einmal den kleinsten Gedanken denken, ohne dass Gott es wüsste. Jesaja 66,18: „Ich kenne ihre Gedanken.“ Jesus bewies in Johannes Kapitel 2, dass er Gott ist, als er sagte, niemand müsse ihm sagen, was im Herzen eines Menschen sei. Er weiß, was im Menschen ist. Als Jesus Nikodemus zur Rede stellte, stellte Nikodemus eine Frage mit dem Mund und eine andere Frage in seinem Kopf. Und Jesus antwortete auf die Frage in seinem Kopf, die er mit seinen Lippen nie gestellt hatte. Es gibt keinen geheimen Ort in deinem Haus oder in der Welt, den du aufsuchen kannst, um dich vor Gott zu verstecken. Derselbe Vers in Jesaja 66,18 sagt: „Ich kenne ihre Werke und Pläne.“ Er weiß alles. Und: alles, was er weiß, ist richtig, denn nach 5. Mose 32,4 wird er ein Gott der Wahrheit genannt. Für ihn ist es unmöglich, zu lügen. Er hat noch nie einen Fehler gemacht. Er kann sich nicht irren. Er weiß alles, und er weiß alles richtig und wahrhaftig - alles.

Du sagst: „Nun, wie wäre es, wenn ich mich auf Hosea 13,12 verlasse? Ich habe mir diesen Vers zu meinem Lebensvers gemacht. Dort steht: ‚Ephraims Schuld ist zusammengebunden, seine Sünde ist verborgen.‘ Ich hoffe, dass dies der Fall ist. Ich hoffe, dass es ein paar Kleinigkeiten gibt, von denen er nichts weiß.“ Vielleicht fragst du dich: „Was bedeutet dieser Vers? Ich kenne Leute, die sagen, dieser Vers meint, dass Gott nicht alle Sünden kennt.“ Aber das stimmt nicht! Gott weiß alles. Die Bibel macht das sehr deutlich. Überall, wo man etwas über den Charakter Gottes liest, wird deutlich, dass er alles weiß. Was bedeutet also dieser Vers? Nun, es ist sicherlich kein Widerspruch. Es bedeutet folgendes: „Ephraims Schuld ist zusammengebunden, seine Sünde ist verborgen.“ Das heißt, dass seine Sünde für einen zukünftigen Tag des Gerichts aufbewahrt wird. Das ist der göttliche Ratenzahlungsplan - jetzt sündigen, später bezahlen.

Das stimmt. Weißt du, manchmal scheinen die gottesfürchtigen Menschen mehr Stress zu haben als die gottlosen, nicht wahr? Wie kommt es, dass die Gottlosen oft Erfolg haben? Sie werden nicht immer Erfolg haben. Vielleicht ist ihre Sünde, wie die Sünde Ephraims, vorerst verborgen und wird für den Tag des Gerichts in der Zukunft aufbewahrt. Dasselbe sagt Paulus in Römer 2,5 und 6: „Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns.“ Mit anderen Worten: Du sündigst und häufst einen Vorrat an Sünden für einen zukünftigen Tag „des gerechten Gerichts Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken“. Der Tag wird kommen, an dem das Gericht kommt und die Sünde, die jetzt noch verborgen ist oder für einen zukünftigen Tag aufbewahrt wird, aufgedeckt und bestraft wird.

Gott weiß alles - alles. Und das führt uns zu einer Fußnote. Eine weitere Eigenschaft Gottes, die wir nur kurz anreißen, weil wir nicht die Zeit haben, sie alle zu behandeln, ist die Eigenschaft der Weisheit. Was ist Weisheit? Ich gebe dir eine einfache Definition. Weisheit ist Allwissenheit, die mit einem heiligen Willen handelt. Es ist die Allwissenheit, die mit einem heiligen Willen handelt. Wenn Gott alles weiß, dann ist alles, was er tut, absolut weise. Wenn er das Ende vom Anfang her kennt, dann kennt er auch jeden Schritt dazwischen. Gott weiß, dass du jetzt so bist und später anders sein wirst; du selbst verstehst vielleicht nicht, was dazwischen vor sich geht, aber er schon. Und das ist in Ordnung. Wenn er vollkommenes Wissen hat, hat er auch vollkommene Weisheit. Das ist praktische Allwissenheit - Er weiß alles - einfach alles.

Weißt du, es gibt viele Beispiele für Gottes Weisheit. Man kann die Schöpfung betrachten: alles vom Makrokosmos des Universums bis zum Mikrokosmos der Details des Lebens - und man kann Weisheit sehen. Es ist absolut unglaublich, wie weise Gott ist - atemberaubend weise. Kannst du dir vorstellen, wie Gott ein ganzes Universum zusammensetzt, dessen Bestandteile das Fassungsvermögen von Zahlen übersteigen? Und dass jedes einzelne Ding in Harmonie mit jedem anderen Ding funktioniert, um genau das zu bewirken, was Gott beabsichtigt? Unglaublich. Und jedes Ergebnis auf dem Weg dorthin ist die perfekte Erfüllung seiner Weisheit. Gottes Schöpfung ist ein Denkmal für seine Weisheit. In Psalm 104,24 steht: „Herr, wie sind deine Werke so viele, du hast sie alle in Weisheit gemacht.“ Die Weisheit Gottes sehen wir auch in Epheser 1,11; und zwar wird er alles nach dem Ratschluss seines Willens zusammenwirken.

Und dann musst du auch zustimmen, dass die Erlösung ein Akt der Weisheit ist. Gott nahm die, die nicht mächtig, nicht edel und nicht klug waren, machte aus ihnen sein Volk und verwirrte die Mächtigen, die Weisen und die Edlen der Welt. Das sehen wir in 1. Korinther 1. Und dann nimmt Gott die Gemeinde, wie es in Epheser 3,10 heißt, und stellt sie vor den Engeln zur Schau, damit die Engel sehen, wie weise Gott ist. Die Weisheit Gottes zeigt sich in der Erlösung von uns.

Gott ist weise. Gott weiß alles. Welche praktischen Lehren ziehen wir daraus? Zuallererst, was ist die Anwendung für einen Christen? Was macht das mit mir, zu wissen, dass Gott weise ist und alles weiß? Erstens: Es ist ein großer Trost für mich zu wissen, dass er alles weiß. Du fragst dich vielleicht: „Warum?“ Nun, zunächst einmal ist es gut zu wissen, dass er mich kennt. Er müsste schon fast alles wissen, um mich zu kennen; denn ich bin nicht so bedeutend im Universum. Hast du dich jemals gefragt: „Ich frage mich, ob er weiß, dass es mich gibt?“ Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen auf der Welt gibt, die kaum jemand kennt. Und sie denken: „Ich frage mich, ob er wirklich weiß, dass ich hier bin?“

Weißt du, zu Maleachis Zeiten gab es solche Leute. Gott ließ wirklich Gericht über das Volk hereinbrechen und der Prophet Maleachi schlug wild um sich. Und es gab eine Gruppe von unbedeutenden Leuten, die sich zusammenfand. Die wurden etwas unsicher und sagten: „Wir könnten in diesem ganzen Gericht untergehen. Gott könnte uns vergessen und einfach anfangen, alle zu schlagen. Ich frage mich, ob er sich an uns erinnert?“ Und in Maleachi 3,16 heißt es: „Da besprachen sich die miteinander, welche den Herrn fürchteten.“ Sie redeten miteinander: „Junge, weißt du, das wird ziemlich schlimm werden - ich frage mich, ob Gott weiß, dass wir hier sind.“ Dann heißt es: „und der Herr achtete darauf und hörte es, und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, welche den Herrn fürchten und seinen Namen hochachten. Und sie werden von mir, spricht der Herr der Heerscharen, als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite; und ich will sie verschonen, wie ein Mann seinen Sohn verschont, der ihm dient.“

Gott hat ein Buch, meine Freunde, und er vergisst nicht, wer hineingehört. Ist das nicht gut zu wissen? Ich bin froh, dass er alles weiß. Er kennt John MacArthur und weiß, dass ich Jesus Christus kenne, und deshalb weiß er, dass ich in das Buch gehöre. Er wusste das so sehr lange, denn er schrieb mich darin auf, bevor die Welt begann. Es ist ein Trost für mich zu wissen, dass Gott alles weiß - zu wissen, dass es absolut nichts gibt, was außerhalb von Gottes Kenntnis liegt. Er kennt mich, und er weiß, dass ich zu ihm gehöre. Das ist ein Trost. Mir gefällt Psalm 56,9: „Du zählst, wie oft ich fliehen muss; sammle meine Tränen in deinen Schlauch! Stehen sie nicht in deinem Buch?“ Im Orient war es ziemlich üblich, dass Klageweiber kommen und weinen würden. Einige der Klageweiber fingen ihre Tränen in einer Flasche auf. Oft wurden sie sogar dafür bezahlt. Ich nehme an, um zu beweisen, dass sie ihren Job gemacht hatten, übergaben sie die Flasche Tränen und nahmen das Geld an sich. Aber es gab Trauernde, die trauerten wirklich. Diese fingen ihre Tränen in einer Flasche auf und ließen sie als kleines Andenken zurück.

David sagt, Gott fängt seine Tränen in seiner Flasche auf. Gott erinnert sich an meine Tränen. Gott kennt nicht nur mich, er kennt auch meine Tränen. Ist das nicht gut zu wissen? Tröstet es dich, zu wissen, dass Gott jede Prüfung kennt, die du jemals durchgemacht hast? Dass Gott deine Tränen in seiner Flasche auffängt? Das bedeutet für mich, dass Gott sich um mich kümmert. Ich bin froh, das zu wissen.

In Matthäus Kapitel 6 weiß Gott nicht nur um meine Ängste und meinen Schmerz, er weiß nicht nur, wer ich bin, sondern er kennt auch alle meine Bedürfnisse. In Matthäus 6,25 sagt er: „Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“ Ihr seid mehr wert als Vögel. „Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?“ Es hat keinen Sinn, sich Sorgen zu machen, man kann sich selbst sowieso nicht helfen. „Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“

Mein Vater kennt mich, und mein Name steht in seinem Buch. Mein Vater kennt meine Tränen. Und mein Vater kennt meine Bedürfnisse, und er kümmert sich um jedes. Ich bin mehr wert als ein Vogel. Ich bin wichtiger als eine Lilie. Lilien sind schön und Vögel sind toll. Aber ich bin mehr wert als das Gras, das heute hier ist und morgen verschwindet, denn Gott kümmert sich um mich. Es ist ein Trost zu wissen, dass Gott alles weiß. Er kennt mich, meine Ängste, meine Prüfungen, meine Tränen, meine Bedürfnisse. Und mitten in all dem macht er nie, nie, nie einen Fehler - niemals. Hör gut zu: Wenn Gott unendlich viele Eigenschaften und unendliches Wissen hat und du etwas nicht verstehst, dann sage nicht, dass Gott einen Fehler gemacht hat, sondern stelle einfach fest, dass du selber nicht viel weißt. Schieb es nicht auf Gottes Dummheit, sondern auf deine. Gott macht keine Fehler.

Für den Christen bedeutet Allwissenheit erstens Trost und zweitens Vertrauen. Früher dachte ich, die Lehre von der Allwissenheit sei alles andere als vertrauenswürdig. Als ich ein kleines Kind war, haben meine Eltern immer wieder gesagt: „Wir wissen vielleicht nicht, was du tust, aber Gott weiß es. Er sieht alles.“ Erinnerst du dich an dieses Juwel? Es hieß immer: „Er weiß alles.“ Ich habe die Lehre von der Allwissenheit immer für einen ziemlichen Flop gehalten. Dann studierte ich Johannes 21 und wurde ein wenig erwachsen. Und ich erinnerte mich an Petrus, der immer wieder versuchte, den Herrn zu überzeugen, dass er ihn liebte. Erinnerst du dich daran? „Herr, ich sage dir doch, dass ich dich liebe.“ Und der Herr fragte ihn immer wieder. Schließlich sagt Petrus: „Herr, du weißt alle Dinge; du weißt, dass ich dich lieb habe.“ Worauf beruft sich Petrus? Auf welche Eigenschaft Gottes? Auf die Allwissenheit.

Allwissenheit ist eine tolle Sache. Es geht nicht so sehr darum, dass Gott auf uns herabschaut und uns ausspioniert - das ist nur die Hälfte der Sache. Weißt du, dass es Tage gibt, an denen Gott, wenn er nicht allwissend wäre, nicht einmal wissen würde, dass du ihn liebst, weil es nicht offensichtlich ist? Und wenn er nicht alles wüsste, wüsste er nicht einmal, dass dich das bekümmert. Ich nehme an, dass es in meinem Leben viele Tage gibt, an denen ich nicht von einem weltlichen Menschen zu unterscheiden bin. Würdest du dem in Bezug auf dein Leben auch zustimmen? Woher weiß Gott, dass mich das bekümmert? Er muss eine Menge wissen. Er muss alles wissen. Er muss mein Herz kennen. Das gibt mir die Zuversicht, dass meine Liebe auch dann noch sicher ist, wenn ich es vermassle, denn er kennt mein Herz.

Ein dritter Gedanke ist die Korrektur. Wenn du wüsstest, dass Gott nicht alles weiß, was würdest du dann tun, was du jetzt nicht tust? Denk mal darüber nach. Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass Gott nicht alles weiß und dass er es nie herausfinden würde? Ohh weia! mein Papier ist nicht lang genug, um das alles aufzuschreiben. Und so stelle ich fest, die Korrektur ist das dritte gute, praktische Ergebnis der Lehre von der Allwissenheit. Gott ist ein Lehrer, der nie den Raum verlässt. Und doch ist es immer mit Liebe verbunden, nicht wahr?

Er weiß alles. Denk darüber nach: Wenn du wissen willst, wo es dir wirklich weh tut, wenn du deine Sünden wissen willst, wenn du wissen willst, wo du am verdorbensten bist, dann stell dir vor, was du tun würdest, wenn du wüsstest, dass er es nicht weiß; Das ist dein verdorbenster Zustand. Und Gott kennt ihn. Und wie ich schon beim letzten Mal sagte: Weil er überall ist, ist jede Sünde, die du begehst, so, als ob du in den Thronsaal Gottes kämst, direkt vor seinem Angesicht sündigen würdest. Denn das Neue Testament sagt uns in 2. Korinther 5, dass wir irgendwann für alles, was wir im Leib getan haben, Rechenschaft ablegen müssen. Und in 1. Korinther 4,5 heißt es, dass dieser Tag die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen wird. Gott weiß alles - alle unsere Wege, Gedanken, Haltungen, einfach alles. Für den Christen ist das eine Korrektur. Wenn er alles weiß, dann will ich nicht sündigen. Ich will Gott nicht beleidigen - ich will ihn nicht entehren - das ist Korrektur. Aber wir haben Zuversicht, denn ich weiß, dass er mein Herz kennt: Ich gehöre zu ihm. Er kennt meine Tränen. Er kennt meine Bedürfnisse. Er macht nie einen Fehler.

Was ist mit dem Nicht-Christen? Was bedeutet die Lehre von der Allwissenheit für ihn? Vielleicht bist du hier, und du kennst Gott nicht, du kennst Christus nicht, du schaust nur zu. Was bedeutet diese Wahrheit für dich? Erstens sollte es dir die Dummheit der Heuchelei vor Augen führen. Wenn du glaubst, du könntest dieses Spiel spielen und damit durchkommen, liegst du falsch. Gott weiß alles. Denk nicht, dass Gott dir dein Verhalten abkauft. Das tut er nicht. Er glaubt dir nicht. Deine Heuchelei ist entlarvt. Als Jesus in der Bergpredigt die Pharisäer konfrontierte, hat er ihnen einfach die Masken vom Leib gerissen. „Ihr Heuchler!“ Und als er mit ihnen fertig war, rannten sie in Deckung. Prediger 12,14, sagt: „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse.“ Hör zu: Gott kauft dir deine Routine nicht ab. Gott sieht nicht deine Maske, sondern dein Herz. Gott ist nicht wie der Mensch. „Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an!“ Er hört dich laut und deutlich. Hör zu, mein Freund, wenn du Christus nicht persönlich kennst, dann kennst du auch Gott nicht. Was auch immer du versuchst, um vor Gott gut dazustehen, es wird nicht funktionieren. Es ist eine dumme Heuchelei, denn Gott weiß alles. Er weiß viel mehr als du glaubst.

Das Zweite, was ich einem Ungläubigen sagen würde, ist, dass es ein fehlerfreies Gericht geben wird. In Römer 2,2 sagt Paulus: Gott wird „der Wahrheit entsprechend“ richten. Wenn es um das Jüngste Gericht geht, um den Feuersee und darum, wer in die Hölle kommt, glaube mir, dieses Gericht wird ein gerechtes Urteil sein. Gott wird auf der Grundlage der Wahrheit urteilen. Denn er hat absolutes Wissen über die Wahrheit, niemand, aber auch gar niemand täuscht Gott. In Jeremia 16,17 sagt der Prophet: „ihre Schuld ist nicht verhüllt vor meinen Augen.“ Es gibt kein Verstecken. In 1. Samuel 16,7 heißt es: „Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.“ Das Gericht wird nach der Wahrheit erfolgen, und es gibt keine Möglichkeit, sie vor Gott zu verbergen. Er weiß, ob du ein Sünder bist. Er weiß, ob du unvergeben bist. Er weiß, ob dein kirchliches Brauchtum alles war, was du hattest. Er weiß, ob deine guten Taten alles war, was du dir auf die Fahne geschrieben hattest. Er weiß, ob dein Name im Buch des Lebens steht. Er weiß, ob du Buße getan hast und zu Christus gekommen bist. Er weiß es. Er weiß alles. Und deine Spielchen täuschen ihn nicht.

Und noch etwas würde ich einem Ungläubigen sagen: Zu wissen, dass Gott alles weiß, sollte einem die Torheit der menschlichen Weisheit vor Augen führen. Gott weiß alles, und wenn du wirklich weise sein willst, dann solltest du in sein Wissen einsteigen. Salomo sagte seinem Sohn: „Such Erkenntnis“ -Immer wieder sagt er „Such Erkenntnis“, besonders in Kapitel 8, wo er es von Vers 1 bis Vers 36 wiederholt – „Such Erkenntnis, such Erkenntnis“, und damit ist die Erkenntnis Gottes gemeint. Ein törichter Mensch strebt nach dem Wissen der Welt. 1. Korinther 1,19 sagt: Ich will die Erkenntnis der Welt vernichten. Gott sagt: „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen.“ Die Weisheit der Weisen wird vergeblich sein. Dem Ungläubigen würde ich also sagen: „Heuchelei ist töricht. Gott wird dich nach der Wahrheit richten. Vertraue nicht auf menschliche Weisheit.“ Gott weiß alles. Dies ist ein Trost für uns, und es sollte für alle anderen eine ernste Warnung sein. Gott ist unveränderlich. Gott ist überall. Gott ist allmächtig. Gott ist allwissend.

Fünftens und letztens möchte ich mit dir über die Heiligkeit Gottes sprechen - Gottes Heiligkeit. Gott ist heilig. Dies ist meines Erachtens die wichtigste all seiner Eigenschaften. Das ist für mich das funkelnde Juwel auf der königlichen Krone seines Hauptes - das ist das Höchste. Gott ist heilig. Die Engel rufen nicht aus: „Ewig, ewig, ewig“. Sie sagen nicht: „Treu, treu, treu“. Sie sagen nicht: „Weise, weise, weise; mächtig, mächtig, mächtig“. Sondern was rufen sie aus? „Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, der Allmächtige.“ Dies ist die Krone von allem, was Gott ist. Er ist heilig. 2. Mose 15,11: „Wer ist dir gleich?“ „Wer ist dir gleich herrlich in Heiligkeit, furchtgebietend in Ruhmestaten, Wunder vollbringend?“ Wer ist wie du, herrlich in Heiligkeit? Niemand. Weißt du, dass das sein Name ist? In Psalm 111,9 heißt es: „heilig und furchtgebietend ist sein Name“. Heilig ist nicht nur Gottes Eigenschaft, sondern auch sein Name. Hiob 6,10 nennt ihn den „Heiligen“. Jesaja hörte die Engel sagen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen, die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!“ In Offenbarung 4,8 sprechen die vier lebendigen Wesen: „Heilig, heilig, heilig“. In 1. Samuel 2,2 ist von seiner Heiligkeit die Rede, und davon, dass kein anderer so heilig ist wie er.

Gott ist heilig, und ich kenne keinen anderen Weg, um zur Heiligkeit Gottes zu gelangen, als sie mit der Sünde zu vergleichen. Meiner Meinung nach ist wohl Jesaja 6 der aufschlussreichste Abschnitt über die Heiligkeit Gottes in der Bibel. Jesaja sagt: „Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel.“ Er hatte eine Vision von Gott und sagte: „Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel; mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie.“ Dann nahm einer dieser Engel mit seiner Zange eine Kohle vom Altar und berührte die Zunge Jesajas. Aber geschah vorher? Jesaja sagt: Ich sah den Herrn und schrie: „Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen, ..., denn meine Augen haben den König, ..., gesehen.“ Er war zutiefst erschüttert, bis ins Innerste seines Wesens. Es schüttelte ihn heftig. Er wurde gewaltsam zerschmettert. Warum? Weil er die Heiligkeit Gottes gesehen hatte. Und als er die Heiligkeit Gottes sah, wurde er durch seine eigene Sündhaftigkeit bis ins Innerste seines Wesens erschüttert. Siehst du?

Wenn ein Mensch die Heiligkeit Gottes begreift, wird das nie ohne einen Vergleich mit seiner eigenen Sünde geschehen. Erst wenn du deine eigene Sünde verstehst, wirst du die Heiligkeit Gottes erkennen. Die beiden gehören zusammen. Du kannst deine Sünde nicht erkennen, bevor du seine Heiligkeit kennst; und du kannst seine Heiligkeit nicht erkennen, bevor du deine Sünde siehst. Jesaja sah Gott in seiner Erhabenheit, und dann sah er sich selbst. Und er schüttete sein Innerstes aus: „Oh, wehe mir - ich bin am Ende.“ Zwischen dir und Gott besteht eine absolute Kluft aus Heiligkeit und Unheiligkeit. Du bist unheilig. Er ist heilig. Und du und ich sollten bis zu den tiefsten Wurzeln unseres Seins erschüttert sein, wenn wir uns im Vergleich zu ihm sehen. Gott ist heilig.

Nun hör gut zu: Gott hält sich nicht an einen heiligen Maßstab. Er ist der Maßstab. Er ist absolut heilig. Er macht nie etwas falsch. Er irrt sich nie. Er macht nie eine Fehleinschätzung. Er macht nie einen Fehler. Er lässt niemals etwas in deinem Leben geschehen, das nicht richtig ist oder nicht das richtige Ziel hat. Er tut immer das Richtige. Auch gibt es keine Abstufungen für seine Heiligkeit - er ist absolut unendlich heilig. Und weil Gott heilig ist, ist das seine Bedingung für jeden, der in seiner Gegenwart existieren will. Als die Engel sündigten, was tat Gott mit ihnen - und zwar sofort? Er warf sie hinaus und bereitete ihnen einen Ort, der von seiner Gegenwart getrennt war. Was geschieht letztendlich mit den Menschen, die sich entscheiden, nicht zu Gott zu kommen? Mit den Menschen die Jesus Christus ablehnen? Sie werden an denselben Ort geschickt, der dem Teufel und seinen Engeln bereitet wurde: weg von der Gegenwart Gottes. Warum? Weil man, um in Gottes Gegenwart, in seinem Universum zu sein, heilig sein muss.

Du sagst: „Aber, John, wie kann ich denn heilig sein?“ Du kannst es nur durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus sein. Schau: Durch Christus schenkt Gott uns die Heiligkeit Christi und sieht uns als heilig an - in unserer Stellung vor ihm. Gott hat uns in Christus geheiligt. Zu den Korinthern sagte der Apostel Paulus: Jetzt seid ihr geheiligt in Christus. Wenn man weiter darüber nachdenkt, kann man Gottes Heiligkeit nur im Kontrast verstehen. Wir müssen verstehen, wie sehr er die Sünde hasst. Wir können seine Heiligkeit nicht unabhängig von seinem Hass auf die Sünde verstehen. Denn wir Menschen müssen es von der Seite der Sünde her betrachten. Gott hasst die Sünde. In Habakuk 1,13 heißt es: „Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können, du kannst dem Unheil nicht zuschauen.“ Gott kann die Sünde nicht dulden. Er kann das Böse nicht dulden. Er ist davon völlig abgetrennt. Sünde kann nicht in seine Gegenwart eintreten. Sie kann nicht bei ihm bleiben.

Erinnerst du dich, als Sanherib seine Sündhaftigkeit übertrieb, sagte der Heilige Geist: „Gegen wen hast du ... deine Augen stolz emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels!“ Siehst du, die Sünde Sanheribs war gegen die Heiligkeit Gottes gerichtet und wurde damit gegenübergestellt. Als die bösen Ägypter in 2. Mose 15 ertränkt wurden, weißt du was sie ertränkte? Manche sagen, die Macht Gottes. Nein, nicht wirklich. In 2. Mose 15 heißt es: „Die Tiefe hat sie bedeckt; sie sanken auf den Grund wie ein Stein“, und dann: „Wer ist dir gleich, ... o Herr, ... herrlich in Heiligkeit.“ Weißt du, warum sie ertrunken sind? Nicht durch die Macht Gottes, sondern durch die Heiligkeit Gottes; er konnte ihre Bosheit nicht dulden. Die Heiligkeit Gottes zeigt sich am besten in seinem Hass auf die Sünde. In Amos 5, finden sich starke Worte: „Ich hasse, ich verachte eure Feste. Ich mag eure Festversammlungen nicht riechen! Wenn ihr mir auch euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich kein Wohlgefallen daran, und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an. Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder; dein Harfenspiel mag ich nicht hören!“ Gott liebt all das, weil er selbst eingesetzt hat. Aber wenn diese Taten aus einem unreinen Herzen kommen, hasst Gott sie, auch wenn sie richtig waren. Gott will nicht, dass Menschen richtige Dinge mit der falschen Einstellung tun. Gott sagt: Ich hasse das alles; hört auf damit. Die Sünde missfällt mir. Gott liebt Heiligkeit. In Psalm 11,7, steht dies: „Denn der Herr ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit.“ Was für eine schöne Aussage. Gott liebt Heiligkeit.

Nun haben wir Gottes Heiligkeit von einem negativen Standpunkt aus betrachtet: und zwar seinem Hass auf die Sünde. Das Erstaunliche daran ist aber die Liebe Gottes; und das muss man einfach hinzufügen! Ist es nicht erstaunlich, dass er dich erlöst hat, obwohl er heilig ist und die Sünde absolut hasst, und obwohl er allwissend ist und alles weiß? Es ist unglaublich, dass er mich kennt, meine Sünde verachtet und mich trotzdem liebt. Hier kommt die Liebe Gottes ins Spiel. Gottes Heiligkeit, Gottes Allwissenheit und Gottes Liebe wirken alle auf dieselbe Weise. Was für eine tolle Erkenntnis. Gott wusste alles über mich. Gott hasste jedes bisschen Sünde in mir, und trotzdem liebte er mich. Ich habe versucht, eine Illustration dafür zu finden, und ich nehme an, es ist wie bei Krebs. Du würdest sicherlich deinen Körper lieben, aber du würdest den Krebs hassen. Und du würdest alles tun, was du könntest, um deinen Körper zu erhalten, ihn gesund und stark zu machen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Gleichzeitig würdest du alles tun, was in deiner Macht stünde, um den Krebs zu vernichten. Du würdest den Krebs hassen, aber nicht den ganzen Körper. Und so ähnlich sieht Gott den Menschen an: er liebt den Körper, aber er hasst die Sünde.

Wo sieht man die Heiligkeit Gottes offenbart? Nun, man sieht sie in vielerlei Hinsicht. Gott wünscht niemals die Sünde. Nein, nein - niemals. Gott gestattet dir zu sündigen, wenn du dich dafür entscheidest, aber er wünscht die Sünde niemals. Gott verleitet niemals jemanden zur Sünde. Gott will nicht, dass du sündigst. Manche Menschen glauben, Gott wolle, dass sie sündigen. Einige Leute haben zu mir gesagt: „Weißt du, man sollte wirklich ein sehr sündiges Leben führen und allen davon erzählen. Wenn man dann von seiner Bekehrung berichtet, werden viele Leute es glauben und sagen: ‚Was für eine Verwandlung, ist das nicht wunderbar?‘ Also muss Gott doch wollen, dass man in den Abgrund hinabsteigt, damit man etwas zu sagen hat.“ Ist das überzeugend? Nein, nicht wirklich - Gott freut sich nicht über die Sünde eines Menschen - niemals. Und Gott verleitet den Menschen nie zur Sünde. Jakobus 1,13: „Gott versucht keinen Menschen.“

Gottes Heiligkeit zeigt sich aber auch in positiven Dingen. Zum Beispiel wird seine Heiligkeit in der Schöpfung gesehen. Prediger 7,29 sagt, „dass Gott den Menschen aufrichtig geschaffen hat; sie aber suchen viele arglistige Machenschaften“. Gott hat den Menschen aufrichtig geschaffen. Als Gott den Menschen schuf, war er heilig. Die Heiligkeit Gottes zeigt sich in der Schöpfung. Zweitens: Gottes Heiligkeit zeigt sich im Moralgesetz. Das moralische Gesetz gilt immer noch, obwohl der Mensch versucht hat, es durcheinander zu bringen und auszulöschen. Dieses Moralgesetz gilt also immer noch in der Welt und zeigt, dass Gott heilig ist. In Römer 7,12 sagt Paulus: „So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“ Das Moralgesetz Gottes zeigt, dass Gott ein heiliger Gott ist. Als Gott ein gerechtes moralisches Gesetz aufstellte, bewies er, dass er selbst ein gerechtes, moralisches und heiliges Wesen ist.

Und ich denke auch, dass Gottes Heiligkeit nicht nur in seiner Schöpfung und nicht nur in seinem Moralgesetz zu sehen ist, sondern ich sehe Gottes Heiligkeit in seinem Opfergesetz. Wenn ich sehe, wie Gott so viele Tiere zum Opfern anordnet, dann erkenne ich, dass Gott damit sagt, dass der Tod die Folge der Sünde ist. Und ich möchte, dass du das verstehst, und ich möchte, dass du das gut findest. Und jedes Mal, wenn Menschen ein Opfer brachten, erkannten sie die Tödlichkeit der Sünde, und das bewies die Moral und die Heiligkeit Gottes. Gottes Heiligkeit zeigt sich in der Schöpfung, im Moralgesetz, im Opfergesetz; und außerdem zeigt sich Gottes Heiligkeit auch im Gericht über die Sünde - im Gericht über die Sünde. Wenn man die Bibel studiert, sieht man zum Beispiel in 2. Thessalonicher 1, dass Jesus in flammendem Feuer kommt und sich an denen rächen wird, die Gott nicht kennen und dem Evangelium nicht gehorchen. Wenn man in Judas 4 die Gottlosen sieht, die für ihre gottlosen Taten, die sie gegen Gott begangen haben, verdammt und verurteilt werden, sieht man, wie sehr Gott die Sünde hasst. Und sein Urteil über die Sünde ist ein Spiegelbild seiner Heiligkeit; er muss sie bestrafen.

Vielleicht am allerwichtigsten ist: Die Heiligkeit Gottes zeigt sich im Kreuz. Die Heiligkeit Gottes zeigt sich im Kreuz. Du sagst: „Aber da war doch die ganze Sünde an ihm.“ Ja genau, und das ist die beste Veranschaulichung seiner Heiligkeit. Hör gut zu: Gott war so heilig, dass er den absolut höchsten Preis zahlte, der notwendig war, um seine Heiligkeit zu befriedigen. Wir gehen in den Hebräerbrief, Kapitel 9,26. Dort finden wir eine bemerkenswerte Aussage. Dort steht: „denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an.“ Mit anderen Worten: Wenn es sich um ein Opfersystem handeln würde, hätte Christus immer wieder sterben müssen. „Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.“ Gottes Heiligkeit war so unendlich, dass er den höchsten Preis bezahlen musste. Dies tat er dadurch, dass er selbst starb und die Sünde trug. Denn der Preis musste bezahlt werden, selbst wenn es ihn sein eigenes Leben kostete. Das ist Heiligkeit. Seine Heiligkeit zeigt sich im Tod von Christus. Gottes Heiligkeit erforderte eine Bezahlung, selbst wenn er sie selbst leisten musste. Er ist heilig - absolut heilig.

Was sind die praktischen Anwendungen der Heiligkeit? Für den Nicht-Christen nur so viel: Die Heiligkeit Gottes verlangt Heiligkeit in deinem Leben, und die gibt es nur durch Jesus Christus. In Epheser 4 heißt es: Zieht den neuen Menschen an, der in Heiligkeit erneuert wird. Gott möchte, dass du heilig bist. Und der einzige Weg, jemals heilig zu sein, ist, in Christus zu sein und sich seine Gerechtigkeit schenken zu lassen. Wenn du andererseits kein Christ bist und die Heiligkeit Gottes, die dir in Jesus Christus angeboten wurde, ablehnst, dann kommt eine andere Eigenschaft Gottes zum Tragen, die Gerechtigkeit genannt wird. Wenn du Gott ablehnst, wirst du bekommen, was du verdienst. Das ist Gerechtigkeit, und Gott ist gerecht. Für die Unbußfertigen verlangt seine Heiligkeit deshalb Gerechtigkeit.

Was ist mit dem Christen? Was bedeutet Heiligkeit für einen Christen? Was ist die praktische Anwendung von Gottes Heiligkeit in meinem Leben? Das steht ganz einfach im 1. Petrus 1,15: „sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!‘“ Wenn Gott heilig ist, was will er dann von uns? Heiligkeit. Pass jetzt gut auf: Gott machte uns von der Stellung her heilig - von der Stellung her sind wir heilig in Christus. Aber er will, dass unser praktisches Leben unserer Stellung entspricht. Er möchte, dass wir heilig leben. Wir sollten nicht nur von unserer Stellung her heilig sein, sondern ein heiliges Leben führen. Denn wenn wir heilig sind, unterscheidet uns das von der Welt. Das zeigt der Welt, dass es einen Unterschied gibt. Deshalb sagt er in 2. Timotheus 2,19: „Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit!“ Lass die Welt wissen, dass es einen Unterschied gibt.

Heiligkeit in deinem Leben gibt dir Kühnheit vor Gott. Wenn du ein Christ bist und ein heiliges Leben führst, dich mit der Sünde auseinandersetzt, gottgefällige und heilige Dinge tust und ein aufrechtes Leben führst, dann wirst du vor Gott mutig sein. Hör dir dieses wunderbare Bild aus Hiob 22 an: „Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du aufgerichtet werden, wenn du die Ungerechtigkeit aus deinem Zelt entfernst.“ Willst du zu Gott zurückkehren und die Dinge wieder in Ordnung bringen? Bevor du dorthin zurückkehrst, musst du als Erstes die Sünde ablegen. Vers 26: „Dann wirst du dich an dem Allmächtigen erfreuen und dein Angesicht zu Gott erheben.“ Du kannst nicht zu Gott gehen, und dich an ihm erfreuen, wenn es in deinem Leben Sünde gibt. Hast du das schon einmal erlebt? Hast du in deinem Leben herausgefunden, was ich herausgefunden habe, nämlich, dass es mir schwer fällt zu beten, wenn es Sünde in meinem Leben gibt? Hiob 22 sagt: Kümmere dich um deine Sünde, dann kannst du dein Gesicht zum Angesicht Gottes erheben. Und zwar ohne Schuldgefühle.

Heiligkeit unterscheidet uns von der Welt. Heiligkeit gibt uns Mut. Heiligkeit gibt uns Frieden. Keinen Frieden, ..., gibt es für die Gottlosen!“, heißt es in Jesaja 57,21. Gott will, dass wir heilig sind, auch wenn er uns züchtigen muss. Und nach Hebräer 12,10 wird er uns züchtigen, um uns heilig zu machen. Was sollte ein Christ also tun? Vielleicht dasselbe wie David in Psalm 51: Bete um ein reines Herz und suche dann gemäß Sprüche 13,20 den Umgang mit weisen Menschen. „Seid heilig, wie ich heilig bin.“ Lasst uns beten.

Vater, wir danken dir heute Morgen dafür, dass du dich uns offenbart hast. Wir legen diese Worte und Gedanken in deine Obhut. Mögen sie in unserem Leben Früchte tragen. Bestätige diese Wahrheiten in unserem Herzen, Vater. Entlasse uns mit deinem Segen und bringe uns heute Abend zurück mit der Erwartung, dass wir mehr über den Widersacher lernen und in deiner Kraft siegreich sein werden. Wir preisen dich in Christi Namen. Amen.

ENDE

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