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Heute Abend kommen wir zum dritten Teil unserer kurzen Reihe über Satan. Sie trägt den Titel: Satan: Gibt es ihn? Wer ist er? Und wie ist er? Der Apostel Paulus sagt in 2. Korinther 2,11, dass wir nicht in Unkenntnis sein sollen über die Ränke, Pläne, Strategien oder Tricks des Satan. Es ist wichtig, zu wissen, wie er wirkt. Du musst seinen Charakter, seine Person und seine Vorgehensweise kennen. Und weil wir das Wort Gottes haben, gibt es wirklich keinen Grund, unwissend zu sein. Gottes Wort entlarvt Satans Verkleidungen und deckt seine Machenschaften auf. Es offenbart alles über unseren Feind. Du kannst es einfach aufschlagen und diese Dinge nachlesen. Wir haben bereits gesehen, dass einer von Satans raffiniertesten Tricks darin besteht, die Menschen glauben zu machen, dass es ihn nicht gibt. Denn wenn es keinen Feind gibt, braucht man sich auch nicht zu verteidigen, und ohne Verteidigung hat er ein leichtes Spiel.

Unter denjenigen, die sich nicht davon abbringen lassen, zu glauben, dass er existiert, verbreitet Satan falsche Vorstellungen von sich selbst: dass er zwar existiert, aber irgendwie weniger ist, als er wirklich ist. Darum stellen ihn sich manche als eine Art mythologische Figur vor, die das allgemeine Böse repräsentiert. Andere sehen in ihm ein in roten Satin gekleidetes, Monster mit Hörnern und einem gabelförmigem Schwanz und Dreizack. Wieder andere sehen ihn als jemanden, den man fürchten muss, weil er Christen quält. Sie glauben, dass sie vor ihm weglaufen und sich verstecken müssen, um von ihm erlöst zu werden. Glaub mir, Satan will ungesehen agieren. Darum verkleidet er sich; aber die Bibel entlarvt ihn. Es ist erstaunlich, dass selbst diejenigen, die behaupten, Satan anzubeten, in Wirklichkeit nicht den Satan anbeten, den es wirklich gibt, sondern einen erfundenen Satan. Satan stellt den Menschen eine Falle, weil er ein Betrüger ist. Er ist der Meisterbetrüger des Universums. Und die vergangenen Wochen haben uns gelehrt, wie sorgfältig wir vorgehen müssen, um das zu verstehen.

Denn für geistliche Menschen verfolgt Satan einen anderen Ansatz. Geistliche Menschen sind die, die nicht nur an seine Existenz glauben, sondern auch an Gott glauben und vielleicht sogar an den wahren Gott. Von diesen lässt er sich gerne mit Gott verwechseln. Tertullian sagte einmal: „Diabolos est Dei simia“. Das heißt übersetzt: „Der Teufel ist Gottes Affe.“ Er tut nichts lieber, als Gott zu imitieren. Darum schreiben viele unwissende Christen Gott etwas zu, obwohl er es gar nicht tut. In den letzten Wochen haben wir Satans Charakter erforscht und die Mythen entlarvt, die er in die Welt setzt, um sein wahres Wesen zu verbergen. Wir haben uns mit der Frage beschäftigt, ob es ihn gibt, und festgestellt, dass es ihn gibt. Wir sind der Frage nachgegangen, wer er ist, und haben ihn als gefallenen Engel identifiziert. Wir haben darüber gesprochen, wie er ist, und ihn anhand seiner Namen und seiner Titel untersucht und anhand der Begriffe, die ihn beschreiben.

Und heute Abend komme ich zum vierten Punkt: Wie wirkt er? Diese Frage beschäftigt sich ganz praktisch mit unserem eigenen Leben. Wie geht Satan in der Welt vor, um seine eigenen Ziele zu erreichen? Und damit kommen wir zum eigentlichen Kern. Nimm deine Bibel zur Hand, denn ich möchte dir darin viele wichtige Wahrheiten aufzeigen.

Satan ist in zwei Bereichen tätig. Er wirkt in seinen eigenen Kindern, und er wirkt auf die Kinder Gottes ein. Schauen wir uns zunächst an, wie er in seinen eigenen Kindern wirkt. Kinder des Satans sind alle Menschen in der Welt, die ohne Jesus Christus und außerhalb der Familie Gottes sind. Das entnehme ich aus 1. Johannes 5,19, wo es heißt, „dass die ganze Welt sich im Bösen befindet“ und Johannes 8,44, wo Jesus über die Pharisäer sagt: „Ihr habt den Teufel zum Vater“. Und das kann man auf jeden ausdehnen, der kein Kind Gottes ist.

In seinen eigenen Kindern wirkt Satan auf drei Arten. Erstens tut er ein Werk der Verhinderung. Satan ist eifrig damit beschäftigt, Dinge zu verhindern. In diesem Zusammenhang möchte ich Lukas 8 mit Matthäus 13 vergleichen. Wir beginnen mit dem Gleichnis aus Lukas 8, überspringen die anfängliche Belehrung unseres Herrn und gehen direkt zu Vers 11: „Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden.“

Vers 5 beschreibt einen zertretenen Wegrand. Er ist steinhart und niedergedrückt. Wenn der Same dort hinfällt, bleibt er einfach liegen und wird von den Vögeln aufgenommen. Das ist ein Sinnbild dafür, dass das Wort Gottes auf harten Boden gestreut wird, der es nicht aufnimmt. Und der Teufel kommt und nimmt es weg. Der Teufel hat es darauf abgesehen, etwas zu verhindern. Darum schnappt er als allererstes Gottes Wort weg. Für ein vollständiges Bild sollten wir außerdem Matthäus 13 lesen. Dort gibt es im selben Gleichnis noch einige andere Punkte, die zu unserem Verständnis beitragen. In Vers 19 heißt es: „So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut war.“ Der Teufel kommt und raubt es. In diesem Gleichnis werden mit den vier Ackerboden vier Arten eines Herzens beschrieben. In Vers 19 haben wir das unempfängliche Herz, das „nicht versteht“. Es nimmt nichts auf und reagiert gar nicht.

Dann haben wir in den Versen 20 und 21 das impulsive Herz: „Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt; er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt er sogleich Anstoß.“ Das ist das impulsive Herz. Es beschreibt eine Person, die sich impulsiv zu Christus bekennt, aber keine wirklichen Wurzeln hat. Vers 22 sagt etwas über das besorgte Herz. „Unter die Dornen gesät aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorge dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.“ Dies ist der Fall bei einer Person, die zu sehr mit dem Alltag beschäftigt ist, um sich mit dem Wort zu beschäftigen. Dann gibt es in Vers 23 den guten Boden: das empfängliche Herz. Es gibt also ein unempfängliches Herz, ein impulsives Herz, ein besorgtes Herz und ein empfängliches Herz.

Wir sehen, dass Satans Werk der Verhinderung auf das unempfängliche Herz einwirkt. Gottes Wort landet zwar auf diesem Boden, aber es herrscht Gleichgültigkeit, Gefühllosigkeit und Ablehnung. Und der Teufel kommt und reißt das Wort einfach weg. Er kann das tun, weil das Herz hart ist. Wir finden also eine Herzenshärtigkeit vor. Das Gleichnis lehrt, dass das Ergebnis beim Hören des Evangeliums immer vom Zustand des Herzens abhängt. Und nur dort, wo das Herz hart ist, kann Satan eindringen und das Wort wegnehmen. Und genau das will er tun. Bevor die Person darüber nachdenken kann, reißt Satan es weg. Er tut das, indem er die Aufmerksamkeit auf neue Verlockungen richtet, die ansprechender sind. Wenn du sie nicht zurückweist, lenken sie dich ab und das Wort ist verloren.

Es gibt noch eine zweite Stelle, die uns hilft, sein Werk der Verhinderung zu verstehen, und zwar in 2. Korinther 4,3. Hier berichtet der Apostel Paulus von seinem eigenen Dienst. Er spricht darüber, wie Gott sein Leben veränderte und er von einem Menschen, der die verborgenen Dinge der Unehre verbreitete, zu einem Menschen wurde, der die Wahrheit spricht. Und er sagt in Vers 3: „Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen; bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat.“ Und auch hier lautet die Schlussfolgerung, dass Satan nur denjenigen verblenden kann, der willentlich nicht glauben will. Damit ist nicht gemeint, dass du die entscheidende Stimme abgibst, wenn Gott dich retten will, während Satan dich verloren haben will. Damit ist auch nicht gemeint, dass du ein Opfer Satans bist und sozusagen in der Falle sitzt. Du würdest dich gerne für Gott entscheiden, bist aber leider verblendet. Nein, sondern es geht darum, dass der Satan in ein Herz eindringen und es verblenden kann, weil es ungläubig ist.

Satans hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu verhindern. Für Menschen mit einem harten Herzen hat das Evangelium keine Bedeutung. In 1. Korinther 1,18 heißt es: „Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen“. Satan reißt es weg. Aber in seinen eigenen Kindern verhindert Satan nicht nur, sondern er pervertiert auch. Er will die Wahrheit nicht nur verhindern, sondern verdrehen, so dass das, was die Menschen hören, gar nicht die Wahrheit ist. Dies tut er mit verschiedenen Mitteln. Erstens, indem er falsche Lehren verbreitet. Dr. Pentecost hat hierfür eine sehr hilfreiche Erklärung. Ich zitiere: „Satan würde sich natürlich lieber nicht die Arbeit machen müssen, den schon gesäten Samen wegzunehmen. Stattdessen würde er lieber den Prediger selbst so kontrollieren, dass etwas anderes als der gute Same des Wortes Gottes verkündet wird. Stell dir die Arbeit vor, die Satan zu leisten hat, wenn das Wort gepredigt wird. Wenn 500 Menschen anwesend sind und das wahre Wort Gottes in 500 Herzen gepflanzt wird, müssen 50 Dämonen in 500 verschiedene Leben eindringen, um das, was gesät wurde, wieder wegzunehmen. Nun, ich weiß nicht, ob das stimmt, er könnte auch nur einen oder mehrere sehr schnelle Dämonen haben, aber der Punkt ist offensichtlich. Es ist für ihn ein sehr viel effizienteres Vorgehen, wenn er Menschen, die annehmen, das Wort Gottes zu hören, eine Lüge des Teufels hören lassen kann. Dazu müsste er nur an einer statt an 500 Personen arbeiten. Nun weiß er aber, dass Gottes Wort und seine Wahrheit auf jeden Fall verkündigt werden. Darum hat er sich darauf vorbereitet, den guten Samen des Wortes auf jede mögliche Art und Weise zu hindern, auf den guten Boden zu fallen.“ Zitatende.

Dr. Pentecost hat sicherlich recht damit, dass Satan viel lieber verdrehen als verhindern würde. Denn verhindern geschieht nachträglich. Also verdreht er aktiv, indem er falsche Lehren verbreitet. Wie tragisch ist es doch, dass jeden Sonntag von tausenden Kanzeln Satans Prediger falsche Lehren verkündigen, so wie es in 2. Korinther 11,13 heißt: „Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel Christi verkleiden.“ Innerhalb eines religiösen Rahmens und in insbesondere innerhalb der christlichen Religion ist Satan am aktivsten. Paulus schreibt weiter: „Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit“. Satan tut sein Werk der Pervertierung und Verdrehung, indem er seine eigenen Leute auf die Kanzeln stellt und falsche Lehren verbreitet.

Darum geht es auch in 1. Timotheus 4, wo geschrieben steht: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.“ Sie verbreiten einfach ihre heuchlerischen Lügen und es scheint sie nicht einmal zu stören. Die unzähligen falschen Propheten sind die größte Waffe Satans. In 2. Thessalonicher 2,9 lesen wir, dass Satan während der Trübsalszeit erstaunliche Dinge tun wird. Dort heißt es, dass das Kommen des Sohnes des Verderbens „aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder“. Falsche Propheten verbreiten nicht nur Lügen, die wie die Wahrheit klingen, sondern vollbringen auch Taten, die satanisch sind, aber göttlich erscheinen. Und hier sehen wir wieder Satan, der Gott nachahmt.

Hast du jemals untersucht, was der Kern von Satans Lügen ist? Welche grundlegende Irrlehre wird von ihm verbreitet? Nummer eins ist immer die Autorität der Heiligen Schrift: Er leugnet sie immer. Denn wenn er die Autorität dieses Buches zerstören kann, gibt es nirgendwo mehr eine Autorität. Alles wird willkürlich. Und damit begann er schon in 1. Mose 3, ganz am Anfang, als er zu Eva sagte: „Sollte Gott gesagt haben“? Hat Gott das wirklich gesagt? Woher weißt du, dass Gott es gesagt hat? Gottes Wahrheit zu verunglimpfen ist typisch für ihn. Das tat er von Anfang an und wird es bis zum Ende immer wieder tun. In 2. Timotheus 4,3 heißt es: „Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.“

Zweitens: Satan leugnet stets die Gottheit Christi. Falsche Lehrer werden immer die Gottheit Christi leugnen und den Herrn verleugnen, der sie erkauft hat. Und wenn du die Gottheit Christi auslöschst, löschst du damit auch die Heilslehre aus. Beides gehört zusammen. Wenn Christus nicht Gott-Mensch, also der allmächtige Gott in Menschengestalt war, der am Kreuz starb, dann hat er die Sühne, die er angeblich vollbrachte, überhaupt nicht vollbracht. Und damit wäre unsere Erlösung dahin. Das passt zu Satan! Denn seine große Lüge in Bezug auf die Errettung ist, dass man nicht durch Glauben gerettet wird, sondern durch Werke. Es gibt nur zwei Wege, um gerettet zu werden: Der eine ist der Weg, auf dem Gott alles vollbracht hat, der andere Weg ist die Religion der menschlichen Leistung. Darüber schreibt Paulus im Galaterbrief: Er argumentiert, dass ein Mensch nicht durch menschliche Leistung gerettet wird, sondern durch das, was Gott vollbracht hat. Satan leugnet also die Autorität der Heiligen Schrift und er leugnet die Gottheit Christi. Darum fordert Johannes in 1. Johannes 4 die Gläubigen auf, die Geister zu prüfen, um herauszufinden, ob sie echt sind. „Jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichristen“.

Neben der Autorität der Heiligen Schrift, der Gottheit Christi und der Errettung aus Gnade durch den Glauben leugnet Satan auch die Wiederkunft Christi. Denn das zweite Kommen Christi ist mit dem Gericht verbunden. Dieses letzte Gericht wollen Irrlehrer unbedingt loswerden, deswegen haben sie oft eine verworrene Eschatologie. In 2. Petrus 3,4 spotten die Irrlehrer: „Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ Und Petrus fragt zurück: „Und was ist mit der Flut? Es ist eben nicht alles so geblieben, wie es war.“ Sie leugnen also die Autorität der Heiligen Schrift, die Gottheit Christi, die Lehre von der Erlösung aus Gnade durch den Glauben und die Wiederkunft Christi.

Stattdessen verbreiten sie eine Menge Irrlehren. Eines der Lieblingsargumente Satans ist zum Beispiel, dass man mit Rebellion davonkommt. Das liebt er. Wie ich letzte Woche schon sagte, versucht Satan zu beweisen, dass Rebellion gegen Gott funktioniert. Er will uns weismachen, dass wir tun und lassen können, was wir wollen, und es geht trotzdem gut aus. Aber Gott zeigt, dass das nicht stimmt und Rebellion gegen ihn nicht funktionieren wird. Das soll das ganze Universum wissen. Er möchte jedem Geschöpf im Universum zeigen, dass Rebellion zwar weit gehen kann, aber man damit letztlich nicht durchkommt. Und nur darum kann Satan die ganze Bandbreite seiner Rebellion ausleben. Es ist eine Lüge, dass Rebellion funktioniert.

Einmal las ich kurz nach Hemingways Tod in der Zeitschrift Eternity über Hemingways Lebensgeschichte. Der ursprüngliche Artikel war in der Zeitschrift Playboy erschienen. Darin hieß es, dass Hemingway in seiner Glanzzeit bewiesen habe, dass man sündigen könne und damit durchkommt. Er habe die biblische Moral zerstört, indem er tat, was er wollte; und damit hatte er die Welt geködert. Es hieß, er habe Kriege gewonnen, Frauen geschwängert und so viel getrunken, wie er wollte. Und so ging es in einem fort und er erhielt sogar große Anerkennung dafür, dass er die biblische Moral einfach ausradiert hatte. Doch auf den Tag genau 10 Jahre später nahm er eine Pistole, hielt sie sich seitlich an den Kopf und schoss sich das Hirn weg. Satan behauptet, dass man mit Rebellion durchkommen kann. Aber das darfst du nicht glauben, denn es ist eine seiner ganz großen Irrlehren. Er behauptet, dass du sündigen kannst, so viel du willst, und trotzdem alles gut werden wird.

Eine weitere Sache, die Satan in der Vergangenheit verbreitet hat, ist, dass Götzendienst das Wahre ist. Er wäre begeistert, wenn jeder einen Gott hätte, solange es der falsche Gott ist. Satan will gar nicht, dass die Menschen Atheisten sind, sondern er will, dass alle Menschen religiös sind und einen Gott anbeten, den es nicht gibt. Deshalb sagt die Schrift, dass die Götter der Völker Dämonen sind. Manche Leute beten einen Stein an, weil sie glauben, dass ein Gott in diesem Stein sei. Dabei hat Satan dafür gesorgt, dass ein Dämon diesen Gott verkörpert. So hält er diese Menschen an den Stein gefesselt. In Psalm 106,36 heißt es: „Und sie dienten ihren Götzen, und diese wurden ihnen zum Fallstrick. Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen.“ Hier werden die Götzen mit Dämonen gleichgesetzt. Denn die Dämonen verkörperten einen Gott, von dem sie annahmen, dass er existierte. Satan liebt es, wenn Menschen religiös sind, solange sie den falschen Gott anbeten. Er fördert deswegen sogar die Engelsanbetung. Davon lesen wir in Kolosser 2,18-23. Er möchte, dass du Engel anbetest. Es gibt heute genug Menschen, die das tun, auch in der römisch-katholischen Kirche.

Satan pervertiert und verdreht jedoch nicht nur durch falsche Lehren, sondern auch dadurch, dass er Menschen in einem verdammenden Lebensstil gefangen hält, aus dem sie nicht mehr herauskommen. Das finden wir in Epheser 2,1-5, wo es heißt: „Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt, hat er lebendig gemacht.“ Satan hält die Menschen gerne in seinem System gefangen, so dass sie nach dem Lauf der Welt wandeln. Denn dann sind sie unter „dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams herrscht.“ Er will uns Menschen „in den Begierden unseres Fleisches“ gefangen halten, so dass wir die Begierden des Fleisches erfüllen und „von Natur Kinder des Zornes“ Gottes sind. Satan möchte die Menschen in einem verdammenden Lebensstil gefangen halten, aus dem sie sich nicht befreien können. Es geht ihm nicht nur darum, Theorien zu verbreiten, sondern er will Menschen in Gewohnheiten hineinzerren und darin binden.

Und dann wirkt Satan in seinen eigenen Kindern auch noch, indem er sie unterdrückt. Unterdrückung in mehrerer Hinsicht: Besessenheit, Beherrschung, Kleinhaltung, viele Formen. Eine Möglichkeit, wie man dies veranschaulichen kann, sind zum Beispiel Begierden. In diesem Bereich gibt es viele verschiedene Dämonen. Wusstest du, dass einige von ihnen verdorbener sind als andere? Offenbar gibt es verschiedene Grade des Bösen. Manche sind offensichtlich besonders böse. Satans Ziel ist, die Menschen in die totale Hingabe an ihre Lust zu treiben. Damit war er auch erfolgreich, denn wenn du Römer 1 liest, wirst du feststellen, dass die Welt sich genau so verhält. Sie wollen Gott gegen den Satan austauschen.

Deshalb heißt es in Vers 24: „Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren.“ Und in Vers 26: „Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen.“ In Vers 24 scheint der Körper das Hauptmerkmal zu sein, in Vers 26 das Herz und in Vers 28 der Verstand. Körper, Neigungen und Intellekt sind also alle verdorben. „Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott sie auch dahingegeben in unwürdige Gesinnung als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche die Gerüchte verbreiten.“ Und in Vers 32 geht es weiter: „Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, dass die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie dies nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.“ Auf diese Weise möchte Satan die Menschen unterdrücken. Er überlässt sie einfach ihren Begierden. Und sehen wir das nicht in unserer heutigen Welt? Es gibt so viele Menschen, die die Kontrolle verloren haben und allen Begierden völlig ausgeliefert sind.

Ich habe mit Menschen gesprochen, die in ihrer Begierde so weit gegangen sind, dass sie sich selbst verachten. Andere haben sich deswegen umgebracht. Ich habe einmal mit einem Mädchen gesprochen, das nicht mehr in einen Spiegel schauen konnte, weil ihr bei ihrem eigenen Anblick schlecht wurde. Des Weiteren unterdrückt Satan seine eigenen Kinder auch durch Krankheit. Die Bibel berichtet in den Evangelien von Menschen, die von Satan und seinen Dämonen stumm gemacht wurden und nicht sprechen konnten. Andere wurden blind gemacht, wieder andere hatten körperliche Missbildungen oder Epilepsie. Alle diese Menschen litten tatsächlich an Krankheiten, die von Satan und seinen Dämonen verursacht wurden. Neben Begierden und Krankheiten unterdrückt er seine Kinder auch durch Geisteskrankheiten. Ich denke, dass auch heute noch eine Hauptursache für Geisteskrankheiten in unserer Welt sehr wahrscheinlich satanische Anstrengungen sind. Hast du in Markus 5 von dem Wahnsinnigen Gedarener gelesen, der in den Gräbern wohnte? Alle Versuche, ihn zu fesseln schlugen fehl, weil er seine Fesseln einfach zerriss, sich selber schnitt und schrie. Er war eine furchtbare Kreatur. Er war von dämonischen Heerscharen besessen und dadurch völlig unzurechnungsfähig. Er war wahnsinnig.

Oder in Markus 9,22 gibt es einen selbstmordgefährdeten Verrückten, der fortwährend versucht, sich umzubringen, und zwar ausschließlich aufgrund dämonischer Kräfte. Ich bin sicher, dass neben Geisteskrankheiten auch viele Selbstmorde auf Satans Wirken zurückzuführen sind und auf die Unterdrückung seiner eigenen Kinder. Die Geschichte des Wahnsinnigen in Markus 5 zeigt natürlich auch, dass Satan seine Kinder nicht nur durch Wahnsinn und Selbstmordabsichten unterdrücken kann, sondern sogar durch Masochismus, indem sie sich selbst zerfleischen. Und offenbar kann Satan seine eigenen Kinder auch durch den Tod unterdrücken – wenn Gott es zulässt. Vielleicht fragst du dich, wie ich dazu komme.

Schau mit mir kurz Offenbarung 9,13 an, wo die sechste Posaune erschallt: „Und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht, die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat! Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und Monat und Jahr bereitstanden, den dritten Teil der Menschen zu töten. Und die Zahl des Reiterheeres war zweimal zehntausendmal zehntausend;“ also zweihundert Millionen „und ich hörte ihre Zahl. Und so sah ich in dem Gesicht die Pferde (...) Durch diese drei wurde der dritte Teil der Menschen getötet: von dem Feuer und von dem Rauch und von dem Schwefel, die aus ihren Mäulern hervorkamen.“ Hier vernichtet eine satanische Armee von Dämonen buchstäblich ein Drittel der Erde. Du siehst also: Gott gibt Satan die Macht, Leben zu nehmen. Wenn er ihm Macht gibt, kann Satan sein Volk durch Begierden, Krankheit, Geisteskrankheit und Tod unterdrücken.

Neben Verhinderung und Verdrehung wirkt Satan in seinen eigenen Kindern auch noch durch die Politik, indem er Regierungen und Nationen beeinflusst. Vor etwa einem Jahr hatte ich ein höchst interessantes Gespräch mit einem jungen Mann, der sich in einer Gesellschaft namens Mark Age Society engagiert hatte. Das ist eine dämonische, auf Séancen und Hexerei ausgerichtete Gruppe der Oberschicht und hat Kontakt zu vielen Medien. Sie treffen sich in einem sehr großen Haus in Santa Monica und es sind oft sehr wohlhabende Leute daran beteiligt. Einige von ihnen sind aus der Musikindustrie bekannt. Während ihrer regelmäßigen Treffen erhielt er erstaunliche Informationen, die er mir mitteilte. So erhielt ich Informationen, die außer dieser kleinen Gruppe von Menschen niemandem auf der Welt bekannt sind.

Er sagte mir zum Beispiel, dass diese Leute Kenntnis über einzelne Dämonen hätten und wissen, womit bestimmte Dämonen beauftragt sind. Ob man nun dem, was diese Dämonen sagen, Glauben schenken kann oder nicht, ist eine andere Frage. Es kann auch sein, dass es nicht stimmt. Trotzdem ist das, was er herausgefunden hat, sehr interessant. Wahrscheinlich ist zumindest ein Kern Wahrheit dran. Er sagte, dass der Dämon, der für die Verbreitung bestimmter dämonischer Einflüsse in Amerika verantwortlich sei, sehr weit oben in den Vereinten Nationen sitzt. Das ist nur eine winzige Information, die er mir gegeben hat. Ich möchte nicht zu viel verraten, sonst würde dir der Kopf schwirren. Er sagte auch, dass sie ihm mitgeteilt hätten, wo sich im Universum das Hauptquartier der dämonischen Kräfte befände – angeblich auf dem Mars und dem Jupiter. Und dies alles sei ihnen von Medien und Geistern weitergegeben worden, mit denen sie Kontakt aufnahmen. Außerdem berichtete er, dass die Dämonen ein Netzwerk in den Regierungen der Länder hätten, und dadurch diese Länder kontrollieren würden.

Das alles ist nichts Neues. Dämonen haben von Anfang an Politik gemacht. In Jesaja 14 und Hesekiel 28 spricht der Prophet beide Male zu einem menschlichen Herrscher. Doch in Wirklichkeit spricht er zu Satan, der hinter den Herrschern steckte. Und in Daniel 10 werden Nationen von Menschen regiert, die von Dämonen beeinflusst sind. Satan hat also schon immer aktiv Politik gemacht. Als er unseren Herrn in Matthäus 4 versuchte, besaß er sogar die Dreistigkeit, zu ihm zu sagen: „Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest!“ Was meint er mit dies alles? „Alle Reiche der Welt“. Es ist erstaunlich, aber er hätte es sogar tun können.

Das sehen wir in Epheser 6. Dort heißt es: Seid euch bewusst, dass das christliche Leben kein Kampf gegen Fleisch und Blut ist, „sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen“. Seit Babel ließ Gott zu, dass Satan die Nationen der Welt durch seine dämonischen Heerscharen regiert. Dabei hielt Gott diesen Einfluss durch den begrenzend wirkenden Heiligen Geist unter Kontrolle. Aber dennoch ist Satan aktiv und wirkt in seinen eigenen Kindern, indem er verhindert, verdreht und politisiert.

Doch wie wirkt er auf Christen? Wie wirkt er in deinem und meinem Leben? Das ist wirklich wichtig und ich möchte auf mehrere seiner Methoden eingehen. Erstens: Er wirkt, indem er Zweifel sät. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen mit Christen ist, uns zum Zweifeln zu bringen. In den letzten beiden Tagen hatte ich selbst mit einigen Zweifeln zu kämpfen. Weißt du, was Satan mir eingeredet hat? „Diese ganze christliche Sache ist ein Haufen Blödsinn.“ Meine Antwort war: „Oh nein, das ist es nicht.“ Doch ich hatte damit zu kämpfen. Aber ich stärkte meine Zuversicht, indem ich auf das Wort Gottes schaute und mir Verse vorlas: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und ich weiß, dass er das, was ich ihm anvertraut habe, bis zu jenem Tag bewahren wird.“ Und ich begann, alle „Ich weiß“-Verse aufzusagen. Wir alle werden von Satan versucht, indem er Zweifel sät. Er liebt das.

Auch Eva führte er ganz am Anfang in 1. Mose 3 in Versuchung, indem er ihr sagte: Zweifle an Gott. Zweifle an dem, was er gesagt hat. Zweifle an seiner Güte. Gott hat einen Fehler gemacht. Das hätte er dir nie antun dürfen. Zweifle an Gottes Fürsorge und Geborgenheit. Aus diesem Grund sagt Paulus an zwei Stellen: Zieht den Helm der Hoffnung auf das Heil an und legt die Zweifel ab. Wenn Gott sagt, dass er dich gerettet hat, dann meint er das auch so. Und wenn Satan mit dem großen Schwert des Zweifels kommt, dann wird es an diesem Helm abblitzen. Du bist Sein. Du bist sicher.

Zweitens schürt Satan nicht nur gerne Zweifel, sondern er motiviert auch zur Verfolgung gegen Christen. Er liebt es, zur Verfolgung anzustacheln. In 1. Mose 3 erzeugt er Zweifel. In Offenbarung 2 treibt er die Verfolgung an. In Vers 10 heißt es zur Gemeinde von Smyrna: „Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet.“ Hier wird deutlich, dass Satan es liebt, die Gemeinde zu verfolgen. Als Gemeinde haben wir gerade dort weitergemacht, wo Israel aufgehört hat. Satan hat Israel immer verfolgt. Das macht Offenbarung 12 deutlich: Er hat schon immer die Frau verfolgt, die den Sohn, den Messias, geboren hat. Er verfolgt das Volk Gottes. Und er verfolgt heute die Gemeinde. Die Offenbarung gibt uns mit der Gemeinde in Smyrna ein Beispiel dafür, dass der Teufel „etliche von euch ins Gefängnis werfen“ wird, „damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei treu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben!“

Satan will die Gemeinde verfolgen und er schafft Zweifel. Du kannst sicher sein, dass er das auch bei dir tut. Also erwarte es und bereite dich darauf vor. Drittens liebt Satan es, den Dienst zu behindern. Manchmal habe ich einen enormen Kampf, bis ich sonntags auf der Kanzel das Wort Gottes verkündige. Ich weiß nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt oder nicht, aber letzte Nacht konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Mir war die ganze Nacht übel und ich wachte immer wieder mit schrecklichen Bauchschmerzen auf. Und ich habe die ganze Zeit gebetet und gesagt: „Gott, ich weiß nicht, ob es wirklich so ist, wie ich denke, aber wenn es so ist - schnapp ihn dir! Ich weiß, dass er nicht will, dass ich morgen Abend über ihn spreche, aber lass nicht zu, dass die Predigt ausfällt.“ Und dann kam ich hierher und stellte fest, dass ich in den ersten beiden Gottesdiensten heute Morgen auch noch vergessen hatte, anzukündigen, dass der Gottesdienst um 18 Uhr statt um 19 Uhr beginnen würde. Und ich befürchtete, dass niemand da sein würde. Nun hatte Gott meine Gesundheit erhalten, aber jetzt würde niemand da sein. Doch ihr wart da.

Auch das Neue Testament beschreibt, dass Satan gerne unseren Dienst behindert. In 1. Thessalonicher 2,18 schreibt Paulus, dass er die Thessalonicher besuchen wollte. Nachdem er Thessalonich sehr schnell verlassen musste, wollte er gerne wiederzukommen. Und es gibt viele Spekulationen darüber, warum es nicht gelang. Manche glauben, dass jemand eine Kaution hinterlegt hatte, dass sie nicht zurückkommen würden. Und wenn sie nun zurückgekommen wären, hätte dieser jemand die Kaution verwirkt. Andere sagen, dass der Umgang mit den Herrschern der Stadt, sehr schwierig gewesen sei. Was auch immer es war, in Vers 18 heißt es, dass Paulus sehr gerne gekommen wäre, „ich, Paulus, einmal, sogar zweimal, doch der Satan hat uns gehindert“. Satan hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Dienst zu behindern. Rechne also damit. Wenn du glaubst, du könntest einfach ohne Probleme einen Dienst aufbauen, dann wirst du beim ersten Hindernis aufhören, weil du daran zweifelst, dass es Gottes Wille ist.

Satan ist damit beschäftigt, uns zu behindern. Und ich bin sicher, je effektiver du bist, desto mehr behindert er dich. Der Apostel Paulus hatte während seines Dienstes buchstäblich mit einer schrecklichen Behinderung zu kämpfen. Er nannte sie einen „Pfahl fürs Fleisch“, einen Boten vom Satan, „dass er mich mit Fäusten schlage“. Satan versuchte, Paulus durch fortwährendes Hämmern unglücklich zu machen. Er sollte aufhören, aber Paulus blieb dran. Denn Gott hatte ihm gesagt, dass es gut für ihn sei, diesen Kampf zu führen, damit er demütig bleibe. Und so war es für Paulus in Ordnung und er schrieb: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ Satan schließt Gottes Pläne niemals kurz, egal, welche Hindernisse er den Gläubigen in den Weg legt. Er filtert nur die Schwächlinge heraus.

Der vierte Punkt ist entscheidend: Satan verhindert nicht nur unseren Dienst, sondern er unterwandert die Gemeinde. Darin ist er wirklich gut. Das geschieht durch falsche Christen. Er bringt die Gemeinde dazu, Leute aufzunehmen, die scheinbar Christen sind. Sie sind wirklich nicht zu unterscheiden. Aber in Wahrheit sind sie Kinder des Teufels. Und indem er falsche Christen hineinbringt, richtet er auf vielerlei Art und Weise Chaos an. Zum Beispiel, indem sie einen Lebensstil führen, der nicht mit ihrem Bekenntnis — Christ zu sein — übereinstimmt. Und das verwirrt die Welt, weil man nicht mehr weiß, was ein Christ ist. Er versucht auch falsche Leiterschaft einzuschleusen, so dass Satan bei allem ein Mitspracherecht hat. Der Umgang mit solchen falschen Christen ist schwierig. Wir sind oft unsicher, wie wir mit ihnen umgehen, denn wir können sie nicht immer unterscheiden.

In Matthäus 13,38 heißt es dazu: „Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel.“ Das zeigt, dass Gott der Einzige ist, der jemals wirklich Weizen vom Unkraut trennen kann. Satan infiltriert die Gemeinde mit falschen Christen. Sie sind auch hier in der Grace Church. Das weiß ich, weil es dem Vorgehen Satans entspricht. Und wenn ich wüsste, wer sie sind, würden wir alles unternehmen, um sie zur Erkenntnis des Herrn Jesus Christus zu bringen. Und wenn sie abtrünnig wären, würden wir sie hinauswerfen, aber wir finden sie nicht. Ab und zu findet man einige von ihnen. Früher oder später werden sie entlarvt, aber nicht alle. Wir wissen, dass Satan sein Werk auf diese Weise tut. Wenn du selbst ein Unkraut bist, wissen wir, dass du hier bist; wir wissen nur nicht, wer du bist.

Satan unterwandert die Gemeinde nicht nur durch falsche Christen, sondern auch durch falsche Lehrer. Das haben wir uns vorhin angeschaut. Er liebt es, falsche Lehren in die Gemeinde hineinzubringen: jemanden, der gut klingende, aber falsche Lehren verbreitet. Jemanden, der scheinbar von der Gemeindeleitung bestätigt wird und etwas lehrt, das gut klingt, aber nicht wahr ist. In der Gemeinde wimmelt es nur so von Irrlehrern, das war schon immer der Fall. In 1. Timotheus 4 ist zu lesen, dass in der Endzeit „Heuchelei von Lügenrednern“ zu hören sein wird. In 1. Johannes 4 sagt Johannes: Haltet Ausschau; sie werden da sein. In 2. Petrus 2 sagt Petrus: Auch ihr werdet falsche Lehrer haben, denn es wird immer welche geben. Dort steht: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden.“ Darum gibt Gott uns in der Waffenrüstung das Schwert des Geistes. Das ist das Wort Gottes. Damit müssen wir dem Satan entgegenwirken, der die Gemeinde durch falsche Lehren unterwandert.

Außerdem unterwandert er die Gemeinde, indem er sie spaltet. Das ist entscheidend. Satan liebt es, die Gemeinde zu spalten. Das macht ihm Freude. Lass mich das an einem Beispiel verdeutlichen: 2. Korinther 2,5: „Hat aber jemand Betrübnis verursacht, so hat er nicht mich betrübt, sondern zum Teil - damit ich nicht zu viel sage - euch alle. Für den Betreffenden sei die Bestrafung von Seiten der Mehrheit genug“. Hier ist ein Mann, der Probleme verursacht hat. Manche sagen, es handle sich um den Mann aus 1. Korinther 5. Doch das ist nicht eindeutig. Wer auch immer es war, er war auf jeden Fall zu irgendeinem Zeitpunkt ein unmoralischer Mann.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Korintherbrief hatte Paulus einen weiteren Brief geschrieben. In diesem Brief hatte er die Gemeinde in Korinth sehr wahrscheinlich angewiesen, sich mit diesem Mann auseinanderzusetzen. Jetzt hat er von Titus erfahren, dass die Korinther den entscheidenden Schritt zur Züchtigung des Mannes unternommen hatten. An diesem Punkt ist Paulus zufrieden. Die Züchtigung hatte genügt, um zu erreichen, was sie erreichen sollte. Und nun möchte er, dass sie aufhören, weiter zu bestrafen. Stattdessen sollen sie diesem Mann vergeben und ihn wiederherstellen. Und so sagt Paulus: Verlängert die Züchtigung nicht um meinetwillen. Ich bin zufrieden und ich hoffe, ihr seid es auch. Er hat genug gelitten.

Und dann kommt Vers 7: „so dass ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt.“ Mit anderen Worten: Wenn ihr jetzt nicht aufhört, ihn zu züchtigen, wird er noch zur Verzweiflung getrieben. Das schafft keine Abhilfe. Galater 6,1 sagt: Wenn ein Mensch durch die Züchtigung an den Punkt der Buße gebracht wurde, dann soll er wiederhergestellt werden. Deshalb sagt Paulus in Vers 8: „Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen. Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ob ihr in allem gehorsam seid. Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe ich es auch“. Wenn ihr dem Mann verziehen habt, habe ich es auch getan - zieht es meinetwegen nicht in die Länge. „Denn wenn ich auch jemand etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen.“

Paulus will Einheit in der Gemeinde, und um Einheit zu haben, muss vergeben werden. Wenn sie nun dem Mann nicht vergeben, sondern ihn einschüchtern und diese strafende Haltung ihm gegenüber aufrechterhalten, schaffen sie ein Problem. Denn dann wird die mangelnde Vergebung zu Spaltung in der Gemeinde führen. Deshalb schreibt er in Vers 11: Es ist besser, wenn ihr dem Menschen vergebt und ihn liebt, „damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt.“ Die Absicht, die Paulus hier meint, ist, dass Satan es liebt, die Gemeinde zu spalten. Und es gibt keinen besseren Weg, die Gemeinde zu spalten, als eine Situation von Gemeindezucht dafür zu benutzten. Sein Mittel ist die Spaltung. Darum sollen sie den Bruder wieder aufnehmen, wenn er Buße tut.

Das allgemeine Prinzip hier lautet: Eine Überbetonung in der Lehre und mangelnder Liebe kann für die Gemeinde tödlich sein. Ich wiederhole: Eine Überbetonung in der Lehre und mangelnder Liebe kann für die Gemeinde tödlich sein. Ist dir aufgefallen, dass Satan hier sehr raffiniert vorgeht? Er stellt sich direkt hinter die lehrmäßig korrekt handelnde Gemeinde. Sie hatten das Richtige getan, und es war ein perfekter Schachzug Satans, sich hinter der gesunden Lehre zu verstecken und nun eine seiner Methoden anzuwenden. Schon oft habe ich gesagt, dass die Gemeinde auf zwei Dingen aufgebaut ist: Auf Liebe und gesunde Lehre. Zu viel gesunde Lehre und nicht genug Liebe ergibt Spaltung. Zu viel Liebe und nicht genug gesunde Lehre ergibt Verwirrung.

Eine weitere Methode Satans gegen Kinder Gottes ist: Er verführt uns zur Sünde. Er mag dein Fleisch dafür gebrauchen, oder die Welt, oder Dämonen, aber er verführt dich zur Sünde. Er ist der Versucher. Weil wir keine Zeit mehr haben, zähle ich nur ganz kurz die in der Bibel genannten Sünden auf, zu denen er uns verführt. Erstens: Er verleitet uns dazu, auf unsere eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Heute Morgen bin ich aufgewacht, nachdem ich schließlich doch kurz eingeschlafen war. Und meine Frau fragte: „Wie sind die Schmerzen?“ Und ich sagte: „Es ist ein bisschen besser. Ich glaube, ich kenne einen der Gründe warum Gott mich letzte Nacht krank werden ließ.“

Eine der Versuchungen, in die ich gerate, ist, auf meine Vorbereitung zu vertrauen und nicht auf den Geist Gottes. Denn ich mache meine Hausaufgaben. Und ich stellte fest: „Gott hat diese Nacht dazu gebraucht, mir bewusst zu machen, dass ich meinen Mund nicht aufmachen könnte, wenn Gott es mir nicht gestattet.“ Satan will auch dich gerne dazu bringen, auf deine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Und weißt du, warum? Weil du selber nicht dazu in der Lage bist, mit ihm umzugehen. Du hast keinerlei Handhabe gegen ihn.

Ein Beispiel finden wir in 1. Chronik 21. Es war eine ziemlich typische Zeit für Israel, mit vielen Kämpfen gegen die Feinde. David wollte natürlich siegreich sein. Lasst uns sehen was passiert: „Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen. Und David sprach zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von Beerscheba an bis nach Dan, und bringt mir Bericht, dass ich ihre Zahl erfahre!“ Er wollte wissen, wie groß das Volk war, und vor allem seine Armee. Und Joab antwortete: „Der Herr füge zu seinem Volk, wie zahlreich es jetzt ist, noch hundertmal mehr hinzu! Aber sind sie nicht, mein Herr und König, alle die Knechte meines Herrn? Warum also verlangt mein Herr so etwas?“ Joab hatte recht damit. Es macht keinen Unterschied, wie viele es sind, wenn alle für Gott arbeiten. Aber es war trotzdem ziemlich kess von ihm, so zu sprechen, schließlich sprach er mit dem König.

Vers 4: „Doch das Wort des Königs blieb fest gegen Joab; so zog Joab aus.“ Und er gehorchte dem König, zog durch ganz Israel und kam nach Jerusalem. Eine Volkszählung ist eine große Aufgabe. Man muss alle zählen. „Und Joab gab David die Zahl des gemusterten Volkes an. Das ganze Israel zählte 1.100.000 Männer, die das Schwert zogen, und Juda 470.000 Männer, die das Schwert zogen.“ Als er diese Zahlen hörte, fühlte sich David gut gerüstet, egal ob viele oder wenige gegen ihn ziehen würden. Doch Vers 7 sagt: „Diese Sache missfiel Gott; darum schlug er Israel.“ Gott sagt: „Mal sehen, wie du das machen willst, David. Wenn du mich nicht brauchst – ich brauche dich auch nicht.“ Gehe kurz zurück zu Vers 1. Wer verleitete David dazu, das Volk zu zählen? Es war der Satan. Satan würde dich sehr gerne dazu bringen, deinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. In Epheser 6,10 sagt Paulus: „Sei stark in dem Herrn und in der Macht deiner Stärke.“ Stimmt das? Nein, da steht: „in der Macht seiner Stärke“. Satan will, dass du deinen eigenen Fähigkeiten vertraust.

Zweitens: Satan führt dich in Versuchung, den Glauben an Gott zu verlieren. Du sollst Gott aufgeben. In Lukas 22,31 geht es um Petrus, den Apostel mit dem vorlauten Mundwerk und den vielen Problemen. Und es heißt: „Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen.“ Weißt du, was sichten oder aussieben ist? Du nimmst einen Korb voll Weizen und wirfst ihn in den Wind. Der Wind bläst die Spreu weg, die Saat fällt herunter, und die Trennung ist vollzogen. Er sagt Petrus, dass Satan versucht, ihn abzutrennen. Er versucht, ihn in den Wind zu werfen und wegzublasen, damit nichts übrigbleibt. Welche Absicht verfolgt Jesus hier? Er sagt: „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Wahrscheinlich hat Satan versucht, Petrus von seinem Glauben abzubringen. Er versuchte mit dem Wind der Widrigkeiten den Glauben von Petrus wegzublasen, so dass dieser kein Vertrauen mehr hatte. „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Eins ist sicher: Wenn Jesus für ihn gebetet hat, dass sein Glaube nicht aufhört, dann hat sein Glaube nicht aufgehört. Satan wollte ihn von Gott trennen. Er wollte ihn aussieben und von seinem Glauben abbringen. Satan will auch dich gerne von deinem Glauben abbringen, damit du aufhörst, Gott zu glauben.

1. Petrus 5,8 führt uns genau dasselbe vor Augen. Dort steht: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben.“ Satan will dich verschlingen, indem er deinen Glauben zerstören will. Deshalb bist du in Epheser 6,16 aufgefordert: „Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.“ Satan will, dass du deinen eigenen Fähigkeiten vertraust. Und er will dich vom Glauben an Gott abbringen.

Und noch etwas: Er will, dass du lügst. Satan liebt es, wenn du Lügen erzählt. In Apostelgeschichte 5,3 tut er das mit Ananias und Saphira. Später schaute Petrus ihnen in die Augen und fragte: „warum hat der Satan dein Herz erfüllt, sodass du den Heiligen Geist belogen hast?“ Satan will, dass du lügst. Es kommt von ihm, wenn du lügst oder die Wahrheit verdrehst. Er ist die Quelle der Lüge. Viertens: Satan will dich zur Unmoral verführen. Und glaube mir, damit ist er sehr bemüht. Er kontrolliert die Medien und benutzt sie dafür. Ein guter Vers zu diesem Thema ist 1. Korinther 7,5. Manchmal kommt es in Seelsorgegesprächen vor, dass ein Mann seine Ehe in Ordnung bringen will. Und wenn ich weiter nachfrage, stellt sich heraus, dass seine Frau sich ihm entzieht, bis er sich geändert hat. Nun frage ich dich: Ist das richtig?

Schau dir 1. Korinther 7,5 an. Das wird uns hier weiterhelfen. „Entzieht euch einander nicht, außer nach Übereinkunft eine Zeit lang, damit ihr euch dem Fasten und dem Gebet widmen könnt; und dann kommt wieder zusammen.“ Wenn ihr es aus diesem Grund tut, ist es in Ordnung. Das machen nicht viele, aber es ist ein guter Grund. Aus allen anderen Gründen sollte man es sein lassen und wieder zusammenkommen. Und dann nennt Paulus den Grund dafür: „Damit euch der Satan nicht versucht wegen eurer mangelnden Selbstbeherrschung.“ Wenn du deinem Partner das antust, verführst du ihn dazu, in diesem Bereich der Begierde die Kontrolle zu verlieren. Verstehst du? Satan möchte die Menschen liebend gerne dazu verleiten, die Kontrolle zu verlieren. Und einer der Bereiche, in denen Satan uns in Versuchung führen will, ist der Bereich der Unmoral.

Als nächstes, will Satan uns dazu verleiten, uns mit der Welt zu beschäftigen. Auf diesen Punkt habe ich schon so oft hingewiesen, dass ihn nur kurz ausführen möchte. In 1. Johannes 2,15 heißt es: „Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.“ Satan will, dass du vom System dieser Welt absorbiert wirst, denn das bedeutet, dass du dich von Gott abgewandt hast.

In 2. Timotheus 4,10 finden wir eine sehr traurige Stelle in der Bibel, die mich immer wieder nachdenklich macht. Hier sagt Paulus: „Denn Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit liebgewonnen hat.“ Satan will dich dazu verleiten, deinen eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, den Glauben an Gott zu verlieren, dich von deinem Glauben zu trennen wie die Spreu vom Weizen, zu lügen, unmoralisch zu sein und dich mit der Welt zu beschäftigen.

Außerdem will er dich dazu verleiten, stolz zu sein. Das ist sein größter Wunsch. Und er tut es auf viele Arten. Ein Beispiel finden wir in 1. Timotheus 3,6. Dort heißt es in Bezug auf die Wahl von Bischöfen oder Pastoren oder Ältesten in der Gemeinde: Wähle keinen Neubekehrten, „damit er nicht aufgeblasen wird und in das Gericht des Teufels fällt.“ Der Teufel liebt es, die Menschen aufzublasen und stolz zu machen, denn wenn sie das tun, werden sie zusammenbrechen. Genau das habe ich in der Gemeinde schon mein ganzes Leben lang erlebt: Neubekehrte, unreife Menschen, denen zu viel Verantwortung übertragen wurde. Der Stolz steigt ihnen zu Kopf, und ihr Sturz ist gewaltig

Die Schrift nennt uns ausdrücklich noch eine andere Sache: Satan liebt es, uns zu entmutigen. Satan liebt es, wenn der Christ die Nase voll hat. In 1. Petrus 5,6 heißt es: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit! Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen!“ Satan wird sich einmischen. Er wird auf deinen Glauben schießen und versuchen, ihn zu zermürben. Er wird Entmutigung in dein Leben bringen. In Vers 7 heißt es: „Nimm all deine Sorge und wirf sie auf Christus.“ Und dann in Vers 10: „Der Gott aller Gnade aber macht dich perfekt, wenn er mit all deinem Leid fertig ist.“ Halte durch, mein Freund. Gott ist in deinem Team. Lass dich nicht entmutigen.

All das sind unterschiedliche Kunstgriffe Satans, durch die er uns angreift. Er greift seine eigenen Kinder an, indem er verhindert, verdreht und politisiert. Er macht uns — Kinder Gottes — fertig, indem er uns dazu bringt, unseren eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, den Glauben an Gott zu verlieren, zu lügen, unmoralisch zu sein, die Welt zu lieben, stolz zu sein und durch geistliche Kämpfe entmutigt zu werden. Auf alle diese Weisen versucht er, den Sieg zu erringen. Aber weißt du was? Wir haben ein großes Versprechen. Hör gut zu: Bei jeder dieser Versuchungen fordert dich Jakobus 4,7 auf, nicht wegzulaufen. Sondern dem Teufel zu widerstehen, denn dann „flieht er von euch“. Lasst uns beten.

Vater, wir erkennen deine Macht und Überlegenheit und deine absolute Souveränität an. Und wir wissen, dass der, der in uns ist, größer ist als der, der in der Welt ist. Wir danken dir für den Sieg, der unser ist in Christus. Vater, wir danken dir, dass dieser Sieg jedem Menschen gehört, der den Namen Jesus Christus nennt. Oh Gott, wir beten heute Abend: Vielleicht gibt es in unserer Mitte eine liebe Seele, die Jesus noch nicht als Herrn bekannt hat. Jemand, der noch in der Macht Satans ist und noch nicht in das Reich Gottes hineingeboren wurde um ein Kind Gottes, ein Erbe, ein Miterbe mit Christus zu sein. Möge das Wunder der neuen Geburt durch den Heiligen Geist vollbracht werden. Oh Herr, bitte lass das heute Abend geschehen. Und Vater, hilf uns, die wir Christen sind, wachsam zu sein. Hilf uns zu erkennen, wie unser Feind vorgeht, damit wir unsere Verteidigung aufbauen, und nicht verwundbar sind. Danke, Vater, dass du uns dieses kostbare Buch geschenkt hast. Danke, dass du es uns erschlossen hast, damit wir nicht nur dich, sondern auch den Feind verstehen. Danke, dass wir dadurch in der Lage sind, dem Beispiel unseres Herrn Jesus Christus zu folgen und den Sieg zu erringen, der bereits errungen wurde. Wir beten in seinem gesegneten Namen.

Amen.

ENDE

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