Wenn du heute früh hier warst, hast du sicherlich mitbekommen, dass ich heute Abend mit einer neuen Serie starte. Und zwar eine Serie über die Anfänge. An dieser Serie habe ich schon lange gearbeitet. Und ich bin mir nicht sicher, wie lange diese Serie gehen wird. Ich plane, mir etwas mehr Zeit für die Einführung zu nehmen, und dann beginnen wir direkt mit 1. Mose 1,1. Wir werden den gesamten Schöpfungsbericht Vers für Vers, Satz für Satz durchgehen und den Herrn seine Bedeutung für uns entfalten lassen.
Ich möchte nun mit eurer Erlaubnis mit einigen Ausschlussklauseln beginnen, mit ein paar Dingen, die ihr im Hinterkopf behalten müsst. Zunächst einmal bin ich kein Wissenschaftler. Ich erhebe nicht den Anspruch, ein Wissenschaftler zu sein. Jeder Lehrer, der mir früher Naturwissenschaften beigebracht hat, kann das bezeugen. Ich bin Theologe, ich bin Bibellehrer, ich bin Teilzeit-Philosoph, aber ich bin kein Wissenschaftler. Wenn es also um wissenschaftliche Fragen geht, muss ich mich im Grunde an jemand anderen wenden und ihm als Autorität vertrauen, wo ich selber keine Autorität bin. Es handelt sich bei dieser Predigtreihe nicht um eine wissenschaftliche Studie; das ist auch gar nicht unsere Absicht. Aber es wird ein Studium der Heiligen Schrift sein, ein Studium der Theologie mit einer kleinen Prise Vernunft.
Zweitens: Ich werde heute Abend nicht alle Fragen beantworten. Ich bin mir bewusst, dass das, was ich heute Abend nicht sage, Fragen aufwerfen wird. Auf diese Fragen werde ich eingehen, wenn wir durch den Text der Heiligen Schrift durchgehen. Ich werde mich mit Themen wie der theistischen Evolution befassen, ebenso mit der Theorie des Alters bzw. der Dauer der Schöpfungstage und Standpunkten wie dem progressiven Kreationismus. Aber es wird uns heute Abend nicht möglich sein, all das zu behandeln. Ich bin wirklich davon überzeugt, dass die Antworten auf deine Fragen über die Anfänge in erster Linie im Text der Heiligen Schrift zu finden sind. Themen wie progressiver Kreationismus und theistische Evolution werden eigentlich durch den Text selbst beantwortet. Und so werden wir uns auf den Weg durch den Text der ersten beiden Kapitel des 1. Buches Mose machen. Und während wir das tun, erhalten wir die großartigen Antworten auf Fragen, die sich in Bezug auf die Anfänge stellen.
Aber heute Abend möchte ich zunächst auf die Theorie der Evolution eingehen, um dir ein Bild vor Augen zu malen, worum es in der Auseinandersetzung geht. Das ist für jeden von uns von entscheidender Bedeutung, aber vor allem für Studenten. Wenn du nicht an einer bekennenden christlichen Schule bist, wird dir Evolution indoktriniert und eingeflößt, als ob sie eine Tatsache wäre. Und du wirst feststellen, dass das, was ich dir sagen werde, im Widerspruch zu fast allem steht, was du in deiner Junior High School, deinem Gymnasium, deinem College oder deiner Universität hörst. Wir schaffen heute Abend die Voraussetzung für diesen Gegensatz, und befassen uns dann mit dem Text der Heiligen Schrift. Dort werden wir sehen, wie die Heilige Schrift selbst die populäre Evolutionstheorie anspricht.
Das ist auch deshalb für uns alle wichtig, weil das Verständnis der Anfänge im 1. Buch Mose die Grundlage für den Rest der Bibel bildet. Wenn uns die ersten beiden Kapitel von 1. Mose nicht die Wahrheit sagen, warum sollten wir dann irgendetwas anderes glauben, das in der Bibel steht? Wenn es im Neuen Testament heißt, dass der Schöpfer unser Erlöser ist, aber wenn Gott nicht der Schöpfer ist, dann ist er vielleicht auch nicht der Erlöser. Wenn uns in 2. Petrus gesagt wird, dass Gott selbst in einem Augenblick die Auflösung des gesamten bekannten Universums herbeiführen wird und dass er in einem Moment alles Geschaffene ungeschaffen machen wird, dann hat das enorme Bedeutung für seine Schöpfungsmacht. Derselbe, der mit einem Wort das Universum ungeschaffen machen kann, ist ebenso in der Lage, es so schnell zu erschaffen, wie er es wünscht.
Was wir also über die Schöpfung und den Schöpfungsbericht glauben, hat Auswirkungen bis zum Ende der Schrift. Es hat Auswirkungen im Hinblick auf die Wahrhaftigkeit und den Wahrheitsgehalt der Schrift, Auswirkungen auf das Evangelium und Auswirkungen auf das Ende der menschlichen Geschichte. Alles hängt damit zusammen, wie wir die Anfänge im 1. Buch Mose verstehen. Die Frage nach dem Anfang ist also für das gesamte menschliche Denken absolut entscheidend. Dies entscheidet darüber, wie wir unser Leben als Menschen führen. Ohne ein Verständnis der Anfänge, ohne ein richtiges Verständnis der Anfänge, gibt es keine Möglichkeit, uns als Menschen selbst zu verstehen. Dann wäre es unmöglich die Menschheit, den Zweck unserer Existenz und unsere Bestimmung zu verstehen. Wenn wir nicht glauben können, was der Schöpfungsbericht über die Anfänge sagt, sind wir verloren, was unsere Bestimmung und unser Dasein angeht. Die Frage, ob diese Welt und das Leben, wie wir es kennen, zufällig und ohne Ursache entstanden sind oder von Gott geschaffen wurden, hat immense und umfassende Auswirkungen auf das gesamte menschliche Leben.
Nun gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder glauben, was in 1. Mose steht, oder nicht. Und das ist keine übertriebene Vereinfachung. Offen gesagt ist der Glaube an einen übernatürlichen, Schöpfer-Gott, der alles geschaffen hat, die einzig mögliche rationale Erklärung für das Universum, das Leben, den Sinn und unsere Bestimmung. Im Gegensatz zu der weitverbreiteten Theorie Niemand x Nichts = Alles finden wir in der Bibel in 1. Mose 1, Vers 1 die göttliche Gleichung: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“
Ich weiß nicht, wie man das noch einfacher und direkter sagen könnte. Entweder du glaubst, dass Gott den Himmel und die Erde erschaffen hat, oder du glaubst es nicht. Das sind wirklich die einzig beiden Möglichkeiten, die man hat. Und wenn du glaubst, dass Gott den Himmel und die Erde erschaffen hat, dann bleibt dir nur dieser Bericht über die Schöpfung, nämlich 1. Mose 1. Und dann bist du verpflichtet, den Text von 1. Mose 1 als die einzige angemessene und genaue Beschreibung dieses schöpferischen Aktes zu akzeptieren.
Ich sage das noch einmal: Du hast nur zwei Möglichkeiten. Entweder du glaubst 1. Mose oder nicht. Entweder glaubst du an den Schöpfungsbericht, dass Gott Himmel und Erde erschaffen hat, oder du glaubst, dass sie sich irgendwie aus einem Zufall heraus entwickelt haben. Schauen wir uns nur kurz die Beschreibung in 1. Mose 1, Vers 1 an, denn die Worte in diesem ersten Vers sind recht bemerkenswert. Sie sind ein Hinweis auf die unglaubliche Fähigkeit Gottes. Gott sagt in diesem ersten Vers alles, was man über die Schöpfung hätte sagen können, und er sagt es mit so wenigen Worten. Die Aussage ist präzise und prägnant, fast jenseits menschlicher Fähigkeit, so etwas zu formulieren.
Ein bekannter, hochdekorierter Wissenschaftler namens Herbert Spencer starb im Jahr 1903. In seiner wissenschaftlichen Laufbahn war er für eine große Entdeckung bekannt geworden, mit der er einen grundsätzlichen Beitrag zum Verständnis der Kategorien leistete. Er entdeckte, dass sich die gesamte Realität, die gesamte Wirklichkeit, alles, was im Universum existiert, in fünf Kategorien einteilen lässt: Zeit, Kraft, Handlung, Raum und Materie. Herbert Spencer erklärte, dass alles, was existiert, in einer der folgenden Kategorien existiert: Zeit, Kraft, Handlung, Raum und Materie. Außerhalb dieser Kategorien existiert nichts. Das war eine sehr kluge Entdeckung, und sie wurde erst im neunzehnten Jahrhundert gemacht. Es lohnt sich darüber weiter nachzudenken. Spencer listete sie sogar in dieser Reihenfolge auf: Zeit, Kraft, Handlung, Raum und Materie. Das ist eine logische Abfolge. Und mit diesem Gedanken im Kopf, wollen wir noch einmal 1. Mose 1,1 lesen: „Im Anfang“, das ist die Zeit. „Gott“, das ist Kraft. „schuf“, das ist Handlung. „die Himmel“, das ist der Weltraum. „und die Erde“, das ist Materie. Im ersten Vers der Bibel sagt Gott klar und deutlich, was der Mensch bis zum neunzehnten Jahrhundert nicht katalogisiert hatte. Alles, was über alles, was es gibt, gesagt werden könnte, wird in diesem ersten Vers gesagt. Entweder du glaubst das oder nicht. Entweder glaubst du, dass dieser Vers stimmt und Gott die Kraft ist, oder du glaubst, dass Gott nicht die Kraft ist, die alles erschaffen hat. Und dann bleibt nur noch der Zufall, Beliebigkeit oder Zufälligkeit.
Das ist viel mehr als nur ein zweitrangiges Thema. Jemand schrieb einen Brief an den Präsidenten der Promise Keepers. Es geht mir jetzt nicht darum, mit dem Finger auf diese Organisation zu zeigen. Allerdings ist ihre Antwort so deutlich, mit der sie auf die Frage nach ihrem Standpunkt in der Schöpfungsfrage antworteten. Die Assistentin des Präsidenten antwortete mit folgender Erklärung, Zitat: „Sie müssen wissen, dass der Dienst von Promise Keepers keine Stellung zu Fragen wie dieser nimmt. Wir versuchen sogar ausdrücklich, solche Streitgespräche zu vermeiden. Unsere Bemühungen zielen darauf ab, Menschen auf der Grundlage der historisch wesentlichen Lehren des orthodoxen Christentums zusammenzubringen, wie sie in unserem Glaubensbekenntnis vertreten werden. Wir wollen uns auf Dinge konzentrieren, die den Leib Christi vereinen, statt auf solche, die ihn eher spalten. Da verschiedene Gemeinden und einzelne Christen unterschiedliche Auffassungen über die Schöpfung vertreten, gehört dies unserer Meinung nach in die Kategorie der sekundären Lehren, wie z. B. Geistesgaben, Sicherheit des Heils und die Entrückung usw. Kurz gesagt, wenn es um Themen wie die Schöpfung geht, glauben wir, dass Christen gnädig miteinander sein müssen. So, wie es in unserem Statement zusammengefasst ist: ›Im Wesentlichen Einigkeit und in den unwesentlichen Dingen Freiheit und in allen Dingen Nächstenliebe‹“, Zitatende.
Das ist doch eine ziemlich scharfe Aussage über den sekundären Charakter des Glaubens an den Schöpfungsbericht, nicht wahr? Sie geben nicht zu, wenn man nicht an das 1. Buch Mose glaubt, dass man überhaupt nicht an die Bibel glaubt. Ich will diese Organisation nicht verunglimpfen, sondern nur sagen, dass diese Ansicht von der Mehrheit der Christen angenommen wird. Ob die Welt von Gott erschaffen wurde oder sich zufällig und ohne Ursache entwickelt hat, ist seit langem umstritten. Seit Darwin ist das umstritten. Aber die Debatte läuft darauf hinaus: Entweder du glaubt der Bibel oder nicht. Entweder du glaubst dem 1. Buch Mose oder nicht. Und wenn du dem 1. Buch Mose nicht glaubst, was glaubst du dann? Nun, in den meisten Fällen glaubt man an die naturalistische Evolution. Dann gibt es einige theistische Evolutionisten, die sagen würden, dass Gott alles irgendwie ins Rollen gebracht hat, und dann übernahm die Evolution das Ruder. Und sie leugnen die Tatsache des Berichts aus 1. Mose, der besagt, dass Gott in sechs 24-Stunden-Tagen die Welt geschaffen hat. Progressive Kreationisten würden im Wesentlichen dasselbe behaupten, nämlich dass die Schöpfung nicht so stattgefunden hat, wie es in 1. Mose steht, sondern dass sie sich über lange Zeiträume hinweg vollzog. Sie sagen, dass Gott sich nach und nach in den Prozess einbrachte und neben dem Evolutionsprozess schöpferisch tätig war.
Diese Auffassungen, die theistische Evolution und der progressive Kreationismus, leugnen also ebenfalls den eindeutigen Text des 1. Buches Mose. Ich wiederhole noch einmal: Entweder du glaubst an den Schöpfungsbericht oder nicht. Tust du das nicht, hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst ein theistischer Evolutionist sein oder ein naturalistischer Evolutionist. Unter den Christen gibt es einige theistische Evolutionisten, aber bei den Ungläubigen sind es naturalistische Evolutionisten. Und so bleibt ihnen nichts übrig außer der unglaublichen Vorstellung, dass Niemand x Nichts = Alles ergibt.
Douglas Kelly, der über dieses Thema mit großer Einsicht geschrieben hat, sagt folgendes: „Es besteht kein Zweifel daran, dass die biblische Sicht des Menschen als Gottes Geschöpf, das er nach seinem Ebenbild geschaffen hat, die stärkste Wirkung auf die menschliche Würde, auf die Freiheit, auf die Ausweitung der Rechte des Einzelnen, auf die politischen Systeme, auf die Entwicklung der Medizin und auf jeden anderen Bereich der Kultur hatte.“ Weiter schreibt er „Wie gewaltig sich das von der humanistischen Sichtweise unterscheidet, die den Menschen lediglich als ein entwickeltes Geschöpf ansieht, das nicht nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, weil es keinen Gott gibt. Eine solche Prämisse hat es den marxistischen totalitären Staaten ermöglicht, Millionen ihrer Bürger bequem zu liquidieren, weil sie davon ausgehen, dass es keine erhabenere Person gibt, nach deren Bild diese Bürger geschaffen sind, kein Wesen, das diesen Bürgern eine Würde und ein Existenzrecht jenseits dessen gibt, was der Staat bestimmt“, Zitatende.
Dieser Punkt wurde von Baron Erik von Kühnelt-Leddihn aus Österreich ausführlich erforscht, dem vielleicht größten Gelehrten des Jahrhunderts zu Fragen der Freiheit und des Totalitarismus. Er hat ein sehr wichtiges Buch geschrieben, das sich mit diesen Themen beschäftigt. Der Titel lautet Leftism Revisited: From De Sade and Marx to Hitler and Pol Pot (Das Buch gibt es im Deutschen leider nicht). Darin zeigt er, dass ohne den Glauben, dass der Mensch nach dem Bild eines erhabenen Gottes geschaffen ist, die göttlich abgeleitete Würde und Freiheit des Menschen völlig verschwindet. Er sagt: „Für die echten Materialisten gibt es keinen fundamentalen, sondern nur einen graduellen evolutionären Unterschied zwischen einem Menschen und einem Ungeziefer, einem schädlichen Insekt“, Zitatende. Und seine Schlussfolgerung lautet: Es geht um den nach dem Bild Gottes geschaffenen Menschen im Gegensatz zur Termite in Menschengestalt. Er hat recht. Wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder haben wir uns aus der Ursuppe heraus entwickelt dann können nur in einem materialistischen Sinne erklärt werden. Dies würde bedeuten, dass wir ausschließlich aus Materie bestehen. Oder wir wurden von Gott geschaffen und in einem himmlischen Muster nach seinem Bild geformt. Ich will damit sagen, dass es in dieser Streitfrage nicht nur um die Biologie geht. Es geht nicht nur um Biologie, sondern auch um Moral und Spiritualität. Es geht in der Auseinandersetzung um die Frage nach der Würde des Menschen, nach der Natur des Menschen als Abbild des himmlischen Musters, als Abbild Gottes. Es geht um die Fragen zum Thema Kontrolle, wer ist der Souverän im Universum, der die Kontrolle hat. Es geht um die Frage: Gibt es einen universellen Richter? Gibt es ein universelles moralisches Gesetz? Gibt es einen Gesetzgeber? Sollen die Menschen nach dem Maßstab Gottes leben? Wird es eine abschließende Bewertung der Lebensweise von Männern und Frauen geben? Gibt es ein endgültiges Gericht?
Schau, genau das sind die Fragen, die mit der Erfindung der Evolution vermieden werden sollten. Die Evolution wurde erfunden, um den Gott der Bibel zu töten. Nicht weil die Evolutionisten, Materialisten und Naturalisten Gott als Schöpfer nicht mochten, sondern weil sie Gott als Richter nicht wollten. Die Evolution wurde erfunden, um den Gott der Bibel zu töten. Damit wollte man den Gesetzgeber beseitigen und damit zugleich die Unantastbarkeit seines Gesetzes, die verbindliche Norm für menschliches Denken und Verhalten. Die Evolution wurde erfunden, um die universelle Moral, die universelle Schuld und die universelle Verantwortlichkeit abzuschaffen. Die Evolution wurde erfunden, um den Richter zu beseitigen und den Menschen die Freiheit zu geben, ohne Schuld und ohne Konsequenzen zu tun, was immer sie wollen.
Wenn wir diese beiden Alternativen einfach zusammenfassen, dann besagt die materialistische Sichtweise, dass die letztendliche Realität lediglich unpersönliche Materie sei. Es gibt keinen Gott. Die christliche Sichtweise besagt: Die letzte Wirklichkeit ist ein unendlicher, persönlicher, liebender Gott. Die materialistische Sichtweise besagt: Das Universum ist durch Zufall entstanden, ohne einen Endzweck. Die christliche Sichtweise besagt: Das Universum wurde liebevoll und zu einem bestimmten Zweck von Gott geschaffen. Die materialistische Sichtweise besagt: Der Mensch ist das Produkt von unpersönlicher Zeit, plus Zufall, plus Materie. Infolgedessen hat kein Mensch einen ewigen Wert oder eine ewige Würde oder eine andere Bedeutung als die, die subjektiv abgeleitet ist. Die christliche Sichtweise sagt: Der Mensch wurde von Gott als sein Ebenbild geschaffen und wird von Gott geliebt. Aus diesem Grund sind alle Menschen mit ewigem Wert und ewiger Würde ausgestattet. Ihr Wert leitet sich letztlich nicht aus ihnen selbst ab, sondern aus der Quelle, die über sie selbst hinausgeht: aus Gott selbst. Die materialistische Auffassung von Moral besagt: Die Moral wird von jedem Einzelnen nach seinen eigenen Ansichten und Interessen definiert. Moral ist letztlich relativ, denn jeder Mensch ist die letzte Instanz für seine eigenen Ansichten. Die christliche Sichtweise sagt: Die Moral wird von Gott definiert und ist unveränderlich, weil sie auf Gottes unveränderlichem, heiligem Charakter beruht. Die materialistische Sichtweise sagt über das Leben nach dem Tod: Das Leben nach dem Tod bedeutet ewige Vernichtung oder persönliche Auslöschung für jeden. Die christliche Sichtweise sagt: Das Leben nach dem Tod bedeutet entweder ewiges Leben mit Gott oder ewige Trennung von ihm; entweder die Herrlichkeit des Himmels oder die Schrecken der Hölle.
Ihr Lieben, ich möchte euch folgendes sagen: Welche dieser Ansichten man vertritt, ist keine zweitrangige Frage, sondern eine primäre Frage, nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Theologie. Wie um alles in der Welt kann das Christentum diese Themen als zweitrangig betrachten? Dies ist die Grundlage aller Wahrheit. Francis Schaeffer, der Apologet, sagte, wenn er im Flugzeug eine Stunde Zeit hätte, um mit einer Person zu sprechen, die den Herrn nicht kennt, würde er die ersten fünfundfünfzig Minuten darüber sprechen, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Und die letzten fünf Minuten würde er verwenden, das Evangelium der Erlösung zu verkünden, das den Menschen wieder zu diesem ursprünglich beabsichtigten Ebenbild machen kann. Das Christentum beginnt nicht mit der Annahme von Jesus Christus als Erlöser. Das Christentum beginnt in 1. Mose 1, Vers 1. Gott schuf den Himmel und die Erde zu einem Zweck und einer Bestimmung, die er selbst festgelegt hatte. Das Verständnis und der Glaube, dass die Schöpfungslehre im 1. Buch Mose die Wahrheit ist, sind die Grundlage dafür, dass die Heilige Schrift in ihren Aussagen über die reale Welt ernst genommen werden kann.
Die Leute sagen: „Nun, das 1. Buch Mose ist ein Mythos, eine Legende, eine Fantasie, eine Allegorie und eine Tradition, es spricht nicht wirklich über reale Tatsachen in der realen Welt.“ Doch, das tut sie. Das Wort Gottes ist in Bezug auf jedes Thema ernst zu nehmen, über das es zur realen Welt spricht. Wenn wir es vermeiden, uns mit den Aussagen der Bibel über die Schöpfung des materiellen Universums zu befassen, besteht für unsere Religion die Tendenz, von der realen Welt abgekoppelt zu werden. Es gibt eine Tendenz, die Heilige Schrift in eine mystische Kategorie und das Christentum in eine Bleiglasvitrine zu stecken, wie Douglas Kelly es ausdrückt, so dass es keinen Einfluss hat auf die Welt in Raum und Zeit.
Wenn man beginnt den wörtlichen Charakter vom 1. Buch Mose zu manipulieren, dann schafft man dadurch einen mystischen Zugang zur Heiligen Schrift. Der schottische Theologe James Denney wies Ende der 1890er Jahre auf diesen Punkt hin. Ich zitiere: „Die Trennung des Religiösen vom Wissenschaftlichen bedeutet letztlich die Trennung des Religiösen vom Echten. Und das bedeutet, dass die Religion unter den echten Menschen stirbt.“ Man kann nicht das 1. Buch Mose in die Hand nehmen, Kapitel 1 aufschlagen und sagen, das wäre ein Märchen, das wäre keine echte Geschichte, das wäre keine Realität, das würde nicht von der realen Welt sprechen in echtem Raum und echter Zeit, ohne dass dies schwerwiegende Auswirkungen auf die restliche Botschaft der Schrift hat. Die Lehre von der Schöpfung, wie sie im 1. Buch Mose beschrieben wird, ist von grundlegender Bedeutung. Hier beginnt Gott seine Geschichte. Und man kann den Anfang nicht ändern, ohne den Rest der Geschichte und das Ende zu beeinträchtigen. In der Bibel spricht Gott. Und in 1. Mose 1, Vers 1 spricht er und sagt, dass er den Himmel und die Erde geschaffen hat. Er ist derjenige, der in 1. Mose 1, Vers 1 sprach und der durch die ganze Heilige Schrift hindurch spricht, bis zu ihrem Ende.
Wenn man an 1. Mose 1 herumbastelt, verfälscht man das Wort des lebendigen Gottes. Man nimmt den göttlichen Bericht über die reale Schöpfung im realen Raum, in der realen Zeit und sagt, er sei ungenau, er sei unseriös, er sei nicht wahr. Das ist ein schwerer Angriff. Und es löst die Schrift von der Wirklichkeit und trennt Religion, die wahre Religion, von der Wirklichkeit. Das ist schwerwiegend. Die Evolution würde genau das gerne tun. Sie würde am liebsten Gott entgöttern und liebend gerne die Schrift ihrer Wahrhaftigkeit berauben. Sie will Gott als Gesetzgeber, Richter und Retter ablehnen. Sie will die Würde des Menschen zerstören, der nach dem Bilde Gottes geschaffenen ist. Und damit wird es ziemlich lächerlich, nicht wahr? Nach der Evolution ist der Mensch lediglich quantitativ besser als die Tiere. Das heißt, er hat einige Eigenschaften, die Tiere nicht haben, aber qualitativ ist er nicht besser. Quantitativ hat er ein größeres Gehirn, aber qualitativ wurde er nicht nach dem Bild Gottes geschaffen. Deshalb ist es ethisch falsch, die Rechte anderer Tiere zu verletzen, die evolutionär gesehen unsere buchstäblichen Brüder sind.
Und all das hören wir heute ständig, nicht wahr? Ingrid Newkirk, die nationale Direktorin der berüchtigten Organisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), machte die berühmte Aussage: „Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Junge“, „Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge“. Es gibt keinen Unterschied. Alle höheren Lebensformen (eine Ratte ist ihrer Ansicht nach eine höhere Lebensform) sind als gleichwertig zu betrachten. Wir haben eine lustige Organisation namens Church of Euthanasia, die glaubt, dass die Rechte der Tiere über den Rechten der Menschen stehen. Ein Vertreter dieser Organisation sagte einem Fernsehpublikum, einem nationalen Publikum, ich zitiere: „Wenn wir Arten ausrotten wollen, sollten wir zuerst die Menschheit ausrotten, denn der Mensch ist nur eine unbedeutende Spezies mit einer unbedeutenden Rolle in der gesamten Vielfalt der Natur“, Zitatende.
Das konnte man alles schon lesen. Ich las von Tierrechtsgruppen, die behaupten, Fleisch zu essen sei Mord. Der Mensch ist die tyrannische Spezies. Das Töten von Kühen ist Mord. Und es gab einen, der sagte, dass das Töten von Hühnern dem Holocaust gleichkommt, den die Nazis an den Juden verübten. Diese Art von Schwachsinn kommt von der Überzeugung dieser Leute, dass der Mensch einfach das Ende einer evolutionären Reihe von Zufällen ist. Er hat keinen Zweck und keine Bestimmung und ist nicht nach dem Bild Gottes geschaffen. Er hat in diesem evolutionären Prozess keine höhere Würde als jeder andere in dieser Reihe.
Und weißt du was? Wenn die Evolution wahr wäre, könnte man das nicht bestreiten. Dann wären wir nur Tiere. Wir hätten uns einfach weiterentwickelt. Ihr Argument kann ziemlich stichhaltig sein. Marvin Lubenow schreibt, dass alle diese Tierschützer, die sich öffentlich zu diesem Thema geäußert haben, Evolutionisten sind. Der Evolution zufolge hat der Mensch einfach das große Los gezogen, dass er ein großes Gehirn entwickelt hat. Wären bestimmte Mutationen nicht bei unseren Vorfahren, sondern bei den Vorfahren der Schimpansen aufgetreten, dann wären wir jetzt vielleicht dort, wo sie sind, im Zoo, und sie wären dort, wo wir sind. Daher schreibt er: „Ich habe kein ethisches Recht, meine rein zufällig erlangte Überlegenheit zu nutzen, um die Rechte anderer Tiere zu verletzen, die ohne eigenes Verschulden nicht die gleichen Fähigkeiten entwickelt haben.“ Wenn der Mensch, wie er sagte, nur ein Tier ist, ein Unfall der Natur, eine Ansammlung von zufälligen Mutationen, wo ist dann sein Sinn? Wo bleibt seine Würde? Wo liegt sein absoluter Wert? Was ist seine Bestimmung? Offensichtlich hat er keine.
Die Evolution besagt im Grunde, dass sich die Materie im Laufe der Zeit durch Zufall zum gesamten Universum entwickelt hat. Es ist unvorstellbar, dass Jacques Monod den Nobelpreis erhielt und in seinem Buch „Zufall und Notwendigkeit“ sagt: „Der Mensch ist allein in der gefühllosen Unermesslichkeit des Universums, aus der er durch Zufall hervorgegangen ist.“ Das kommt vom Nobelpreisträger für Biologie. Der Zufall allein ist die Quelle jeder Innovation. Der Zufall allein ist die Quelle aller Schöpfung in der Biosphäre. Er schreibt: „Der reine Zufall, absolut frei, aber blind, ist die Wurzel des gewaltigen Gebäudes der Evolution.“ Monod sagt also, dass es nur ein Zufall ist.
Der bekannte Evolutionsforscher J.W. Burrow schreibt in seiner Einleitung zu Darwin’s Buch Über die Entstehung der Arten folgendes: „Nach Darwin war die Natur das Produkt eines blinden Zufalls und eines blinden Kampfes, und der Mensch, eine einsame intelligente Mutation, kämpfte mit den Tieren um seinen Lebensunterhalt. Für einige war das Gefühl des Verlustes endgültig. Es war, als ob eine Nabelschnur durchtrennt worden wäre und die Menschen sich als Teil eines kalten, leidenschaftslosen Universums wiederfanden. Anders als die Natur, wie sie von den Griechen, der Aufklärung und der rationalistischen christlichen Tradition verstanden wurde, enthielt die darwinistische Natur keine Anhaltspunkte für menschliches Verhalten und keine Antworten auf menschliche moralische Dilemmata“, Zitatende. Das bedeutet, dass der Mensch von jeglicher Bedeutung losgerissen ist. Er ist eine einsame, intelligente Mutation, die aus dem Zufall heraus entstanden ist. Er ist Protoplasma, das darauf wartet, zu Dünger zu werden. Das ist weit davon entfernt, nach dem Bild Gottes geschaffen zu sein. Diese evolutionäre Idee beraubt den Menschen nicht nur seiner Würde und seines Sinns. Sie ist mehr als nur dumm, sie ist mehr als irrational, sie ist mehr als deprimierend, sie ist mehr als erniedrigend, sie ist sogar mehr als unmoralisch. Diese evolutionäre Idee ist tödlich. Und niemand demonstrierte in unserer Geschichte, unserer jüngsten Geschichte der westlichen Zivilisation, den tödlichen Charakter dieser evolutionären Idee besser als Adolf Hitler. Und ihm folgten Joseph Stalin und all jene, die Massen, ja sogar Millionen von Menschen abschlachteten und Völkermord begingen. Ganz unten, an der Basis ihres Glaubenssystems und ihrer Philosophie, stand die Evolution.
So sah Hitler in der Evolutionstheorie die wissenschaftliche Rechtfertigung für seine persönlichen Ansichten, genauso wie es die Sozialdarwinisten des neunzehnten Jahrhunderts für ihre schrecklichen Missbräuche taten. Es steht außer Frage, dass das gesamte Denken der Nazis von Anfang bis Ende auf die Evolution ausgerichtet war. Doch das war den wenigsten bewusst. Und Hitler absorbierte sogar ein quasi christliches Engagement der Großkirche seiner Zeit. Erich Fromm schrieb: „Die Religion des Sozialdarwinismus gehört zu den gefährlichsten Elementen im Denken des letzten Jahrhunderts. Sie fördert die Verbreitung eines rücksichtslosen nationalen und rassischen Egoismus, indem sie ihn als moralische Norm etabliert. Wenn Hitler an irgendetwas glaubte, dann an die Gesetze der Evolution, die sein Handeln und vor allem seine Grausamkeiten rechtfertigten und heiligten.“ Wie soll das funktionieren? Die Evolution ist das Überleben von wem? Das Überleben des Stärkeren. Hitler hat nur die Rolle des Evolutionärs ausgeführt. Er war der Stärkste und vernichtete deshalb alle anderen. Seine evolutionäre These war, den Stärksten zu bewahren und so zur Entwicklung des Herrenmenschen beizutragen. Das alles geht aus der Evolutionstheorie hervor. In der biologischen Theorie Darwins fand Hitler seine stärkste Waffe gegen traditionelle, religiöse und christliche Werte. Er bezeichnete die Idee der biologischen Evolution als seine stärkste Waffe gegen die traditionelle Religion und verurteilte wiederholt das Christentum wegen seiner Ablehnung der Evolution. Er hasste das Christentum. Er sagte sogar, und ich zitiere Hitler: „Ich halte das Christentum für die verhängnisvollste und verführerischste Lüge, die es je gab.“ So war Mein Kampf im Grunde Hitlers Evolutionstheorie, die sich politisch durchsetzte. Sie rechtfertigte die Vernichtung der Massen, die die weitere Entwicklung des Herrenmenschen bedrohten. In dem Buch Mein Kampf schrieb Hitler: „Wer leben will, muss kämpfen. Wer in dieser Welt, in der der ständige Kampf das Gesetz des Lebens ist, nicht kämpfen will, hat kein Recht zu existieren. Ich wüsste nicht, warum der Mensch nicht genauso grausam sein sollte wie die Natur. Die Natur mag Bastarde nur wenig.“ Und schließlich sagte er: „Alles, was in dieser Welt nicht reinrassig ist, ist Müll“. Und so vernichtete er die Juden, die Schwarzen und die Zigeuner und unterstützte die natürliche Auslese und erfüllte den evolutionsbiologischen Traum. Der Leiter der Nationalsozialistischen Arbeitsfront sagte, dass Hitlers Massenvernichtungen, ich zitiere, „das Höchste und Beste an Menschlichkeit“ ausdrückten. Julian Huxley, ein Biologe und Evolutionist, schrieb 1964 in seinem Buch Essays of a Humanist: „Die Evolution ist die mächtigste und umfassendste Idee, die je auf der Erde entstanden ist“. Und weißt du was? Er hat recht. Das ist die größte satanische Lüge, die die Welt je gekannt hat, weil sie die Notwendigkeit eines Schöpfers ausschließt. Die Menschen können Gott damit ganz und gar meiden, insbesondere den biblischen Gott.
Darwin war es egal, ob man einen anderen Gott anbeten wollte. Ich glaube nicht, dass es Hitler etwas ausmachte, wenn man einen anderen Gott anbeten wollte, nur nicht den Gott der Bibel, nur nicht den Gott, der alles geschaffen hat. Als Darwin sein Buch Entstehung der Arten erstmals veröffentlichte, wurde es von der wissenschaftlichen Welt seiner Zeit weitgehend abgelehnt, da sie allgemein an eine göttliche Schöpfung glaubte. Es gab keine andere rationale Erklärung: Man hat eine Auswirkung, also muss es auch eine Ursache geben. Als er Entstehung der Arten schrieb, wurde es natürlich von Anfang an kritisiert. Die wissenschaftliche Welt war fast gänzlich dagegen. In späteren Jahren beschrieb Thomas Huxley die Situation im Jahr 1860 mit folgenden Worten, ich zitiere: „Die Befürworter von Mr. Darwins Ansichten waren zahlenmäßig äußerst unbedeutend. Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass wir mit überwältigender Mehrheit verurteilt worden wären, wenn zu dieser Zeit ein allgemeines Konzil der Wissenschaft der Kirche stattgefunden hätte.“
Es war schwierig, das zu verkaufen. Sogar Darwin tat sich schwer damit. Wenn man irgendetwas von Darwin liest, stellt man fest, dass alle seine Schriften mit enormen Zweifeln behaftet waren. So sagt er zum Beispiel im sechsten Kapitel seines Buches Entstehung der Arten: „Lange bevor ich zu diesem Teil meines Werkes gekommen bin, werden dem Leser eine Reihe von Schwierigkeiten aufgefallen sein. Einige von ihnen sind so schwerwiegend, dass ich bis heute nicht darüber nachdenken kann, ohne erschüttert zu sein.“ In seinem Kapitel über den Instinkt räumt er ein: „So einfache Instinkte wie die der Bienen, die einen Bienenstock bauen, könnten ausreichen, um meine ganze Theorie umzustoßen.“ Und die Vorstellung, das Auge könne sich „durch natürliche Auslese entwickeln, erscheint mir, wie ich freimütig zugebe, in höchstem Maße absurd“. In seinem Kapitel über Unvollkommenheiten in der geologischen Aufzeichnung beklagte er, dass das völlige Fehlen fossiler Zwischenstufen in allen geologischen Aufzeichnungen vielleicht, Zitat: „der offensichtlichste und schwerwiegendste Einwand ist, der gegen meine Theorie vorgebracht werden kann“. Mit anderen Worten, er war zumindest ehrlich genug, um zuzugeben, dass die Sache keinen Sinn ergab.
Darwin schrieb, er sei sich seiner eigenen Unwissenheit zutiefst bewusst. In seinen persönlichen Briefen schrieb er, er habe schreckliche Bedenken, „mich selbst getäuscht und mich einer Fantasie hingegeben zu haben“. Doch Darwin war entschlossen, einem persönlichen Gott um jeden Preis zu entkommen. Er sagt das sogar. Er sagte: „Ich bin entschlossen, dem Abbild und einem persönlichen Gott um jeden Preis zu entkommen“. Bis zum Ende seines Lebens lag er damit im Krieg, und so sehr er auch versuchte, vor Gott zu fliehen, er konnte es nie wirklich. Und schließlich verkümmerte sein Gefühlsleben unter der Last des Kampfes, religiöse Gefühle verschwanden und mit ihnen alles andere. Die Welt wurde kalt und tot. Und am Ende bekam Darwin offenbar seine eigene Medizin zu spüren. Er hatte dem Universum Gott und jeglichen Sinn genommen und damit auch sich selbst jeglichen Sinns beraubt.
James Moore schrieb eine Biografie über Darwin mit dem Titel The Life of a Tormented Evolutionist (Das Leben eines gequälten Evolutionisten). In einigen seiner Briefe bezeichnete Darwin seine eigene Theorie, ich zitiere, als „das Evangelium des Teufels“. So hatte er zwar in gewissem Sinn den Sieg davongetragen, weil er die Menschen vom Gott der Bibel befreit hatte und sie so ihre Sünde ohne den Gedanken an einen Richter genießen konnten. Er hatte begonnen, den Kampf zu gewinnen, aber sein psychisches Leiden war so tief, dass seine körperlichen Symptome anhielten. Er tötete buchstäblich nicht nur Gott für sich selbst, sondern er tötete Gott auch für alle anderen. Ein Autor sagt: „Sein Leben war ein einziger langer Versuch, der Kirche und Gott zu entkommen. Das erklärt so vieles, was sonst in seinem Leben und seinem Charakter unvereinbar wäre.“
Nun, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Es geht darum, Gott loszuwerden, den Gott der Bibel, sowie die Autorität der Heiligen Schrift mit ihren moralischen Konsequenzen. Das trifft auch auf Christen zu, die sich zwar auf den Schöpfungsbericht berufen wollen, uns aber weiß machen wollen, dass das, was in 1. Mose 1 steht, nicht das bedeuten würde, was dort stünde. Sie haben nicht die Freiheit das zu tun! Warum sollten wir uns mit denen zusammentun, deren Bemühungen sich direkt gegen die Autorität des Gottes der Heiligen Schrift richten? Das muss ich jetzt noch ins rechte Licht rücken.
Deshalb möchte ich nun für ein paar Minuten ein bisschen philosophisch werden. Ich glaube, das wirst du mögen. Letztendlich sagt der Evolutionist, der naturalistische Evolutionist, und sogar der theistische Evolutionist, dass die Dinge durch Zufall geschehen, durch Zufall. Wir werden den Gott der Bibel los, wir werden den Gott des Schöpfungsberichtes los, wir werden den Schöpfer los und übrig bleibt der Zufall. Das ist eine ziemlich interessante Sache, über die man nachdenken sollte. Ich habe dieses Wort Zufall immer und immer wieder in den Schriften dieser Leute gelesen. Und der Mythos, der den gesamten Evolutionsprozess antreibt, diese ganze unbiblische, irrationale, unmoralische Idee der Evolution, der Mythos, der sie antreibt, ist der Mythos des Zufalls. Der Zufall habe alles verursacht. Der Zufall sei die Ursache. In der heutigen Wissenschaft bekommt der Zufall eine neue Bedeutung. Sie wollen nicht, dass Gott die Ursache ist, aber irgendetwas muss die Ursache sein, also ist die Ursache der Zufall.
Wenn ich nun das Wort Zufall oder Chance verwende und auf seine Wortherkunft zurückführe, war es früher weitgehend auf die Beschreibung der mathematischen Wahrscheinlichkeit beschränkt.
Wir könnten also sagen: „Wenn ich dorthin gehe, besteht die Chance, dass ich sie sehe, weil sie vielleicht in diese Richtung kommt.“ Oder: „Wenn ich mein Geld auf dieses Konto lege, besteht die Chance, dass dies passiert und ich diesen Betrag verdiene“, „Wenn ich in diese Stadt ziehe und einige Leute kennenlerne, besteht die Chance, dass ich Interesse an meinem Geschäft wecke.“ Das heißt es gibt eine mathematische Wahrscheinlichkeit. Im Grunde genommen war ursprünglich dies die Bedeutung von Zufall oder Chance. Dann wurde der Begriff ein wenig erweitert und fand eine breitere Anwendung, die jedes unvorhersehbare Ereignis, jede noch so geringe Wahrscheinlichkeit oder jeden noch so unmöglich erscheinenden Zufall einschließt. Aber ich verrate dir etwas über den Zufall. Der Zufall existiert nicht. Es gibt ihn nicht, er ist nichts. Zufall ist ein Wort, das verwendet wird, um etwas anderes zu erklären. Aber der Zufall ist nichts. Er ist keine Kraft. Der Zufall bringt nichts zustande. Der Zufall existiert nicht. Mit ihm wird nur etwas anderes erklärt. Der Zufall brachte dich nicht dazu, diese Person zu treffen; du warst einfach dort, als diese Person dort war, deshalb hast du sie getroffen. Zufall hat damit nichts zu tun, denn Zufall existiert nicht. Den Zufall gibt es nicht. Aber in der modernen Evolution wurde er in eine kausale Kraft verwandelt. Zufall wurde vom Nichts zum Alles erhoben. Der Zufall bringt die Dinge ins Rollen. Der Zufall ist der Mythos, der die Chaostheorie der Wirklichkeit untermauert.
Ich meine, das ist aus rationaler oder philosophischer Sicht so problematisch, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll. Wie kommt man an den Ausgangsstoff, auf den der Zufall wirkt? Woher kommt das? Man müsste sagen: „Nun, der Zufall ließ es entstehen.“ Und weißt du was? Das klingt so lächerlich, und trotzdem ist das die Philosophie, die der Evolution zugrunde liegt. Sie ist völlig unvernünftig und irrational. Aber der Zufall ist das neue evolutionäre Denkmuster. Und es ist genau das Gegenteil von Logik. Schau, die Logik sagt: „Es gibt ein Universum. Hm. Das hat jemand gemacht.“ Was würde die Logik sonst sagen? „Es gibt ein Gebäude, jemand muss es gebaute haben. Es gibt ein Klavier, jemand muss es gebaut haben. Es gibt ein Universum, das komplexer ist als ein Gebäude, unendlich viel komplexer als ein Klavier, und jemand, der sehr, sehr mächtig und sehr, sehr intelligent ist, hat es gemacht.“ Und nun sagst du: „Nein, nein, der Zufall hat es gemacht.“ Hört zu, ihr Lieben, das ist rationaler Selbstmord, das ist nicht logisch. Wenn man die Logik aufgibt, bleibt nur noch der Mythos.
Und die Feinde der Mythologie sind empirische Daten und die gottgegebene Vernunft. Um also Evolutionist zu sein und zu glauben, dass der Zufall alle Dinge ins Dasein brachte, muss man zwei Dinge tun: die empirischen Daten ablehnen und irrational werden, die Vernunft abgeben. Aber wenn du deine Sünde genug liebst, wirst du das tun. Verstehst du, wenn man das Wesen der reinen Wissenschaft, die empirischen Daten, die Beweise und die gottgegebene Logik eliminiert, und diese Dinge loswird, dann läuft die Mythologie heiß. Und wie ein Schriftsteller sagte: „Der Zufall ist das neue weiche Kissen, auf dem sich die Wissenschaft ausruhen kann.“ Arthur Koestler sagte: „Solange der Zufall regiert, ist Gott ein Auslaufmodell“. Wenn der Zufall regiert, kann Gott nicht regieren. Der Zufall setzt Gott ab. Allein die Existenz des Zufalls reißt Gott von seinem souveränen Thron. Wenn der Zufall als Kraft selbst in der schwächsten Form existiert, ist Gott entgöttert, wenn es so ein Wort überhaupt gäbe. Beides schließt sich gegenseitig aus. Entweder gibt es einen Gott, der das Universum erschaffen hat, der souverän regiert und souverän kontrolliert, oder es gibt ihn nicht. Wenn es den Zufall gibt, zerstört der Zufall die Souveränität Gottes. Wenn Gott nicht souverän ist, dann ist er nicht Gott. Wenn er nicht Gott ist, dann gibt es keinen Gott und der Zufall regiert. Das ist beängstigend.
Aber der Zufall ist keine Kraft. Der Zufall kann nichts bewirken. Der Zufall ist nichts, er existiert nicht. Er hat keine Macht, etwas zu tun, weil es ihn nicht gibt. Er ist machtlos, weil er nichts ist. Er hat keine Macht, weil er nicht existiert. Verstehst du? Da es den Zufall nicht gibt, kann er auch nichts bewirken. Er kann nicht die Ursache für eine Wirkung sein. Dennoch sprechen moderne Evolutionstheoretiker immer wieder vom Zufall. Das ist nichts weiter als Hokuspokus. Es ist das älteste und unantastbarste Gesetz der Wissenschaft, der Logik und der Vernunft. Jeder von euch, der jemals Debatte als Studienfach hatte oder einen der rationalen Philosophen studiert hat, erinnert sich an die Aussage: Ex nihilo, nihil fit; Von nichts kommt nichts. Und der Zufall ist nichts. Das ist rationaler Selbstmord.
Hör gut zu, wenn Wissenschaftler also dem Zufall eine bewirkende Macht zuschreiben, dann haben sie den Bereich der Vernunft und den Bereich der Wissenschaft verlassen. Sie haben sich darauf spezialisiert, Kaninchen aus dem Hut zu zaubern. Sie haben sich der Fantasie zugewandt. Und dann werden alle wissenschaftlichen Untersuchungen chaotisch und absurd, weil sie nicht wirklich das ergeben können, was sie ergeben sollten, weil die Wissenschaftler es nicht zulassen wollen. Heute wird die Absurdität der Evolution überwiegend nicht angefochten, und all diese Universitäten und Hochschulen pochen weiter auf diesen Unsinn. Jedes Mal, wenn ich ein Newsweek- oder Time-Magazin in die Hand nehme, bekomme ich wieder einen dieser wilden Artikel über die Evolution zu lesen, vor allem, weil ich auch den National Geographic lese. Und immer wieder versuchen sie, uns glauben zu machen, dass der Zufall existiert und eine Kraft sei. Dass alles zufällig und spontan entstanden ist. Ich zitiere Nobelpreisträger George Wald, einen brillanten Mann: „Man muss nur warten, die Zeit selbst vollbringt die Wunder. Mit so viel Zeit wird das Unmögliche möglich, das Mögliche wahrscheinlich und das Wahrscheinliche tatsächlich sicher“, Zitatende. Was um alles in der Welt ist das? Das ist einfach nur leeres Gerede. Es ist völlig sinnlos. Selbstschöpfung ist absurd, egal wie viel Zeit vergeht, denn der Zufall existiert nicht. Es gibt ihn nicht.
Es gibt ohne Gott keine Erklärung für das Universum. Ich möchte dir das kurz wissenschaftlich veranschaulichen. Hast du schon einmal von der Quantentheorie gehört? Du hast bestimmt von einem Quantensprung gehört, vielleicht in dem Sprichwort: „Da hat jemand einen Quantensprung gemacht.“ Ich will dir sagen, woher das kommt. Die Quantentheorie geht auf den Wissenschaftler Max Planck zurück, der im Jahr 1900 die Theorie aufstellte, dass Energie in diskreten Einheiten, den Quanten, vorliegt. Ich werde dich hier nicht zu sehr in die Tiefe führen, weil ich selbst nicht zu tief gehen kann. Aber Energie kann in Einheiten zerlegt werden, und er sagte, dass diese Einheiten identifizierbar sind und Quanten genannt werden. Im Jahr 1927 fand der deutsche Physiker Werner Heisenberg heraus, dass ein Photon, das auf ein Atom trifft, ein Elektron auf eine höhere Umlaufbahn befördert. Und wenn das geschieht, dann bewegt sich das Elektron zeitgleich von der unteren auf die obere Umlaufbahn, ohne den Zwischenraum durchquert zu haben. Das ist ein Quantensprung. Ich wiederhole das nochmal: Wenn ein Photon auf ein Atom trifft, hebt es ein Elektron von einer niedrigeren zeitgleich auf eine höhere Umlaufbahn, aber es durchquert nie den Raum dazwischen. Das Elektron hört an einem Punkt auf zu existieren und entsteht gleichzeitig an einem anderen Punkt. Dies ist der berühmte Quantensprung. Es geht aus der Existenz heraus und kommt gleichzeitig in Existenz. Die ganze Zeit, in allen Atomen, die ganze Zeit, durch die ganze Schöpfungsgeschichte hindurch tut es das immer wieder. Ist das zufällig? Zu sagen, es sei ein Quantensprung, erklärt das nicht. Es gibt nur eine Erklärung dafür, und das ist die fortwährende schöpferische Kraft Gottes. Er erhält das Universum und seine Schöpfung aufrecht, indem er alle notwendigen schöpferischen Handlungen aufrechterhält, sogar bis hinunter auf die Ebene eines Elektrons in einem Atom. Hebräer 1: Er erhält alle Dinge durch das Wort seiner Kraft.
Ich möchte dir noch einen abschließenden Gedanken mit auf den Weg geben. Nein, ich hebe mir das für das nächste Mal auf. Ich hebe mir das für das nächste Mal auf, weil ich nicht anfangen möchte und dich dann irgendwo zwischen der unteren und der oberen Umlaufbahn hängen lasse möchte. Mir ist klar, dass einige dieser Dinge dein Gehirn sehr herausfordern, und das ist gut so, das ist okay. Wir werden nächsten Sonntagabend dasselbe noch einmal tun, und dann werde ich erklären, welche Auswirkungen das auf das Evangelium hat. Erst danach werden wir uns mit dem eigentlichen Text des 1. Buches Mose befassen. Lasst uns beten.
Vater, wir sinnen über diese Gedanken nach, während wir uns bemühen, den Verstand zu gebrauchen, den du uns gegeben hast und der ein Beweis für das Abbild Gottes ist, als dass wir geschaffen wurden. Wir bitten dich, uns zu leiten, indem wir die Schrift und den Verstand benutzen, den du uns gegeben hast, damit wir genau verstehen, wie wir denken sollen. Bewahre uns vor jedem Gedanken und jedem Glauben, der mit der Heiligen Schrift nicht übereinstimmt und ihre klaren Aussagen leugnet. Beschütze uns vor jeder Absurdität, jeder Irrationalität, jedem Versagen, den Verstand zu benutzen, den du uns gegeben hast. Und gib uns durch deinen Heiligen Geist die Kraft, so zu denken, wie wir denken sollten. Wir sind sehr traurig, o Gott, dass der Mensch versucht hat, dich zu zerstören, dich als Schöpfer zu beseitigen. Eine solche Entehrung deiner Selbst ist tragisch. Für diejenigen, die es tun, ist es eine Schande und tragisch und hat ewige Konsequenzen. Und wir trauern über die Verlorenheit derer, die an die Evolution glauben. Wir trauern um die Sinnlosigkeit, die Leere des Lebens derer, die leben wollen, wie sie wollen, ohne Schuld, ohne Verantwortung, ohne sich vor einem Richter verantworten zu müssen, ohne dass für sie eine Norm aufgerichtet wird. Wir trauern, Herr, denn die Folge eines solchen Lebens, die Folge einer solchen Sünde ist die ewige Verdammnis. Wir wollen nichts mit denen zu tun haben, die das Wort leugnen, wir wollen nichts mit denen zu tun haben, die die Schrift zweideutig interpretieren. Aber wir wollen dein Wort so nehmen, wie du es uns gegeben hast, und glauben, dass das, was du gesagt hast, genau das ist, was du sagen wolltest. Und so führe uns, Vater, während wir über diese Dinge nachdenken, zu einem starken und festen Fundament in deinem Wort, damit wir dich als unseren großen Schöpfer und Erlöser erkennen. Wir danken dir für die Möglichkeit, dich als unseren Schöpfer besser kennen zu lernen und dich so anzubeten, wie du angebetet werden solltest. Wir beten in Christi Namen. Amen.
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