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Es ist für mich immer etwas Besonderes, an Ostern zu predigen. Nachdem ich in den letzten 23 Jahren an Ostern immer wieder gepredigt habe, stand ich vor der wunderbaren Herausforderung, herauszufinden, was der Herr dieses Jahr durch mich sagen möchte. Also dachte ich nach und stellte mir diese einfache Frage: Was möchte Gott der Vater, dass ich über die Auferstehung sage?

Ich fragte mich nicht so sehr, was die Menschen gerne hören würden oder was ihre Aufmerksamkeit erregen würde. Ich fragte mich auch nicht, an welche Nuance in Bezug auf Ostern sie bisher vielleicht noch nicht gedacht hatten. Stattdessen fragte ich mich, was der Vater wollen würde über die Auferstehung zu sagen? Welche einfache, geradlinige Botschaft über die Auferstehung seines Sohnes könnte ich überbringen, die der Vater selbst hören möchte? Natürlich wurden im Laufe der Jahre viele Bücher, Artikel, Diplomarbeiten und Dissertationen über die Auferstehung geschrieben. Auch gibt es schon viele Vorträge, Predigten und Diskussionen zu diesem Thema.

Dabei befasst sich der größte Teil von ihnen mit der Frage, wie man die Auferstehung beweisen kann, die doch so zentral für den Glauben ist. Die darüber geschriebenen Bücher würden tatsächlich unzählige Bibliotheksregale füllen. Gerade zu dieser Jahreszeit wird oft die Frage gestellt, welchen Beweis gibt es dafür, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: Die Bibel beweist es. Die Bibel als das Wort Gottes beweist die Auferstehung, indem sie sagt, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Damit ist die Sache erledigt. Deshalb möchte ich mich nun einer anderen Frage widmen. Wir müssen die Frage andersherum stellen. Nicht: Welche Beweise gibt es für die Auferstehung? Sondern: Was beweist die Auferstehung? Und die Antwort ist, dass die Auferstehung den gesamten Erlösungsplan beweist. Die Auferstehung ist der Schlüssel zu allem!

Wenn man die Auferstehung Jesu Christi aus dem Christentum entfernt, gibt es kein Christentum mehr. Man reißt ihm buchstäblich das Herz aus dem Leib. Wir nehmen im Glauben an die Heilige Schrift an, dass die Auferstehung geschehen ist. Dieser Glaube wurde uns durch den Heiligen Geist geschenkt, der uns davon überzeugte, dass die Bibel wahr ist. Und weil die Bibel sagt: „Jesus ist von den Toten auferstanden“, ist diese Frage für uns geklärt. Zudem gibt es auf den Seiten der Schrift reichlich überzeugende Beweise dafür. 

Aber es stellt sich nun die Frage: Welche Bedeutung hat die Auferstehung Jesu Christi und was bestätigte sie? Was wurde durch sie erreicht? Durch die Auferstehung wurden mehrere Realitäten unbestreitbar und unanfechtbar bewiesen. Diese sind für die Botschaft der Schrift grundlegend.

Zunächst einmal beweist die Auferstehung die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes. Die Auferstehung beweist die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes. Das dreht den normalen Ansatz einfach um: Normalerweise sagen wir, dass das Wort Gottes die Auferstehung beweist. Aber wir betrachten es heute einmal umgekehrt unter dem Gesichtspunkt, wie die Auferstehung das Wort Gottes beweist.

Schlag bitte deine Bibel in Apostelgeschichte 2 auf. Dort lesen wir von einem großen Tag in der Kirchengeschichte. Es ist Pfingsten, die Geburtsstunde der Gemeinde. Die Gläubigen waren mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt worden. Und nun steht Petrus auf und hält eine große Predigt. Durch diese Predigt werden 3.000 Menschen gerettet. Im Verlauf seiner Predigt zitiert Petrus eine Stelle aus dem Alten Testament, aus Psalm 16. Ab Apostelgeschichte 2,24 spricht er dann über die Auferstehung Christi. Dort heißt es: „Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass er von ihm festgehalten würde.“ Damit sagt er, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, weil der Tod ihn nicht festhalten konnte.

Petrus zitiert dann aus Psalm 16,8 wo David sagt: „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; weil er zu meiner Rechten ist, wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt: auch mein Fleisch wird sicher ruhen, denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich preisgeben und wirst nicht zulassen, dass dein Getreuer die Verwesung sieht. Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!“

Nun könnte man einwerfen, dass David hier ja über sich selbst geschrieben habe. Aber das stimmt nicht. Denn Davids Seele ging in das Totenreich, und sein Körper zerfiel. Und David kehrte auch nicht in seinem physischen Körper ins Leben zurück. Dieser Text kann also ganz und gar nicht von David sprechen.

Genau so legt Petrus diese Schriftstelle in Vers 29 aus: „Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu reden von dem Stammvater David: Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag.“ Petrus bestätigt hier, dass David sich nicht selbst gemeint haben kann. David war dem Tod überlassen worden und befand sich immer noch im Reich der Toten. Sein Grab war immer noch vorhanden und die Menschen kannten sogar dessen Standort. David war nicht ins Leben zurückgekehrt. David konnte sich also nicht selbst meinen.

In Vers 30 geht es weiter: „Da er nun ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid verheißen hatte, dass er aus der Frucht seiner Lenden, dem Fleisch nach, den Christus erwecken werde, damit er auf seinem Thron sitze, hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, dass seine Seele nicht dem Totenreich preisgegeben worden ist und auch sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.“

Petrus sagt damit aus, dass David hier folglich die Auferstehung Jesu Christi vorausgesagt hat. Denn es war Jesus Christus, dessen Fleisch auf Hoffnung ruhen würde, dessen Seele nicht dem Totenreich preisgegeben würde und der als Heiliger niemals die Verwesung sehen würde. Es war Jesus Christus, dem die Wege des Lebens zurückgegeben werden sollten und der voller Freude von Angesicht zu Angesicht in die Gegenwart Gottes zurückkehren würde. David hatte all das nicht erfüllt. Sein Grab befand sich dort drüben in der Nähe von Siloam und war immer noch versiegelt. Doch als Prophet hatte David die Auferstehung des Messias vorausgesagt.

Petrus‘ Argumentation enthält also folgende Logik: Psalm 16 beziehe sich auf die Auferstehung eines Menschen, doch es kann unmöglich David sein. Denn der Messias sollte als der größere Sohn Davids kommen, der aus Davids Lenden stammen würde. Deshalb beziehe sich der Psalm auf den Messias, der von den Toten auferweckt werden würde. Dann schließt Petrus in Vers 32 das Zitat aus Psalm 16 mit seinen eigenen Worten: „Diesen Jesus hat Gott wieder auferweckt“. Demzufolge sagt das Alte Testament in Psalm 16 die Auferstehung des Messias voraus. Wenn nun der Messias nicht aus dem Grab auferstanden wäre, würde uns die Bibel nicht die Wahrheit sagen. Aber die Auferstehung Christi beweist, dass die Bibel die Wahrheit sagt.

In Apostelgeschichte 13 predigt diesmal nicht Petrus, sondern Paulus. Und Paulus verkündet in apostolischer Manier im Einklang mit Petrus ebenfalls die Auferstehung. Denn diese ist das Herzstück des christlichen Glaubens. In Apostelgeschichte 13,29 geht es um das Kreuz und darum, dass Jesus in ein Grab gelegt wurde.

Dann kommt Vers 30, wo Paulus den Juden Jesus Christus verkündigt: „Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt. Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche seine Zeugen sind vor dem Volk. Hier sagt Paulus also, dass sie Zeugen der Auferstehung waren und nun diese gute Nachricht predigen.

Und wir verkündigen euch das Evangelium, dass Gott die den Vätern zuteilgewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte, wie es auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ›Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.‹“

Hier sagt Paulus, dass diese Auferstehung schon den jüdischen Vätern versprochen worden war, d. h. den Heiligen des Alten Testaments. Deshalb spricht Paulus in Vers 34 dann davon, dass der Psalmist vorausgesagt habe, dass Jesus von den Toten auferweckt werden würde: „Dass er ihn aber aus den Toten auferweckte, sodass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so ausgesprochen: ›Ich will euch die heiligen Gnadengüter Davids geben, die zuverlässig sind‹.“ Das ist eine Prophezeiung aus Jesaja 55,3. Dort wird verheißen, dass der Messias nicht vergehen wird, sondern ganz sicher den heiligen Segen erben wird, der David verheißen wurde. Das bezieht sich auf das verheißene Königreich.

Und dann sagt Paulus in Vers 35: „Darum spricht er auch an einer anderen Stelle: ›Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht‹“. Hier geht er wieder auf Psalm 16 ein. „Denn David ist entschlafen, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes gedient hat; und er ist zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen. Der aber, den Gott auferweckte, hat die Verwesung nicht gesehen.“

Hier predigt Paulus also die Auferstehung Jesu Christi auf der Grundlage von drei alttestamentlichen Prophezeiungen. Auf dem Spiel steht folglich die gesamte Heilige Schrift. Denn wenn Jesus nicht auferstanden wäre, dann wäre Psalm 2 falsch, Psalm 16 wäre falsch, Jesaja 55 wäre falsch, genauso wie jede andere alttestamentliche Stelle, die auf die Auferstehung Jesu Christi hinweist. Dann wäre die Bibel nicht immer wahr und man könnte ihr nicht trauen. Denn wer könnte dann noch unterscheiden, wann die Bibel wahr ist und wann nicht? Der Mensch bliebe mit der Heiligen Schrift als einem hoffnungslos verdrehten, verwirrenden, ungenauen und unzureichenden Dokument zurück. Aber weil Jesus von den Toten auferstanden ist, sind die Prophezeiungen wahr und das Wort Gottes wird als Wahrheit bestätigt.

In Apostelgeschichte 26,22 lesen wir: „Aber da mir Hilfe von Gott zuteilwurde, so stehe ich fest bis zu diesem Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Großen und lehre nichts anderes, als was die Propheten und Mose gesagt haben, dass es geschehen werde.“ Schon im Pentateuch hatte Mose vorausgesagt, dass der Christus leiden und als Erster von Vielen von den Toten auferstehen würde. Und genauso sollte er sowohl dem jüdischen Volk als auch den Heiden verkündet werden.

Folglich sehen wir im Gesetz, in den Propheten, in den Psalmen und den Heiligen Schriften, dass der Messias sterben und auferstehen wird. In Bezug auf die Auferstehung Christi steht also die gesamte Heilige Schrift auf dem Spiel. Doch alle diese Prophezeiungen und viele mehr haben sich erfüllt, und das Wort Gottes hat sich als wahr erwiesen.

Bitte schlage nun Johannes 2,19 auf. Hier spricht unser Herr Jesus zu den Juden, die ihn nach einem Zeichen gefragt hatten. Jesus antwortete ihnen: „Ihr wollt ein Zeichen? Ich gebe euch eines. Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ Das ist eine Prophezeiung. Hier spricht Christus Heilige Schrift, die im Johannesevangelium aufgezeichnet ist.

Die Juden antworteten ihm in ihrer Unwissenheit: „In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?“ Sie dachten, dass er von dem physischen Tempel des Herodes spräche. „Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. Als er nun aus den Toten auferstanden war, dachten seine Jünger daran, dass er ihnen dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.“

Sie wussten, dass die Heiligen Schriften eine Auferstehung voraussagten. Ebenso wussten sie, dass Jesus selbst seine Auferstehung vorausgesagt hatte. Als diese dann stattfand, glaubten sie der Schrift. Und so sollte die Auferstehung Jesu Christi auch unseren Glauben und unser Vertrauen in die Wahrhaftigkeit und Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift bekräftigen. Denn die Auferstehung beweist, dass die Heilige Schrift wahr ist.

Lukas 24 beschreibt eine bekannte Szene. Zwei erschöpfte, trauernde Jünger befinden sich auf dem Weg nach Emmaus. Sie glauben, dass ihr Herr für immer gestorben sei; sie wissen nichts von seiner Auferstehung. Alles scheint verloren und sie sind tief betrübt. Doch als Jesus in Lukas 24,25 neben ihnen her geht, sagt er zu ihnen: „O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus“ – der Messias - „dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“

Im Alten Testament findet sich jedes Mal, wenn ein Lamm geopfert wird, das Bild eines toten und auferstandenen Messias. Jedes Mal, wenn ein solches Opfer in der Heiligen Schrift erwähnt wird, bezieht sich das auf den sterbenden Messias. Doch jedes Mal, wenn von der Herrschaft des Messias und seinem Reich die Rede ist, geht es um den lebenden Messias. Darum liegt es auf der Hand, dass derjenige, der stirbt, wieder zum Leben erwachen muss. Davon spricht das Alte Testament überall. Bei der Auferstehung steht die Wahrhaftigkeit der Schrift auf dem Spiel.

In 1. Korinther 15,3 stehen folgende wunderbaren Worte: „Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften“. In anderen Worten „es ist genauso geschehen, wie es im Alten Testament stand und wie Jesus es selbst vorhergesagt hatte und wie alle anderen Autoren des Neuen Testaments es sagten.“

Zweitens beweist die Auferstehung nicht nur, dass Gottes Wort wahrhaftig ist, sondern sie beweist auch die Gottheit des Sohnes Gottes. Die Auferstehung beweist die Gottheit des Sohnes Gottes. In der Tat gibt es keinen größeren Beweis für die göttliche Natur Jesu Christi als seine Auferstehung von den Toten. Das ist das Monumentalste, was er je tat, um zu beweisen, dass er Gott ist. Denn nur Gott kann Leben geben und nur Gott kann den Tod besiegen.

Wenn du dir das Neue Testament anschaust, wirst du eine Vielzahl von Personen finden, die Christus als Gott bezeugen. Dies werden wir bei einigen erwarten, aber bei anderen ist es eher überraschend. So bestätigen zum Beispiel in Markus 5,7 Dämonen die Gottheit Christi. Dort sagte der Dämon: „Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten“. Selbst die Dämonen, diese Handlanger der Hölle, selbst die gefallenen Engel wissen um seine Gottheit. Sie wissen, dass Jesus der Sohn des höchsten Gottes ist.

In Johannes 9 begegnen wir einem Mann, der blind geboren wurde. Er war zur Ehre Gottes krank und Jesus heilte ihn. Jesus fragte ihn in Johannes 9,35: „Glaubst du an den Sohn Gottes? Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es! Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend vor ihm nieder.“ Der Blinde wusste, dass er es mit Gott zu tun hatte, während die übrigen Leute sagten: „von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist“. Ihnen entgegnete der Blinde: „Das ist doch verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat doch meine Augen geöffnet.“

Dann waren da noch die Jünger, die Zeugnis ablegten. Stellvertretend für alle sagte Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“. Thomas nannte ihn: „Mein Herr und mein Gott“. Nathanael sagte: „Du bist der Sohn Gottes“. Matthäus nannte ihn: „Gott mit uns“. Markus sagte: „Er ist Jesus Christus, der Sohn Gottes“ und Lukas: „Er ist der Sohn Gottes“.

Somit bekräftigen die Apostel als Verfasser des Neuen Testaments die Gottheit Christi. Johannes der Täufer war der Cousin Jesu und sagte über ihn: „Ich habe gesehen und bezeuge, dass dies der Sohn Gottes ist.“ Martha, die Schwester Marias, sagte in Johannes 11,27: „Ja, Herr! Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“ Ein römischer Soldat bezeugte bei der Kreuzigung Christi: „Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!“ Und auch Christus selbst machte wiederholt solche Aussagen. Er sagte beispielsweise: „Wenn ihr mich gesehen habt, habt ihr den Vater gesehen. Ich und der Vater sind eins.“

All diese Personen bezeugen die Gottheit Christi. Aber keines dieser Zeugnisse ist so gewichtig wie das von einer gewissen anderen Person. Schau dir Römer 1,1 an. Dort werden wir mit der Formulierung „das Evangelium Gottes“ bekannt gemacht. In Vers 2 heißt es, Gott habe es „durch seine Propheten“ verheißen. Vers 3 sagt, es sei das Evangelium Gottes „über seinen Sohn“. In Vers 4 heißt es dann, es sei das Evangelium Gottes von seinem Sohn, „der erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten“.

Ein anderes Mal sprach der Vater vom Himmel her und sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Das war ein mächtiges Wort Gottes, aber ein noch stärkeres Wort Gottes war, dass er ihn von den Toten auferweckte. Hier sagte Gott im Grunde genommen: „Dies ist mein geliebter Sohn. Dadurch, dass er von den Toten auferweckt wurde, ist es bewiesen, dass er mein Sohn ist. Deshalb sollt ihr auf jeden Fall auf ihn hören.“ Römer 1,4 ist das Zeugnis von Gott, dem Vater selbst. Er ist der höchste Zeuge.

In Apostelgeschichte 13,30 heißt es: „Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt“. Dies tat er, um Christi Gottheit zu bezeugen. Auch in Römer 6,4 heißt es, dass „Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist“. Es war der Wille des Vaters, dass er von den Toten auferweckt würde. Deshalb erweckte er Christus von den Toten durch seine Herrlichkeit, seine Macht, seine Eigenschaften und sein Wesen.

In Epheser 1,19 ist von der „überwältigenden Größe seiner Kraftwirkung“ die Rede. Vers 20 beschreibt, wie großartig diese ist: Es ist die Macht, die er hat „wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte“. Gott ist derjenige, der Christus auferweckt hat, und indem er das tat, bezeugte er dessen Gottheit. Jesus wurde in seiner Auferstehung zugleich Herr und Christus. Dies sagt Petrus in Apostelgeschichte 2,36: Die Auferstehung zeige, dass Jesus sowohl Herr als auch Christus ist.

Die Auferstehung beweist also nicht nur, dass Jesus Christus in die Welt kam, um Sünder zu retten, sondern beweist weiter auch, dass er Gott war. Römer 4,25 ist vielleicht der wunderbarste und kraftvollste Vers im Hinblick auf die Anwendung seiner Auferstehung. Damit kommen wir zum dritten Punkt. Der erste Punkt war, dass die Auferstehung die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes beweist. Der zweite Punkt: Seine Auferstehung beweist die Gottheit des Gottessohnes. Drittens: Seine Auferstehung beweist die Vollendung von Gottes Heil. Die Auferstehung Jesu beweist die Vollendung von Gottes Heil.

Römer 4,25 gibt uns eine wunderbare Wahrheit, auf die wir unser Leben aufbauen. Er wurde „um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt“. Damit Gott uns rechtfertigen und für gerecht erklären kann, musste er Jesus von den Toten auferwecken. Wenn geschrieben steht: „Sein Name soll Jesus heißen, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen“, dann war genau das Gottes Absicht. Aber um dies zu erreichen, musste er Christus von den Toten auferwecken.

Das war ein unverzichtbarer Beweis für die Vollendung und die Wirksamkeit seines Todes. Auf diese Weise sagte der Vater: „Dein Tod hat seinen Zweck erfüllt“. Indem Gott Christus von den Toten auferweckte, bestätigte er, dass das, was jener am Kreuz getan hatte, Gottes heiliger Gerechtigkeit genügte. Wenn Christus nicht auferstanden wäre, dann wäre er nur der „Superstar Jesus“. Sein Tod wäre der eines gewöhnlichen Menschen und hätte keinen rettenden Wert. Aber er ist von den Toten auferstanden, weil er vom Vater auferweckt wurde zu unserer Rechtfertigung. Er wurde auferweckt, damit wir vor Gott gerecht werden, damit wir vor Gott ohne Sünde sind, damit unsere Sünde abgetan und vergeben wird.

Gott bestätigte dadurch, dass er Christus auferweckte „Ich habe das Opfer angenommen“. Römer 4,25 zeigt uns noch mehr Details. Von der Auferstehung hängen viele wesentliche Merkmale unserer Erlösung ab. Erstens: Vor Gott gerechtfertigt zu sein bedeutet, dass wir das ewige Leben erhalten. Und das Geschenk des ewigen Lebens ist wiederum von der Auferstehung abhängig. So heißt es: Wie in Adam alle gestorben sind, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Oder: Weil ich lebe, sollt auch ihr leben. Mit anderen Worten hat er uns durch seinen Tod und seine Auferstehung das ewige Leben geschenkt. Andererseits, wenn er nicht auferstanden wäre, hätte das gezeigt, dass er den Tod nicht besiegen konnte.

Denn wäre er nie auferstanden, würde er nicht mehr leben. Wenn er nicht leben würde, könnte er uns kein Leben schenken. Aber er ist auferstanden, so wie er in Johannes 11,25 gesagt hatte: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“. Das ewige Leben ist also von der Auferstehung abhängig. Dies ist ein Bestandteil dessen, wie Gott sein Heil vollendet.

Zweitens musste Jesus auferstehen, damit der Heilige Geist herabkommen konnte. Wäre Jesus nicht aus dem Grab auferstanden, wäre er nie zum Vater aufgestiegen. Wäre er nicht zum Vater aufgestiegen, hätte er niemals den Heiligen Geist gesandt. Er selbst sagte, dass er den Heiligen Geist nicht senden könne, bevor er nicht zum Vater zurückgekehrt sei.

In Johannes 16,7 heißt es: „Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht“. Und weiter heißt es: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten.“ Wenn er kommt, wird er dir alle Dinge in Erinnerung rufen. Wenn er kommt, wird er dich in den Leib Christi aufnehmen. Wenn er kommt, wird er die Garantie für dein ewiges Leben sein. Wenn er kommt, wird er sich in dir niederlassen, und du wirst sein Tempel sein. Wenn er kommt, wird er dich zum Dienst befähigen. Wenn er kommt, wird er dich führen. Wenn er kommt, wird er dich in Gottes Wort unterweisen.

Er wird die Salbung sein, die dich lehrt, so dass du keinen menschlichen Lehrer brauchst. Das gesamte Wirken des Heiligen Geistes ist von der Auferstehung Christi abhängig. Wenn dieser nicht auferstanden wäre, hätte er nicht in den Himmel auffahren können. Und wenn er nicht in den Himmel aufgefahren wäre, hätte er den Geist nicht senden können. Ohne Auferstehung gäbe es keine Himmelfahrt, ohne Himmelfahrt keinen Heiligen Geist und ohne Heiligen Geist keine Gemeinde.

Deshalb ist das Herz des Christentums die Auferstehung. Die Auferstehung ist die Vollendung des Erlösungswerkes Gottes. Er musste auferstehen, um uns das ewige Leben zu geben. Er musste das Leben haben, um es zu geben. Er musste auferstehen, um zum Vater zurückzukehren und uns den Heiligen Geist zu senden.

Drittens musste er auferstehen, um unsere Sünden zu vergeben. Wäre er nicht von den Toten auferstanden, dann wüssten wir, dass der Vater mit seinem Opfer nicht zufrieden gewesen wäre. Wenn sein Opfer nicht wirksam gewesen wäre, dann hätte es unsere Sünden nicht gesühnt. Dann hätte der Vater ihn nicht erhöht und in die Herrlichkeit aufgenommen, weil er nicht das getan hätte, was er tun sollte.

Wenn aber Jesus von den Toten auferstanden ist und nun zur Rechten des Thrones Gottes sitzt, dann hat Gott damit bestätigt, dass Jesus unsere Erlösung vollkommen vollbracht hat. Und dann gibt es Vergebung der Sünden. Dann ist es vollbracht. Dann hat derjenige, der mit der ausdrücklichen Absicht gekommen war, zu sterben, um Tod und Sünde zu besiegen, seine Aufgabe erfüllt. 

 

Hebräer 2 sagt, dass er in jeder Hinsicht seinen Brüdern ähnlich geworden war, „damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester in Sachen Gottes würde“, um die Sünden seines Volkes zu sühnen. Später heißt es im Hebräerbrief, dass er die, die durch sein Opfer geheiligt werden, für immer vollendet hat. Dass sein Opfer wirkt und unsere Sünden vollständig bedeckt, hat Gott in der Auferstehung bestätigt.

Viertens musste Jesus von den Toten auferstehen, um zur Rechten Gottes für uns eintreten zu können. Seine Auferstehung ist untrennbar damit verbunden, dass er für uns Fürbitte tut. Er tritt mit seinen Bitten vor dem Thron der Gnade für die schwachen und versuchten Christen ein. Johannes sagt in 1. Johannes 2,1-2: Wir haben „einen Fürsprecher beim Vater“, der immer für uns eintritt. Und in Hebräer 4 und 7 heißt es, dass wir einen barmherzigen, treuen Hohenpriester haben, der in allen Stücken versucht wurde wie wir, aber ohne Sünde ist, und der ewig lebt, um für uns einzutreten.

Er ist immer zur rechten Hand Gottes. Satan ist da und klagt uns an. Doch Christus ist da, um uns zu verteidigen. Er ist unser Anwalt, unser Fürsprecher, unser Verteidiger. Wenn er nicht auferstanden wäre, wäre er nicht aufgefahren, und wenn er nicht aufgefahren wäre, dann hätten wir dort keinen Verteidiger. Wir hätten dort niemanden, der unseren Fall verträte. Wir hätten auch nicht den Heiligen Geist in uns, der mit unaussprechlichem Seufzen für uns eintritt, weil Jesus den Geist nicht hätte senden können. Wir hätten niemanden, der für uns eintritt.

Die Auferstehung ist also nicht nur für die Vergebung der Sünden notwendig, sondern auch für die ständige Fürbitte, damit wir niemals über unsere Kräfte hinaus versucht werden und es somit immer einen Ausweg gibt.

Fünftens: Die Auferstehung ist entscheidend für die Verleihung der Geistesgaben. Damit sind die göttlichen Fähigkeiten gemeint, die der Geist Gottes jedem Christen gibt, damit wir Gott dienen können. In Epheser 4,11 heißt es, dass Christus aufgestiegen ist, und nachdem er aufgestiegen war, hat er „etliche als Apostel gegeben, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus“.

Jesus kehrte in den Himmel zurück und begann dann, durch begabte Männer und geistliche Gaben zu wirken, um seine Gemeinde stark zu machen. In Vers 7 heißt es: „Jedem Einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus“. Diese Gaben schenkte er uns, nachdem er in die Höhe gefahren und ein Heer von Gefangenen weggeführt hatte. Jesus, der von den Toten auferstanden war, fuhr in den Himmel auf und sendet nun geistliche Gaben herab, damit von ihm begabte Menschen Gott dienen können. Und all das beruht auf seiner Auferstehung. Ohne die Auferstehung wäre er nicht aufgefahren und hätte weder Gaben, noch den Geist gesendet.

Sechstens: Die Auferstehung verleiht geistliche Kraft. Jesus sagte in Matthäus 28,18: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.“ In Apostelgeschichte 1,8 sagt er: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist“. Und in Epheser 1 und 3 heißt es, dass er Gläubigen den Geist sendet, der uns befähigen wird, alles zu tun, was wir erbitten oder denken können, nach der Kraft, die in uns wirkt. Das ist dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat. Somit sendet uns Jesus Christus also die befähigende Kraft und Autorität des Geistes Gottes.

Die siebte Komponente der Auferstehung Christi in Bezug auf Gottes Heil ist, dass er eine neue Position hat, von der aus er uns segnet. In Epheser 1,3 heißt es nämlich, dass wir gesegnet sind „mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Christus“. Christus ist im Himmel, und weil er dort ist, schüttet er allen geistlichen Segen über uns aus. In Epheser 2,7 heißt es, dass er für immer den „überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte“ über uns ausschütten wird. Das ist ein unfassbar großer Segen.

Gottes Heil verlangte ewiges Leben, das Kommen des Geistes, die Vergebung der Sünden, ständige Fürbitte, die Verleihung geistlicher Gaben, Gewährung geistlicher Kraft und die Ausgießung ewigen Segens. All das hängt von der Auferstehung ab. Wenn Christus nicht auferstanden wäre, würde nichts von alledem geschehen.

Die Frage ist also nicht, ob man die Auferstehung beweisen kann. Sondern die Frage ist, was die Auferstehung beweist. Sie beweist, dass das Wort Gottes wahr ist. Sie beweist, dass der Sohn Gottes eine Gottheit ist. Sie beweist, dass Gottes Heil und seine Erlösung vollständig sind.

Viertens beweist die Auferstehung, dass die Gemeinde Gottes gegründet wurde. Unser Herr sagte in Matthäus 16,18, dass er seine Gemeinde bauen würde. „Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“ Der jüdische Ausdruck „Pforten des Totenreiches“ bedeutet Tod. Jesus sagte damit eigentlich: „Ich werde meine Gemeinde bauen, und der Tod wird sie nicht aufhalten, weder dein Tod, noch meiner. Ich werde sterben, aber ich werde auferstehen. Der Tod wird mich nicht davon abhalten, meine Gemeinde zu bauen“.

In Epheser 1,20 heißt es, dass er Christus „aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der Zukünftigen; und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“.

Als er auferstand, nahm er seinen Platz ein und wurde das Haupt der Gemeinde. Somit ist die Auferstehung eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung der Gemeinde. Wenn es keine Auferstehung gäbe, gäbe es gar keine Gemeinde. Und wer sagt, er gehöre einer Gemeinde an, die nicht an die Auferstehung glaubt, derjenige gehört keiner Gemeinde an, weil es keine gibt. Denn die wahre Gemeinde besteht aus denen, die durch die Auferstehung Jesu Christi zum Leben erweckt worden sind.

Johannes Calvin schrieb: „Dies ist die höchste Ehre der Gemeinde, dass der Sohn Gottes sich in gewissem Maße für unvollkommen hält, solange er nicht mit uns vereint ist. Es gibt uns keinen Trost, aber wir müssen begreifen, dass er sich erst als vollständig ansieht und auch so angesehen werden will, wenn er uns in seiner Gegenwart hat.“

Das bedeutet, dass der Messias selbst ohne seinen Leib nicht vollständig ist. Er ist ein Kopf ohne Körper. Die Gemeinde ist seine Vollendung. Und diese Gemeinde wurde aufgrund der Auferstehung geboren. Durch die Auferstehung wurden die Apostel von verstreuten, ängstlichen, ungläubigen Zweiflern und Feiglingen zu Aposteln, die die Welt verändert haben. Die kleine Gruppe von Jüngern, die verleumdet und verfolgt wurde, wuchs und erfüllte Jerusalem mit ihrer Lehre und stellte bald die ganze Welt auf den Kopf. Aus den Juden, die sich jahrhundertelang am Sabbat trafen, wurden plötzlich Christen, die sich am Sonntag trafen. Nun war nicht mehr der Sabbat der Tag des Herrn, sondern der Sonntag, denn Jesus war auferstanden. Und die Gemeinde marschiert seither in der Kraft ihres auferstandenen Christus triumphierend durch alle Zeiten hindurch.

Bill Gaither schrieb: „Gott besaß immer ein Volk. So mancher törichte Eroberer beging den Fehler, zu glauben, dass er die Stimme der Gemeinde Jesu Christi zum Schweigen gebracht und ihr Leben ausgelöscht habe, weil er selbst sie aus den Augen verloren hatte. Aber Gott besaß immer ein Volk. Die kraftvolle Strömung eines reißenden Flusses wird nicht dadurch gemindert, dass sie unterirdisch fließt. Das reinste Wasser führt der Bach, der kristallklar ins Sonnenlicht bricht, nachdem er sich durch festen Felsen gekämpft hat.

Es gab Scharlatane, die wie der Zauberer Simon versuchten, die Macht, die man weder kaufen noch verkaufen kann, auf dem freien Markt zu tauschen. Gott besaß immer ein Volk. Es bestand aus Männern und Frauen, die nicht käuflich waren. Gott besaß immer ein Volk. Seine Gemeinde wurde falsch dargestellt, verspottet und verhöhnt. Diese Nachfolger Jesu Christi wurden an den Rand des Grabes gebracht, den Launen der Zeit unterworfen, zu heiligen Führern erhoben und als Ketzer gemartert. Und doch marschiert durch alle Widrigkeiten hindurch die mächtige Armee der Sanftmütigen, Gottes auserwähltes Volk, das sich nicht kaufen, ermorden, martern oder ruhig stellen lässt.

Die Gemeinde, Gottes Gemeinde marschiert durch die Jahrhunderte, triumphierend, lebendig und gut. Und sie lebt trotz ständiger Angriffe, Korruption und Fälschungen noch heute. Sie lebt, weil sie von der Kraft der Auferstehung getragen wird.“ Die Auferstehung beweist also die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes, die Gottheit des Sohnes Gottes, die Vollendung des Heils Gottes, sowie die Gründung der Gemeinde Gottes.

Fünftens beweist die Auferstehung traurigerweise, dass Gottes Gericht unvermeidbar ist. Die Auferstehung beweist, dass Gottes Gericht unvermeidbar ist. Als unser Herr das erste Mal in die Welt kam, wurde er verspottet, verhöhnt und gehasst. Er war ein Mann der Schmerzen, mit Leid vertraut und er wurde tief gedemütigt. Trotzdem ließ er es zu, dass man ihn so schrecklich behandelte. Die Leute behaupteten, er käme aus der Hölle. Sie schlugen ihn, spuckten ihn an, drückten ihm eine Dornenkrone ins Haupt, trieben Nägel durch seine Hände und Füße, rammten ihm einen Speer in die Seite und stellten ihn nackt zur Schau zum Gespött der Leute. Aber das war nicht das Letzte, was die Welt von Jesus sehen würde.

Er ist von den Toten auferstanden, um ihr Richter zu sein. Sie hatten ihn wie einen Verbrecher hingerichtet. Aber er würde zurückkommen, doch diesmal als ihr Richter. In Johannes 8 macht Jesus eine gewaltige Aussage: In Vers 26 sagt er zu den Juden, die ihn verworfen hatten: „Ich habe vieles über euch zu reden und zu richten“. Damit teilte er ihnen mit, dass die Sache noch nicht ausgestanden war. Bereits in Vers 21 hatte er zu ihnen gesagt: „Weil ihr mich nicht kennt, werdet ihr in euren Sünden sterben, und wohin ich gehe, könnt ihr nicht kommen.“ Und nun sagt er: „Ich habe euch noch mehr zu sagen und über euch zu richten.“

In Johannes 5,22 spricht er ganz spezifisch über dieses Gericht und sagt, dass „das ganze Gericht dem Sohn übergeben“ ist. Gott machte ihn zum Richter und übergab ihm das ganze Gericht. In Vers 21 sagt er: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.“ In Vers 25 heißt es: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten.“

Vers 28 sagt, wie dieses Gericht aussehen wird. „Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen; die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht“. Christus wird zurückkehren, aber dieses Mal als gerechter Richter, als Preisrichter, als Urteilsverkündiger und Urteilsvollstrecker.

Das bezeugte Gott. Er wurde als Krimineller getötet und wird als auferstandener Richter zurückkehren. In Apostelgeschichte 10,40 heißt es: „Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn offenbar werden lassen, nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten.“

Warum er den Aposteln erschienen ist, beschreibt Vers 42: „Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkündigen und zu bezeugen, dass Er der von Gott bestimmte Richter der Lebendigen und der Toten ist.“ Er wird wiederkommen, aber als ein von Gott eingesetzter Richter. In Apostelgeschichte 17,30 predigt Paulus in Athen auf dem Areopag, und sagt, dass Gott über die Zeiten der Unwissenheit geduldig hinweggesehen hat, „jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte …“ wie wurde er beglaubigt? „…indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.“

Paulus sagt, dass der Beweis, dass Christus dieser Mensch war, darin liegt, dass Gott ihn aus den Toten auferweckte und ihn durch die Auferstehung zum Richter ernannte. Du siehst also, dass die Auferstehung Christi uns viele weitreichende Ergebnisse erschließt. Christus ist nicht nur für die Rechtfertigung der Gläubigen auferstanden, sondern auch für die Verdammnis derer, die nicht glauben. Der Vater bestätigte ihn als Retter, Sohn und Richter durch seine Auferstehung von den Toten.

In Römer 14,9 heißt es: „Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei.“ Und im nächsten Vers heißt es: „Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen“. Er ist nicht nur der Richter der Ungläubigen, sondern auch der der Gläubigen. In 2. Korinther 5,10 sagt Paulus noch einmal, dass wir alle „vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden“. Und er wird da sein, um unsere Werke zu prüfen, um zu sehen, ob sie Holz, Heu und Stroh sind oder Gold, Silber und Edelsteine.

Der von den Toten auferstandene Herr Jesus Christus beweist demnach die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes, die Gottheit des Sohnes Gottes, die Vollendung des Heils Gottes, die Erbauung der Gemeinde Gottes, die Unvermeidlichkeit des Gerichts Gottes und der letzte Punkt: die ewige Seligkeit des Volkes Gottes.

Seine Auferstehung garantiert uns den ewigen Himmel. Jesus spricht in Johannes 14,1 diese vertrauten, wunderbaren Worte: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

Genau hier sagt Jesus seine Auferstehung voraus. Auf dem Weg zum Tod sagt er: „Ich gehe durch den Tod hindurch in das Haus des Vaters, um einen Platz für euch vorzubereiten, und ich werde zurückkommen, um euch zu holen.“ Wenn es keine Auferstehung gäbe, gäbe es auch keinen Platz, der für uns vorbereitet ist. Wenn kein Platz für uns vorbereitet wird, dann gibt es auch keinen Himmel für uns. Alles hängt von der Auferstehung ab.

Ich wiederhole das, was ich eingangs sagte. Die eigentliche Frage ist nicht, ob man die Auferstehung beweisen kann. Die eigentliche Frage ist: Was beweist die Auferstehung? Nimmt man die Auferstehung heraus, so hat man die Seele des christlichen Glaubens herausgeschnitten, und übrig bleibt ein Nichtchristentum ohne Auferstehung. Der gesamte Erlösungsplan Gottes hängt von dieser wichtigen Realität ab. Dies bringt uns wirklich auf den Boden der Tatsachen zurück, nämlich dass der gesamte Erlösungsplan Gottes, der durch die Auferstehung Jesu Christi vollständig vollendet wurde, für dich entweder den Himmel oder die Hölle bedeutet.

Er wird entweder zurückkommen, um dich an den Ort zu bringen, den er für dich vorbereitet hat. Oder er wird zurückkommen, um dich an den Ort zu schicken, den er für den Teufel und seine Dämonen vorbereitet hat. Er wird wiederkommen, um dich entweder in seinen Himmel zu holen oder dich in die Hölle zu schicken, für immer … weit entfernt von seiner Gegenwart. Er wird wiederkommen, um ewigen Segen oder ewige Strafe über dir auszuschütten.

Du wirst eines Tages von den Toten auferstehen, entweder zur Auferstehung des Lebens in seiner Gegenwart oder zur Auferstehung der Verdammnis weit entfernt von seiner Gegenwart. Alle Wahrheiten des Evangeliums hängen von seiner Auferstehung ab, und deine Ewigkeit steht auf dem Spiel. Du kannst wählen. Eigentlich ist es keine große Frage was du wählen solltest, denn es geht um Himmel, Vergebung, Glückseligkeit, Freude, Erfüllung in Seiner Gegenwart oder Verdammnis, Strafe, Hölle, für immer außerhalb Seiner Gegenwart. Aber das ist die Entscheidung, die du treffen musst.

Heute ist der Auferstehungstag. Der Tag, an dem wir die Auferstehung Christi feiern, und der Tag, an dem wir deine Auferstehung in Christus feiern sollten. Lasst uns gemeinsam beten.

Unser Vater, wir sind uns am Ende dieses Gottesdienstes der Tatsache bewusst, dass dies nicht nur eine Botschaft ist. Es ist ein Befehl: Glaube an den Herrn Jesus Christus und du wirst gerettet werden. Das Evangelium ist ein Gebot. Als der Vater sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören“, war das ein Befehl. Und entweder wir gehorchen diesem Befehl und bekennen uns zu Christus, schenken ihm unser Leben und bitten ihn, uns von unseren Sünden zu erlösen und uns in den Himmel zu bringen, oder wir lehnen ihn ab, sind ungehorsam und werden einen Platz bei den Verdammten und Bösen erhalten.

Vater, ich bete, dass dein Heiliger Geist in jedem Leben, in jedem Herzen, in jedem Verstand wirkt, damit sich niemand der Wahrheit dieser Botschaft entziehen kann. Dies ist nicht etwas, das man einfach ignorieren kann oder mit Gleichgültigkeit behandeln kann. Das ewige Schicksal dreht sich um die Frage: Will ich mein Leben demjenigen anvertrauen, der auferstanden ist, um mein Retter zu sein, oder will ich ihn ablehnen und mich ihm als meinem Richter stellen?

Herr, ich bete, dass heute, wenn die Auferstehung gepredigt wird, überall auf der Welt der Himmel jubelt, weil viele vom Tod zum Leben, von der Finsternis zum Licht, von der Hölle zum Himmel, von der Verzweiflung zur Hoffnung und von der Sünde zur Gerechtigkeit geführt werden. Wirke dein Werk in jedem Herzen. Tue dies um der Ehre Christi willen, Amen.

 

ENDE

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