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Unser Dienst hängt völlig von der Heiligen Schrift ab. Wir sind davon überzeugt, dass die Bibel das absolut wahre Wort des lebendigen Gottes ist. Wir sind außerdem davon überzeugt, dass jeder Satz, jeder Vers, jedes Kapitel und jedes Buch von Gott selbst kommt. Die einzige Art und Weise, auf die wir Gott und seinen Willen erkennen können, ist, wenn er sich uns auf unmissverständliche Weise offenbart. Und er hat beschlossen dies in einem Buch zu tun. Und dieses Buch ist die Bibel. Neulich hatte ich ein weiteres Mal die Gelegenheit, bei CNN an einer Diskussion mit lauter Leuten teilzunehmen, die meine Sichtweise überhaupt nicht teilen. Das scheint mein Los zu sein. Denn diese Gespräche mit religiösen Führern, die ganz andere moralische Ansichten haben, verlaufen in der Regel alles andere als angenehm. Und immer, wenn ich in einem solchen Umfeld mit Ungläubigen zusammenkomme, ist es egal, worum es in dem Gespräch eigentlich geht.

Ich suche jedes Mal nur nach Möglichkeiten, um zwei Dinge sagen zu können. Erstens, dass Jesus der einzige Retter ist, und zweitens, dass die Bibel als einziges göttliche Autorität hat. Das versuche ich auf unterschiedlichste Art und Weise zu vermitteln. Ich weise Menschen darauf hin, dass allein das Wort Gottes eine Autorität hat, die über der menschlichen Meinungen steht. Und ich verweise auf den einzigen Retter Jesus Christus im Gegensatz zu aller menschlichen Religion. Bei dem Gespräch neulich sagte einer der anderen Gäste, ein Befürworter der Homosexualität und bekennender Katholik, ich sei so sehr in den Worten der Bibel gefangen, dass ich die eigentliche Botschaft verpasst hätte. Das ist schon eine merkwürdige Denkweise.

Wie soll man die Botschaft der Bibel verstehen, wenn nicht durch die Worte der Bibel? Genau diese Art von mystischem Unsinn begeistert Millionen von Menschen. Sie glauben, dass irgendwo in der Bibel eine unterschwellige Liebesbotschaft verborgen sei, die über das hinausgehe, was die Bibel tatsächlich sagt. Gott gab uns ein Buch, in dem er gesprochen hat. Und was er gesagt hat, ist genau das, was er sagen wollte. Wir sollen es verstehen und sind ihm dafür Rechenschaft schuldig. Deshalb beabsichtigte er, es so zu sagen, dass wir es verstehen können. Also murmelte er nicht, sondern sprach klar und deutlich. Gott sprach präzise und direkt über die Dinge, die ihn und uns betreffen. Gott selbst schwor in seiner Offenbarung, der heiligen Bibel, dass er die Wahrheit gesagt hat, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

In der Bibel ist alles wahr, und nichts darin ist unwahr. Die Bibel enthält auch die gesamte Wahrheit, die Gott uns offenbaren wollte. Den Rest werden wir erst in der Ewigkeit erfahren. Nur die Bibel ist das wahre Wort des einzig wahren Gottes. Es gibt nur einen Gott, der in einem einzigen Buch gesprochen hat. Er widerspricht sich selbst niemals. Er schrieb auch keine anderen Bücher, die seinen Aussagen in der Bibel widersprechen würden. Alle anderen angeblichen Offenbarungen Gottes stammen deshalb nicht von Gott. Sondern es sind menschliche Erfindungen, die größtenteils von Dämonen inspiriert wurden. Angefangen vom Koran, über die Bhagavad Gita, die Schriften von Mary Baker, Eddy Patterson, Glover Frye, das Buch Mormon von Joseph Smith, bis hin zu allen anderen falschen Propheten, Sektenführern und religiösen Führern der Weltreligionen: Alles ist Betrug und Täuschung.

Das alles sind Erfindungen, sowohl menschliche als auch dämonische. Sie sind alle falsch. Gott hat in einem Buch gesprochen, und dieses Buch ist die Bibel. Dies macht vieles einfacher und auch die Frage nach der wahren Religion ist nicht kompliziert zu klären. Die meisten Menschen denken, es sei kompliziert, weil es so viele konkurrierende Religionen gibt. Heute gilt es als wichtig, alle Religionen zu tolerieren und jedem zu erlauben, seine eigene Religion auszuleben. Denn die landläufige Meinung ist, dass letztlich ja sowieso alle im gleichen Himmel landen, egal welchen Weg sie wählten. Die Bibel sagt aber genau das Gegenteil. Die Bibel sagt, dass alles, was ihr widerspricht und jede außerbiblische Offenbarung nicht von Gott stammt. Wenn etwas nicht in den 66 Büchern der Bibel steht, ist es nicht das Wort Gottes und es war nicht Gott, der gesprochen hat.

Im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte schrieb Gott das, was er sagte, in dieses Buch. Es besteht aus zwei Teilen, dem Alten und dem Neuen Testament. Insgesamt sind es 66 einzelne Bücher, die Gott etwas mehr als 40 Autoren über einen Zeitraum von etwa 1.500 Jahren eingab. Der eigentliche Autor ist der Heilige Geist. Er fügte alles zu dem Buch zusammen, das wir als „Bibel“ kennen. Die Bibel besitzt als einziges Buch die göttliche Autorität, Gottes Wort zu sein. Deshalb ist es die eine, zentrale Pflicht des Menschen, genau diesem Buch gehorsam zu sein. Das ewige Schicksal eines jeden Menschen wird davon bestimmt, wie er auf dieses eine Buch reagiert und auf das, was Gott darin fordert. Nichts anderes entscheidet über Himmel und Hölle, sondern nur, was ein Mensch mit der Bibel macht.

Vor vielen Jahren schafften protestantische Konfessionen Irrlehre ab. Man könnte das als eine großartige Leistung ansehen. Aber das Seltsame daran ist, dass sie Irrlehre nicht dadurch abschafften, indem sie sie mit der Wahrheit zerschlugen. Es geschah auch nicht, indem sie Irrlehre mit Gottes Wort übertrumpften. Stattdessen schafften sie Irrlehre ab, indem sie die Vorstellung von absoluter Wahrheit abschafften. Wenn es keine absolute Wahrheit gibt, dann kann es auch keine Irrlehre geben. Denn ohne eine feststehende Wahrheit gibt es keinen klar erkennbaren Irrtum. Wenn alles möglich ist, spielen die Worte der Bibel keine Rolle und sind nur Vorschläge. Bestenfalls sind diese Worte anderen religiösen Büchern gleichgestellt.

Sie rotteten also Irrlehre aus, indem sie gleichzeitig auch die Idee von Wahrheit abschafften. Und nun kann jeder glauben, was er will und die alteingesessenen liberalen protestantischen Konfessionen haben mit keiner Irrlehre mehr ein Problem. Deshalb war es für mich ein ganz besonderes Erlebnis, als ich vor einigen Wochen in Calvins großer Kathedrale in Genf predigten durfte. Die Kathedrale war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zum ersten Mal seit wahrscheinlich 30 Jahren wurde in dieser Kathedrale wieder das Wort Gottes aufgeschlagen und ich durfte eine Predigt halten, die aus Gottes Wort kam. Die Kathedrale versteht sich übrigens ausdrücklich als evangelisch, aber die letzte große Veranstaltung, die in ihr stattfand, war buddhistisch. Das kam uns in gewisser Weise sogar zugute. Denn als man die Verantwortlichen fragte, ob ich dort predigen könne, sagten sie: „Also, wenn wir einen Gottesdienst für Buddhisten hatten, dann können wir wohl auch einen für die Bibel zulassen.“ In gewisser Weise bereiteten uns also die Buddhisten den Weg, um dort zu predigen.

Die Frage lautet: Wie kann eine Kirche, die sich als evangelisch bezeichnet, den Buddhismus willkommen heißen? Außerdem war es die evangelische Kirche, die das ökumenischste Gremium der Welt ins Leben rief: den Ökumenischen Kirchenrat. Sie beseitigten Irrlehre mit Freuden. Es war so einfach: Sie mussten dazu nur die absolute Wahrheit abschaffen. Ich befürchte, dass sich diese Bewegung heute weiter ausbreitet. Sogar unter Evangelikalen findet man mittlerweile eine neue Art Inklusivismus, die die Wahrheit auszuradieren droht. Es ist so gut wie unmöglich, etwas als Irrtum zu bezeichnen, wenn man alles andere einbezieht und so alle Grenzen verwischt. Die einzige Hoffnung liegt allein darin, sich wieder auf Gottes Wort zu besinnen. Denn diese ganze sündige Rebellion ändert nichts an dem, was die Schrift ist.

Ganz gleich, ob die Bibel vom Rationalismus angegriffen wird oder vom Liberalismus oder von der so genannten Neo-Orthodoxie oder von Pluralismus oder Mystizismus oder Inklusivismus oder politischer Korrektheit oder Toleranz oder von irgendetwas anderem – nichts davon ändert das Wesen dieses Buches. Jesus selbst sagte: „Nicht ein Buchstabe, nicht ein einziges Strichlein wird von diesem Buch vergehen, bis alles erfüllt ist.“ Es ist ein ewiges Buch, es ist unveränderlich. Es ist wie der Amboss in der alten Geschichte vom Schmied, der mit vielen Hämmern auf ihn einschlug. Jahre später stand der Amboss immer noch da, aber viele Hämmer waren zerbrochen. Die Hämmer, die einst auf die Schrift einschlugen, liegen jetzt in Schutt und Asche, aber die Schrift steht noch immer.

Die Bibel ist immer noch die Wahrheit Gottes, die einzige Wahrheit Gottes und nichts als die Wahrheit Gottes. Woher wissen wir, dass das wahr ist? Als Christen wissen wir, dass es so ist, weil Gottes Geist uns erleuchtet hat. Darüber sprachen wir in den letzten Predigten. Es ist wahr: Die Bibel ist genau das, was sie zu sein vorgibt. Wir wissen, dass das stimmt, weil Gottes Geist uns davon überzeugte, indem er unser Verständnis erweckte. Es ist somit ein übernatürliches Werk des Geistes, dass wir davon überzeugt sind, dass die Bibel wahr ist. Und wenn wir nun Gottes Wort lesen, wird diese Überzeugung wiederum durch die Aussagen der Bibel gestützt.

Deshalb möchte ich heute Abend aufzeigen, welche Belege die Bibel selbst für ihre Inspiration liefert. Ich will nicht anzweifeln, dass du an ihre Inspiration glaubst. Wenn du Christ bist, glaubst du das. Gottes Geist schenkte dir das Vertrauen in das Wort. Das verstehst du sehr gut. Aber du musst erkennen, wie wichtig es ist, dass diese von Gottes Geist in deinem Herzen bewirkte Überzeugung durch die Aussagen der Schrift selbst gestützt wird. Es gäbe verschiedene Möglichkeiten, zu beweisen, dass die Bibel wahr ist. Du könntest zum Beispiel sagen, dass die menschliche Erfahrung ein guter Beweis für die Wahrheit der Bibel ist.

Denn wenn man tut, was die Bibel sagt, wird man Folgen sehen. Wenn man seine Sünde bekennt und sein Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus setzt, wird man wiedergeboren. Das Leben wird verwandelt. Gott wird dich völlig verändern, was du liebst, wen du liebst und wie du liebst. Das sind tiefgreifende Veränderungen und solche Erfahrungen mit der Bibel bestätigen, dass die Schrift wahr ist. Aber andere Menschen lesen andere heilige Bücher und machen ähnliche Erfahrungen. Erfahrung kann also trügen und darf deshalb nie die höchste Autorität sein. Betrunkene sahen zum Beispiel schon rosa Elefanten, obwohl es keine gibt.

Ein anderer Ansatz wäre zu sagen, man könne die Bibel wissenschaftlich bestätigen. Viele Bücher enthalten abwegige und geradezu absurde Aussagen über die materielle Welt. Hingegen spricht die Bibel mit erstaunlicher wissenschaftlicher Genauigkeit über die materielle Schöpfung, und das schon zu einer Zeit, als die moderne Wissenschaft diese Wahrheiten noch gar nicht entdeckt hatte. In der Bibel lesen wir, dass die Erde sich um eine Achse dreht. Sie spricht davon, dass die Sonne das Sonnensystem durch den Raum zieht, von einem Ende des Himmels zum anderen. Die Bibel beschreibt ein erstaunliches hydrologisches System, einen Wasserkreislauf. Heute Morgen las ich eine Stelle vor, in der es um das Gewicht der Berge geht. Das nennt man Isostasie, den Gleichgewichtszustand zwischen den Massen der Erdkruste und dem darunterliegenden Erdmantel. Die ganze Welt ist im Gleichgewicht.

Wenn man zum Beispiel einen Basketball mit einer Unwucht rollt, dann eiert er vor sich hin. Wenn nun die Erde sich so drehen würde, würden wir ständig in bestimmten Abständen irgendwo hochhüpfen und woanders landen. Aber die Erde dreht sich vollkommen gleichmäßig, weil sie perfekt ausbalanciert ist. Das ist die Wissenschaft der Isostasie. Und heute Morgen las ich in Jesaja 40,12b, dass Gott es ist, der die Hügel mit Waagschalen wiegt. Wir könnten also die Wissenschaft heranziehen und feststellen, dass die Bibel erstaunlich wissenschaftlich ist. Wie erstaunlich wissenschaftlich sie ist, beweist die folgende Geschichte. 1903 starb ein Wissenschaftler namens Herbert Spencer. Er wurde von der ganzen Welt gefeiert und als bahnbrechender Forscher mit allen möglichen Preisen ausgezeichnet.

Seine größte Leistung war, dass er Kategorien festlegte. Herbert Spencer verkündete der wissenschaftlichen Welt, dass alles im Universum in eine dieser fünf Kategorien eingeordnet werden kann: Zeit, Kraft, Wirkung, Raum und Materie, und zwar in genau dieser Reihenfolge: Zeit, Kraft, Wirkung, Raum und Materie. Das war keine schlechte Leistung von Herbert. Aber wie wäre es hiermit: „Im Anfang“, das ist die Zeit, „Gott“, das ist die Kraft, „schuf“, das ist die Handlung, „die Himmel“, das ist der Raum, „und die Erde“, das ist die Materie. All das steht schon im allerersten Vers der Bibel. Aber Herbert versuchte eben, es ohne diesen Vers herauszufinden. Wir könnten also die Wissenschaft heranziehen und sagen, dass sie die Bibel ganz allgemein bestätigt. Das ist an sich schon ziemlich beeindruckend und immerhin besser als die Erfahrung. Und trotzdem könnte ganz leicht jemand einwenden, dass das ja noch lange nicht heißen muss, dass alles in der Bibel wahr ist.

Dann könnte jemand vorschlagen, sich einmal die Prophezeiungen anzusehen. Nachdem wir sahen, dass zumindest die wissenschaftlichen Teile der Bibel wahr sind und sich auch das bewahrheitet, was man erfahren kann, kommen wir nun zu den Prophetien. Denn immerhin gibt es Prophezeiungen in der Bibel, die sich erfüllt haben. Beispielsweise hatte Gott gesagt, dass bestimmte Nationen untergehen würden, und sie gingen unter. Er hatte gesagt, dass er die Welt überfluten würde, und er überflutete die Welt. Diese Dinge trafen mit Sicherheit ein. Es gibt demnach bestimmte Prophezeiungen, die sich erfüllt haben. Derjenige, der die Bibel schrieb, wusste also mehr als wir. Er verstand die Naturwissenschaften, bevor alle anderen es verstanden. Er wusste von Ereignissen, bevor sie überhaupt geschahen und sagte sie genau vorher.

All diese Dinge können uns darin bestärken, wie wir die Schrift verstehen. Man könnte sich auch mit Archäologie beschäftigen. Zum Beispiel kann man die sogenannten Tells durchstreifen, das sind Ruinen von Siedlungshügeln im Nahen Osten. In den dortigen Museen findet man viele Dinge, angefangen beim Rosetta-Stein bis hin zu Höhlen in Ägypten mit Zeichnungen, die darauf hindeuten, dass Hebräer dort waren. Der Codex Hammurapi ist ein Gesetzeskodex, der sogar älter ist als Mose. Dies deutet darauf hin, dass die Menschen von Anfang an unter einem Gesetz standen und keine freilaufenden Affen waren, die sich von Baum zu Baum schwangen. Es gibt eine ganze Menge archäologischer Funde, die das bestätigen, was die Bibel berichtet. Selbst die eingestürzten Mauern von Jericho lassen sich finden, und zwar in einer seltsamen Formation. Es passt genau zum biblischen Bericht, dass sie flach nach außen fielen.

Man kann also sagen, dass zumindest diese Teile der Bibel absolut wahr sind, weil die Archäologie sie bestätigt. Wir stießen in der Bibel noch nie auf etwas, das wissenschaftlich oder historisch falsch gewesen wäre. Im Gegenteil, die Wissenschaft bestätigt alles, was die Bibel sagt. Vielleicht fragst du dich, was mit dem Tag ist, an dem angeblich die Sonne stillstand. Nun, ganz offensichtlich blieb nicht die Sonne stehen, sondern die Erde hörte auf, sich zu drehen. Aber aus der Sicht der Person, die auf der Erde stand, sah es so aus, als sei die Sonne stehengeblieben. Das ist einfach eine Sache der Perspektive. Als du heute Morgen die schönsten Farben der aufgehenden Sonne am Himmel gesehen hast, hast du sicher auch nicht ausgerufen: „Oh, was für eine schöne Erdumdrehung.“ Tatsache ist, dass es sich um Erdumdrehung handelt:

Denn natürlich bewegte sich nicht die Sonne, sondern die Erde drehte sich. Aber du nimmst den Sonnenaufgang wie eine Bewegung der Sonne wahr. Solche Dinge finden sich auch in der Bibel, aber nichts davon widerspricht der Wissenschaft oder der Geschichte. Und nichts in der Bibel widerspricht einer Verheißung Gottes, als hätte es sich nicht so erfüllt, wie er es gesagt hat. Wir werden uns in dieser kurzen Predigtserie mit einigen dieser Themen beschäftigen. Doch bevor wir uns solche unterstützenden Beweise anschauen, müssen wir zunächst einmal hören, was die Bibel über sich selbst sagt. Und das ist bemerkenswert. Es gibt zwei Begriffe, über die du nachdenken solltest. Das ist die Unfehlbarkeit und die Irrtumslosigkeit der Schrift.

Ich benutze das Wort „unfehlbar“ sehr gerne. Man kann sicher viel darüber diskutieren, was „unfehlbar“ genau bedeutet. Es besitzt durchaus eine gewisse Bandbreite, genauso wie das Wort „irrtumslos“. Aber ich möchte das Wort „unfehlbar“ verwenden, um Folgendes zu sagen: Gott inspirierte die Schrift so, dass sie als Ganzes die zuverlässige, vertrauenswürdige, ewig wahre Richtschnur für alle Lebensbereiche ist. Wenn wir also über Unfehlbarkeit sprechen, dann meinen wir die Gesamtheit der Schrift. Sie ist die ganze Wahrheit. Wir betrachten sie sozusagen aus der Vogelperspektive und schauen uns das große Ganze an. Sie ist ein unfehlbares Dokument. Das bedeutet, dass alles, was sie als Ganzes bezeugt, wahr ist. Psalm 19,8 sagt: „Das Gesetz des HERRN ist vollkommen.“ Psalm 18,31: „Dieser Gott — sein Weg ist vollkommen“, oder untadelig. „Das Wort des HERRN ist geläutert”, oder auch erprobt und bewährt.

Psalm 119 sagt: „Dein Wort ist wohlgeläutert.“ „Dein Gesetz ist Wahrheit.“ „Alle deine Gebote sind Wahrheit.“ „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit.“ „Jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich.“ „Denn alle deine Gebote sind gerecht.“ Psalm 111,7: „Alle seine Verordnungen sind unwandelbar.“ Römer 7,12: „Das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“ Und in 5. Mose 4,2 heißt es: „Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort.“ Auch in Offenbarung 22,18-19 steht, dass wir der Schrift nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen sollen. Sie ist in ihrer Gesamtheit vollständig und unfehlbar.

In Johannes 10,35 finden wir eine wichtige Aussage, die sehr kurz und prägnant gehalten ist. Wie immer ist es verblüffend, wie viel der Herr in so wenigen Worten ausdrückt. Am Ende des Verses sagt Jesus: „Die Schrift kann doch nicht gebrochen werden.“ Die Schrift ist wie eine Kette, in der alle Verse miteinander verbunden sind. Alle Kapitel sind miteinander verbunden, alle 66 Bücher sind miteinander verbunden, die beiden Testamente sind miteinander verbunden, und es gibt keine Stelle, an der die Kette gebrochen werden könnte. Sie ist in ihrer Gesamtheit die Wahrheit Gottes. Sie beansprucht, ganz und gar wahr zu sein und fordert von uns, dass wir ihr wirklich glauben und uns auf sie verlassen.

Das zweite Wort ist „irrtumslos“. Jetzt nähern wir uns der Schrift sozusagen aus der Froschperspektive und betrachten nicht das Ganze, sondern jedes einzelne Wort. Jedes Wort ist wahr. Jedes Wort in den Autographen — das sind die ursprünglich von Gott inspirierten Handschriften — ist frei von Irrtum, Unwahrheit, Fehlern und Ungenauigkeiten. Die Gesamtwahrheit der Botschaft des Wortes wird dadurch garantiert, dass jedes einzelne Wort ein wahres Wort Gottes ist. Die Bibel ist in ihrer Gesamtheit wahr, weil sie in jedem einzelnen Teil wahr ist. Sie ist die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. In Sprüche 30,5-6 legt Gott in seinen eigenen Worten Zeugnis über sein Wort ab, als er sagt: „Jedes Wort Gottes ist lautere Wahrheit“. In Psalm 12,7 sucht der Psalmist nach einem Vergleich, um die Reinheit des Wortes zu beschreiben: „Die Worte des Herrn sind reine Worte, in irdenem Tiegel geschmolzenes Silber, siebenmal geläutert.“ In Psalm 119,140 sagt er: „Dein Wort ist wohlgeläutert”. Sowohl die Unfehlbarkeit im großen Ganzen als auch die Irrtumslosigkeit in den kleinen Details sprechen gemeinsam für die Wahrhaftigkeit der Bibel. Die Bibel ist wahr.

Ich werde nun ein paar Bibelstellen nennen. Du musst sie nicht unbedingt alle aufschlagen – hör einfach gut zu. In Jesaja 65,16 nennt sich der Herr selbst „Gott der Wahrheit“. Damit beginnt alles. Er ist der Gott der Wahrheit. In Jeremia 10,10 schreibt der Prophet von dem Gott, der der wahre Gott ist. Das Neue Testament stimmt mit dem Alten überein und bezeichnet Gott ebenfalls als einen Gott der Wahrheit. In Johannes 3,33 heißt es: „Gott ist wahrhaftig.“ In Johannes 17,3 sagte Jesus: „Dass sie dich, den allein wahren Gott [...] erkennen.“ 1. Johannes 5,20 sagt: „Dieser ist der wahrhaftige Gott.“ Dreimal erklärt die Schrift ausdrücklich, dass Gott nicht lügen kann: in 4. Mose 23,19; Titus 1,2 und Hebräer 6,18. Gott kann nicht lügen, es ist ihm unmöglich. Und weil die Bibel von dem Gott geschrieben wurde, der die Wahrheit ist, nur die Wahrheit spricht und nichts anderes als die Wahrheit sagen kann, ist sie unfehlbar und irrtumslos.

Die Verfasser des Alten Testaments erheben buchstäblich tausendfach den Anspruch, dass das, was sie schreiben, wahr ist. Über 2.000-mal behaupten sie, direkt Gottes Worte weiterzugeben. Und dabei sprechen wir nur vom Alten Testament. Immer wieder verwenden sie Formulierungen wie: „Der Geist des Herrn sprach zu mir“ oder „Das Wort des Herrn erging an mich“. Jesaja sagt zum Beispiel in Jesaja 1,2: „Hört, ihr Himmel, und horche auf, o Erde; denn der HERR hat gesprochen.“ Und dann entfaltet er die große Offenbarung des Buches Jesaja. Wenn Gott spricht, hört alles zu, weil er Gott ist. Im Neuen Testament gibt es vor allem in den Reden Jesu noch mehr Beispiele dafür.

Er sagt in Matthäus 5: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!“ „Das Gesetz und die Propheten“ ist ein Ausdruck für das Alte Testament. Er sagt also: „Ich bin nicht gekommen, um etwas zu ändern. Ich bin gekommen, um das Alte Testament zu erfüllen.“ „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ Jesus sagt hier, dass selbst die allerkleinsten Satzzeichen von Gott autorisiert sind. Deshalb schreibt Jakobus in Jakobus 2,10: „Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“

Wenn man auch nur einen kleinen Teil des Wortes Gottes übertritt, ist es so, als hätte man alles übertreten. Denn alles daran ist wahr und wurde von Gott geboten. Die Verfasser des Alten Testaments bezeichnen ihr Geschriebenes etwa 4.000-mal direkt oder indirekt als die Worte Gottes. Davon sagen sie 2.000-mal ausdrücklich, dass der Herr zu ihnen gesprochen hat. Die Verfasser des Neuen Testaments zitieren das Alte Testament etwa 320-mal direkt als Wort Gottes und beziehen sich mindestens 1.000-mal darauf. Damit bestätigen sie die Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit des Alten Testaments. Und auch für das Neue Testament beanspruchen sie göttliche Inspiration.

Das ist wirklich wunderbar, weshalb ich jetzt darauf eingehen möchte. In Galater 1 schreibt der Apostel Paulus ab Vers 11: „Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt; ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ Hier bestätigt Paulus, dass die Botschaft des Evangeliums von Gott stammt. In Vers 15 sagt er, dass Gott ihn schon von Mutterleib an auserwählt und durch seine Gnade berufen hatte, und es ihm gefiel, seinen Sohn in ihm zu offenbaren. Paulus fügt dann hinzu: „damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte, ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zurate.“ Dass er seine Botschaft und seinen Auftrag direkt von Gott erhielt, gilt in dieser Form nur für ihn als Apostel.

Aber dieses Beispiel zeigt auf, dass Gott zu Paulus wie zu den Propheten des Alten Testaments sprach. Und Paulus war einer der Apostel und Verfasser des Neuen Testaments. In Galater 4,30 zitiert Paulus aus 1. Mose: „Was aber sagt die Schrift? ‚Treibe die Magd hinaus und ihren Sohn! Denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.‘“ Das stammt aus 1. Mose 21,10.12. Paulus zitiert also das Alte Testament und nennt es „die Schrift“.

Auch in Römer 4,3 fragt Paulus: „Denn was sagt die Schrift? ‚Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet‘.“ Hier zitiert er 1. Mose 15,6 und nennt es ebenfalls „die Schrift“. Er weiß, dass 1. Mose von Gott verfasst wurde. Er weiß, dass Jesus sagte, die Schrift kann nicht gebrochen werden. Dadurch bestätigt Paulus als inspirierter Verfasser des Neuen Testaments, dass das Alte Testament „Schrift“ ist.

Ein weiteres Beispiel steht in 1. Timotheus 5,18. Hier finden sich gleich zwei Zitate und es ist sehr interessant, sie miteinander zu vergleichen. Das erste Zitat lautet: „Denn die Schrift sagt: ‚Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt!‘“ Das stammt aus 5. Mose 25,4 und bedeutet einfach: „Füttere deine Tiere.“ Aber die entsprechende Anwendung ist, dass man sich um die Menschen kümmert, die einem dienen. Es ist also eine Art Sprichwort. Wenn du willst, dass der Ochse seine Arbeit tut, dann füttere ihn. Und wenn du erwartest, dass Menschen tun, was du von ihnen möchtest, dann sorge für sie. Das ist der Gedanke dahinter. Paulus sagt „Denn die Schrift sagt“ und zitiert 5. Mose 25,4.

Aber dann folgt der wichtige zweite Teil des Zitats: „‚Der Arbeiter ist seines Lohnes wert‘.“ Dieses Zitat stammt jedoch nicht aus dem Alten Testament, sondern aus Lukas 10,7, wo Jesus sagt: „Der Arbeiter ist seines Lohnes wert.“ Somit ist also das, was Mose in 5. Mose schrieb, die Schrift, und das was Lukas in seinem Evangelium schrieb, ist ebenfalls die Schrift. Hier bezeugt Paulus als neutestamentlicher Schreiber, dass sowohl das Alte Testament als auch das Neue Testament „Schrift“ sind.

2. Petrus 3,15-16 ist ebenfalls sehr interessant. Am Anfang von Vers 15 sagt Petrus, dass Paulus über die Geduld unseres Herrn schrieb, die zur Errettung führt. Dann verweist Petrus auf den geliebten Bruder Paulus, der „euch geschrieben hat nach der ihm gegebenen Weisheit, so wie auch in allen Briefen.“ Damit geht Petrus von einem bestimmten Brief, der an eine bestimmte Gruppe geschrieben wurde, weiter zu allen Briefen des Paulus. Das sind insgesamt 13 Stück. Über diese sagt er: „So wie auch in allen Briefen, wo er von diesen Dingen spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften.“

Damit sagt Petrus über die Briefe des Paulus, dass sie Teil der Schrift sind, genau wie der Rest der Schrift. Wir sahen, dass Paulus das als Schrift bezeichnete, was Lukas geschrieben hatte. Dadurch bestätigt der führende Verfasser der neutestamentlichen Briefe einen der Evangelisten. Und genauso nennt Petrus die Briefe von Paulus „Schrift“ und sagt, dass alle seine Briefe Schrift sind. Schlag bitte zum Abschluss Judas 17–18 auf: „Ihr aber, Geliebte, erinnert euch an die Worte, die im Voraus von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind, als sie euch sagten: In der letzten Zeit werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln.“ Das ist ein Zitat aus 2. Petrus 3,3. Judas sagt: „Denkt an die Worte, die von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen und geschrieben wurden“ und zitiert Petrus. Judas bestätigt also Petrus. Petrus bestätigt Paulus. Paulus bestätigt die Verfasser der Evangelien.

Die Schrift macht nicht viel Aufhebens um dieses Thema. Es steht einfach da, zugleich großartig und beiläufig, weil es eine so offensichtliche Realität ist. Es muss nicht künstlich aufgeblasen werden, als ob wir etwas beweisen müssten. In Offenbarung 1,3 wird Segen über den ausgesprochen, der die Worte der Weissagung liest und hört und bewahrt, was ab Vers 1 darin geschrieben steht: „Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt.“ Aus diesem Text wissen wir, dass das Buch der Offenbarung von Gott inspiriert ist. Gott ist der Urheber und Autor und gab es in diesem Fall durch Engel an Johannes weiter.

In Offenbarung 19,9 erhält Johannes Anweisungen von einer Stimme direkt vom Thron Gottes: „Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes!“ In Kapitel 21,5 erhaschen wir einen Blick auf den neuen Himmel und die neue Erde: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!“ Kapitel 22,6: „Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.“ Vom Pentateuch über den Schreiber des Neuen Testaments, der 1. Mose als Schrift zitiert, bis hin zur Offenbarung, die das wahre Wort Gottes ist, bezeugen die Verfasser der Schrift durchgehend und unmissverständlich, dass sie Gottes Wort aufschrieben. Dies ist ein untrügliches, kraftvolles innerbiblisches Zeugnis dafür, dass die Schrift Gottes Wort ist.

Es gäbe noch viel mehr zu sagen, aber das heben wir uns für ein anderes Mal auf. Aber es gibt noch ein weiteres Zeugnis, über das ich heute Abend sprechen möchte. Es geht um das Zeugnis von Jesus selbst. Mir ist wichtig, was Jesus über die Schrift dachte, und vermutlich geht es dir genauso. Jesus ist derjenige, der in Johannes 10,35 sagte: „Die Schrift kann doch nicht gebrochen werden.“ Jesus ist auch derjenige, der in Matthäus 5,17-18 sagte: „Nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz [wird] vergehen.“ In Matthäus 26,24 sagte er im Hinblick auf sein Kreuz: „Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht.“ Ein paar Verse später sagte Jesus zu Petrus, dass dieser ihn nicht mit seinem Schwert beschützen müsse, denn wenn er wollte, könne er Engel vom Himmel herabrufen, um ihm zu helfen. Aber dann stellt Jesus in Matthäus 26,54 fest: „Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, dass es so kommen muss?“

Mit anderen Worten, Jesus kam, um das Gesetz und die Schriften zu erfüllen, die seinen Tod und seine Auferstehung ankündigten. Seine Aussage: „Die Schrift kann doch nicht gebrochen werden“ ist wirklich erstaunlich und überwältigend. Damit meinte er, dass alles, was Gott gesagt hatte, wahr ist und geschehen wird. Weiter sagte Jesus in Lukas 16,17: „Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.“ Und in Lukas 18,31: „Es wird alles erfüllt werden, was durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben ist.“ Für Jesus war also die Schrift Gottes Wort. Sie war für ihn das getreue Abbild eines wahren Gottes, der nicht lügen, sondern nur die Wahrheit sagen kann.

An vielen Stellen machte Jesus sogar auf einzelne Wörter aufmerksam. Ein Beispiel ist Psalm 22,1, wo vorausgesagt wird, dass der Messias bei seinem Tod am Kreuz rufen würde: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Als Jesus am Kreuz starb, rief er genau diese Worte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matthäus 27,46) Jesus glaubte, dass sich jedes Wort des Alten Testaments erfüllen wird und bekräftigte dies. Er bestätigte die Erschaffung von Adam und Eva. Er bestätigte, dass es eine wirkliche Schöpfung gab und dass es reale Personen waren, indem er in Matthäus 19,4-5 sagte: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf?“ Gott erschuf sie, er erschuf sie am Anfang, und er erschuf sie als Mann und Frau. „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Jesus glaubte an den Schöpfungsbericht, wie er in 1. Mose aufgezeichnet ist und bestätigte ihn.

Jesus sagte auch immer wieder, dass die Menschen Schwierigkeiten damit hätten, Gott zu erkennen, weil sie die Schrift nicht kannten. „Erforscht die Schriften; sie sind es, die von mir Zeugnis geben.“ Oder: „Sagt nicht die Schrift [...]?” Immer und immer wieder kam er darauf zurück. Du hast also die Wahl. Ich gebe dir drei Möglichkeiten in Bezug auf das Zeugnis Jesu über die Schrift. Eine davon muss zutreffen. Die erste ist, dass es im Alten Testament keine Irrtümer gibt, denn Jesus lehrte, dass die Schrift nicht gebrochen werden kann. Die zweite Möglichkeit ist, dass es Irrtümer gibt, von denen Jesus aber nichts wusste. Die dritte ist, dass es Irrtümer gibt, Jesus davon wusste und versuchte, sie zu vertuschen.

Das würde dann aber heißen, dass Jesus ein Scharlatan war, ein Betrüger, der etwas vertuschen wollte. Wenn das so wäre, wie erklärt man dann seine Auferstehung? Oder wenn Jesus nicht gewusst hätte, dass es Irrtümer gab, wie erklärt man dann seine Allwissenheit? Denn er sagte von sich, dass er alles weiß. Wenn also die zweite Möglichkeit stimmen würde, nämlich dass es Irrtümer gibt, aber er es nicht wusste, dann wäre er offensichtlich nicht Gott. Dann kann man das Christentum vergessen. Wenn die dritte Möglichkeit zutreffen würde, dass er es wusste und vertuschte, dann wäre er der Teufel. Daher, wenn man an die Gottheit Jesu glauben will, hat man keine andere Wahl, als an eine unfehlbare und irrtumslose Schrift zu glauben, denn genau das tat er auch.

Das führt uns nun zu der Frage: Wie musst du dir den Prozess vorstellen, durch den Gott die Schrift niederschrieb? Wenn dich das interessiert, dann komm nächste Woche wieder, denn heute reicht die Zeit dafür nicht mehr aus. Ich möchte mit folgendem Gedanken schließen: Weil die Bibel die göttliche Wahrheit ist, deswegen ist sie die Quelle des Segens. In Sprüche 8,34 heißt es: „Wohl dem Menschen, der auf mich hört.“ Und in Lukas 11,28: „Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren!“ Sie ist die Quelle der Tugend. Psalm 119 sagt: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.”

Laut Johannes 15,3 ist sie die Quelle der Reinheit: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen.“ Sie ist die Quelle des Sieges, denn durch das Schwert des Geistes erschlagen wir den Feind der Lüge und der Täuschung. Sie ist laut 1. Petrus 2 die Quelle des Wachstums: „Seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.“ Sie ist die Quelle der Macht, denn sie ist lebendig und wirksam und mächtiger als jede andere Waffe. Sie ist eine Leuchte für unsere Füße und ein Licht auf unserem Weg und somit gemäß Psalm 119,105 die Quelle der Wegweisung.

Die Bibel ist das mächtigste Buch, weil sie das einzige göttliche Buch ist, das wirklich von Gott stammt. Sie kann dich laut Hebräer 4,12 in Stücke reißen und zerteilen. Aber sie kann dich auch laut 1. Petrus 1 wieder zusammensetzen, so dass du durch das Wort wiedergeboren wirst. Und sie kann dir große Freude schenken: „Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ Die Bibel ist so mächtig und lebensverändernd, weil sie nicht Menschenwort ist, sondern Gottes eigenes Wort. Nächstes Mal schauen wir uns die großartige Lehre der Inspiration an, nämlich wie Gott sein Wort durch Inspiration übermittelte.

Unser Vater, wir danken dir für das Zeugnis der Schrift über ihre eigene Wahrhaftigkeit, Unfehlbarkeit, Irrtumslosigkeit und Inspiration. Wir wissen, dass dies alles darauf beruht, dass du der lebendige und wahre Gott bist. Du bist der Gott, der nicht lügen kann, der Gott, der die Wahrheit ist. Von dir kommt jedes wahre Wort und du sprichst nur das, was wahr ist. Darum ist die Bibel die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit, denn du bist der Gott der Wahrheit. Wie wunderbar ist es, diese Wahrheit zu kennen, sie zu verstehen und durch deine Kraft in ihr zu leben. Wir sind zutiefst gesegnet, die Wahrheit zu kennen inmitten einer Welt, die in Lügen versinkt. Wir loben dich, wir danken dir, und wir preisen dich dafür, dass du unsere Augen und Herzen für die Wahrheit geöffnet hast.

Und nun, da wir sie haben, mögen wir sie lieben, nach ihr hungern, sie lernen, sie verkündigen, sie verteidigen und sie nutzen, um dich anzubeten. All dies bitten wir um Christi willen und zu seiner Ehre. Amen.

ENDE

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