Grace to You Resources
Grace to You - Resource

Schlagt eure Bibel ein letztes Mal in Jesaja Kapitel 53 auf. Das ist die zehnte Predigt in dieser Reihe, und ich muss zugeben, dass ich mich nur sehr ungern von ihr verabschiede. Dieses Kapitel hat seinen Weg bis ins Innerste meiner Seele, in meine geistliche DNA gefunden. Aber das Gefühl habe ich bei jedem Bibelabschnitt. Diese hier hebt sich jedoch in vielerlei Hinsicht von den anderen ab. In den letzten neun Predigten, in denen wir dieses Kapitel durchgenommen haben, habe ich versucht, die Besonderheit dieses Kapitels mit euch zu teilen.

Als wir vor einigen Monaten mit dieser Serie begonnen haben, habe ich euch gezeigt, dass durch die Wahrheit in diesem Kapitel die wichtigste, wesentlichste, entscheidendste und kritischste Frage beantwortet werden kann. Dieses Kapitel ist die Antwort auf die schwerwiegendste, ernsthafteste und bedeutungsvollste Frage. Die Frage, die dieses Kapitel beantwortet, ist wichtiger als jede andere Frage. Sie ist wichtiger als alle anderen Fragen zusammengenommen. Sie ist unendlich viel wichtiger als alle anderen Fragen zusammengenommen. Die Frage, die in diesem Kapitel beantwortet wird, hat nichts zu tun mit Gesundheit, nichts mit Wohlstand, nichts mit Erfolg, nichts mit Bildung und nichts mit Soziologie. Die Frage hat auch nichts mit Religion zu tun, oder mit Politik, Moral oder Philosophie. Sie ist weit wichtiger als all diese Fragen. Tatsächlich wurde die Bibel geschrieben, um diese Frage zu beantworten.

Die Bibel wurde geschrieben, um eine Antwort auf eine Frage zu geben, die vor allem in diesem Kapitel beantwortet wird. Wie lautet die Frage? Die Frage ist folgende: Wie kann einem Sünder vollständig vergeben werden und wie kann er mit dem heiligen Gott versöhnt werden, sodass er der ewigen Hölle entkommen und den ewigen Himmel betreten kann? Das ist die Frage aller Fragen. Und da jeder Mensch ewig leben wird, entweder in der ewigen Hölle oder im ewigen Himmel, ist das die Frage, die am dringendsten beantwortet werden muss. Wie kann einem Sünder vollständig vergeben werden und wie kann er mit dem heiligen Gott versöhnt werden, sodass er der ewigen Hölle entkommen und den ewigen Himmel betreten kann? Das ist die wichtigste moralische Frage. Das ist die wichtigste geistliche Frage. Es ist die wichtigste religiöse Frage, auf die kein Moralsystem, keine mystische Spiritualität und keine Religion eine Antwort hat - außer dem Christentum. Die Bibel ist geschrieben worden, um diese Frage zu beantworten.

Würde man diese Frage und diese Antwort aus der Bibel herausnehmen, wäre die Bibel wie jedes andere Buch. Für diese Frage und diese Antwort wurde die Heilige Schrift offenbart. Was das Alte Testament betrifft, so wird diese Frage nirgendwo deutlicher beantwortet als in Jesaja 53, wie wir bereits gesehen haben. Das macht dieses Kapitel zu einem der Höhepunkte des Alten Testaments. Das ist der Mount Everest des Alten Testaments. Es ist eine vom Heiligen Geist inspirierte Prophezeiung über die Bedeutung von Jesu Tod und Auferstehung, 700 Jahre vor seiner Ankunft. Bei der Einführung in diese Reihe habe ich euch gesagt, dass einige Kommentatoren dieses Kapitel im Laufe der Jahre als das fünfte Evangelium bezeichnet haben. So würde ich es nicht bezeichnen. Ich würde es als das erste Evangelium bezeichnen, und Matthäus ist das zweite, Markus das dritte, Lukas das vierte, und Johannes das fünfte.

Dies ist das erste Evangelium. Dies ist ein Bericht über den Gottmensch, der in die Welt gekommen ist, um für Sünder zu sterben. Er ist auferstanden, um Erlösung zu bringen, und er wurde in den Himmel erhoben. Es ist nicht nur das erste Evangelium, ich würde sogar behaupten, es ist der erste Brief. Der erste Brief. Man kann dieses Kapitel direkt nach der Apostelgeschichte und vor dem Römerbrief einordnen. Denn die Botschaft hier ist nicht nur dieselbe, von der man in den vier Evangelien liest. Es ist auch dieselbe Auslegung der Evangelien, die man in den Schriften von Paulus, Petrus und Johannes findet. Zugleich ist es auch ein unvergleichlicher Beweis für göttliche Autorschaft im Alten Testament. Hier wird nämlich das Leben und der Tod des Herrn Jesus Christus durch Kreuzigung, Durchbohrtwerden und Begräbnis 700 Jahre vor seiner Zeit in allen Einzelheiten aufgezeichnet. Hier sieht man die neutestamentliche Auslegung von seinem Tod und seiner Auferstehung, die genau das aussagt, was wir in den Briefen des Neuen Testaments finden.

Wie wir bereits gesehen haben, befinden sich die Worte aus diesem herrlichen Kapitel 53 alle in der Vergangenheitsform. Obwohl es sich um eine Prophezeiung über die Zukunft handelt, ist es nicht in erster Linie eine Prophezeiung über die Ereignisse im Leben Christi. Es ist zuallererst eine Prophezeiung über die endgültige Bekehrung Israels: Sie werden in der Zukunft, wie Sacharja es ausdrückt, auf den schauen, den sie durchbohrt haben, und um ihn als einzigen Sohn trauern. Der Geist der Gnade und des Gebets wird über sie kommen, die Quelle der Reinigung wird sich ihnen öffnen und sie werden Gott erkennen. Sacharja 12 und 13 verheißt, dass genau dies in Zukunft geschehen wird.

Die Verheißung Gottes in Hesekiel 36 ist die zukünftige Rettung Israels. Das wird in Jeremia 31 wiederholt und in Sacharja 12, 13 und 14 bekräftigt. Daraus leitet Paulus ab, was er in Römer 11 sagt, nämlich dass ganz Israel gerettet werden wird. Dem Propheten Jesaja wird eine Vision von der zukünftigen Erlösung Israels am Ende der Menschheitsgeschichte gegeben, kurz vor dem Kommen Jesu Christi. Dann werden sie auf den zurückblicken, den sie durchbohrt haben, und ihn so sehen, wie er wirklich ist. Sie werden ihn als Herrn und Retter annehmen, von ihren Sünden gereinigt und gerettet werden und zur wahren Erkenntnis Gottes gelangen. Wenn das in Zukunft geschieht, werden sie diese Worte sagen. Das ist ihr Bekenntnis. Deshalb stehen alle Verben in der Vergangenheitsform und die Pronomen im Plural. Hier ist von Israel die Rede, das sein Bekenntnis in der Zukunft ablegen wird.

Obwohl das Bekenntnis hier das zukünftige Bekenntnis Israels ist, das dem Volk das Heil bringt, ist es auch das gleiche Bekenntnis, das jeder Jude und Heide seit Christus ablegt und durch das wir gerettet werden. Eines Tages wird Israel dieses Bekenntnis ablegen; wir haben es bereits getan. Wir haben bereits bekannt, dass er um unserer Übertretungen willen durchbohrt und um unserer Missetaten willen zerschlagen wurde. Wir haben bereits bekannt, dass der Herr die Schuld von uns allen auf ihn fallen ließ. Wir bekannten, dass es dem Herrn gefiel, ihn zu zerschlagen, weil er ein Schuldopfer war. Wir verstehen das. Wir glauben daran. Wir glauben an das stellvertretende Opfer von Jesus Christus für Sünder. Wir glauben, dass er wegen der Übertretungen des Volkes Gottes, dem der Schlag eigentlich galt, dass er wegen ihm aus dem Land der Lebenden ausgerottet wurde. Er hat den Schlag und das Urteil, das uns zustand, auf sich genommen. Das glauben wir - deshalb sind wir gerettet.

Dies ist das Evangelium. Dieses Bekenntnis ist das Herzstück der Theologie der Errettung. Hier findet sich die Lehre der Rechtfertigung: Unsere Sünden werden dem Gerechten zugerechnet, dem Knecht Jehovas. Er wird zum stellvertretenden Opfer, stirbt an unserer Stelle und nimmt die von Gott verhängte Strafe für unsere Sünden und für alle Sünden aller auf sich, die jemals an ihn glauben werden. Eines Tages werden die Juden Folgendes sagen - und wir haben es bereits gesagt: „Er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden“ – seine Striemen – „sind wir geheilt worden.“ Eines Tages werden die Juden sagen: Der Herr hat die Schuld von uns allen auf ihn fallen lassen. Eines Tages werden sie sagen: Um der Übertretung meines Volkes willen, dem der Schlag galt, wurde er ausgerottet. Eines Tages werden sie das sagen.

Hör ganz genau zu: Erst wenn jemand das sagt, kann er gerettet werden. Es gibt keine andere Möglichkeit, gerettet zu werden. Es gibt Prediger, Pastoren, die gerne verkünden, dass die Juden heute ohne Christus gerettet werden können. Das ist nicht wahr. Jeder Jude und jeder Heide kann heute gerettet werden. Diese Gemeinde besteht aus Juden und Heiden, die dieses Bekenntnis bereits abgelegt haben. Aber ohne dieses Bekenntnis kann niemand gerettet werden. Wir freuen uns, dass die Nation Israel eines Tages dieses Bekenntnis ablegen wird und zwar durch das mächtige Werk der souveränen Gnade. Dann wird Gott durch seinen Heiligen Geist der Gnade über sie kommen und sie erneuern. Sie werden zurückblicken, Christus sehen, und die Entscheidung, die sie seit zweitausend Jahren getroffen haben, rückgängig machen, und ihn als Retter annehmen.

Dies ist ihr Bekenntnis. Dies ist mein Bekenntnis. Dies ist dein Bekenntnis. Es hört nicht beim Kreuz auf. Zusammen mit ihnen bekennen auch wir, dass er zwar ein Schuldopfer war, aber Vers 10 geht weiter: „Er wird Nachkommen sehen und seine Tage verlängern; und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen. Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben“. Das Bekenntnis schließt auch seine Auferstehung mit ein. Wie kann er denn seine Nachkommen sehen, wenn er tot ist? Wie kann er seine Tage verlängern? Wie kann er das Wohlgefallen des Herrn erfüllen und dabei zufrieden gestellt sein? Das ist nur möglich wenn er von den Toten aufersteht. Wir bekennen, dass Jesus nicht nur gestorben, sondern auch auferstanden ist. Römer 10: Wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, und ihn als Herrn bekennst, wirst du gerettet werden. Daran glauben wir. So verstehen wir das. So werden es die Juden verstehen.

Aber das ist an sich noch nicht das letzte Wort. Haben wir Recht? Haben wir Recht? Hört zu, dieses Verständnis der Rechtfertigungslehre - stellvertretende Sühnung - ist seit der Zeit des Neuen Testaments angegriffen worden. Sie ist auch heute unter Beschuss. Es gibt Theologen, die das stellvertretende Sühnopfer Jesu Christi leugnen, nämlich den stellvertretenden Ausgleich Christi für die Sünden eines jeden einzelnen, der jemals an ihn glauben wird. Diese Lehre ist immer wieder hart umkämpft. Es schien tatsächlich so, als wäre diese Schlacht tausend Jahre lang verloren gewesen, bis die Reformation sie zurückgewann. Haben wir es richtig verstanden? Ist das, was wir hier lesen, dieses zukünftige Bekenntnis der Juden, ist das ein richtiges Verständnis des Kreuzes? Ist es ein richtiges Verständnis davon, was der Tod und die Auferstehung Christi bedeuten? Und nicht nur sein Tod und seine Auferstehung, sondern auch seine Verherrlichung? Denn laut Kapitel 52,13 wird er hoch sein, er wird erhöht sein, er wird sehr erhaben sein, er wird viele Völker erschrecken, er wird sie zum Schweigen bringen. Er wird allen Königen der Welt den Mund stopfen, weil er ihnen so überlegen sein wird. Das bedeutet nicht nur, dass er zum ersten Mal kam, um zu sterben, sondern auch, dass er ein zweites Mal kommen wird, um zu regieren.

Haben die Juden es richtig verstanden? Verstehen sie es richtig? Verstehen nur wir das so? Oder ist das die Sichtweise Gottes? Wie versteht Gott das Kreuz? Wir wissen vom Anfang dieses Abschnittes, Kapitel 52, Verse 13 bis 15, dass Gott der Sprecher ist: „Siehe, mein Knecht“ - mein Sklave, ebed, der Sklave Jehovas. Das ist der Titel des Messias seit Kapitel 42. Weil hier in der ersten Person gesprochen wird wissen wir, dass Gott hier der Sprecher ist. Er beschreibt den Weg des Messias, seines Sklaven, und er sagt, dass er Erfolg haben wird, dass er hoch und erhaben sein wird, dass er viele Völker erschrecken wird. Es spricht also von seiner Erhöhung und seiner Souveränität. In Vers 14, dem Vers in der Mitte, ist die Rede von seiner Entstellung, seiner Verunstaltung, seiner Vernarbung.

Sie wird schlimmer sein als bei jedem Menschen. Seine Gestalt wird abscheulicher und entstellter sein als die jedes anderen Menschen. Er sagt uns also, dass der Weg seines zukünftigen Knechtes Herrlichkeit und Leiden beinhalten wird. Das ist ein Rätsel für die Juden.

Ich habe gestern Abend auf dem Flug von Seattle hierher ein Buch gelesen, in dem beschrieben wurde, was die Rabbiner über diesen Teil der Heiligen Schrift denken und im Laufe der Geschichte gedacht haben. Dieses Rätsel bringt sie in eine Zwickmühle. Wie kann der Messias erhöht und verherrlicht und mehr entstellt werden als jeder andere Mensch? Die Intrigen, die sie im Laufe ihrer Geschichte - über die Zeit Christi hinaus bis in die heutige Zeit - gesponnen haben, um zu erklären, wie dieses Kapitel den Messias beschreiben könnte, sind fast unendlich. Wie lässt sich das lösen?

Kapitel 53 löst das Problem einfach dadurch, dass es heißt: Bevor er erhöht wird, wird er erniedrigt. Wir verstehen das sehr gut. Sein erstes Kommen besteht darin, dass er entstellt und hingerichtet wird. Sein zweites Kommen besteht darin, zu herrschen und zu regieren. So verstehen wir es. Aber ist das auch mit Gottes Verständnis vereinbar? Schließlich ist es Gottes Perspektive, die zählt. Das Problem der Erlösung, das Problem der Vergebung, das Problem der Versöhnung, das Problem oder die Frage des ewigen Lebens hat nichts damit zu tun, wie wir die Dinge verstehen. Wie wir es verstehen, ist nicht die letzte Instanz. Die letzte Instanz ist zu sehen, wie Gott es versteht. Ich möchte Gottes Sicht auf den Tod und die Auferstehung Christi haben. Und genau das haben wir in den letzten beiden Versen dieses erstaunlichen Kapitels.

Beginnend in der Mitte von Vers 11 spricht Gott wieder. Alle Pronomen ändern sich. Sie gehen von Plural in den Singular über. Die Verben wechseln von der Vergangenheitsform in die Zukunftsform. Da ist eine Wendung: von den Juden, die als Nation auf das Kreuz zurückblicken, wechselt es zu Gott, der auf das Kreuz vorausschaut. Was ist Gottes Sicht? Hört zu, es fängt an mit: „Durch seine Erkenntnis“, Vers 11. „Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen. Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat.“ Das sind die Worte Gottes, die das Rätsel der Verse 13 bis 15 in Kapitel 52 lösen. Das ist die Sicht Gottes. Die Pronomen sind „mein“ und „ich“, die Verben stehen in der Zukunftsform: Gott spricht persönlich und sagt die Tatsache voraus, zu der sich die Juden bekennen werden. Er sagt den Tod des Gerechten voraus. Er sagt voraus, dass er sich dem Tod preisgeben wird. Er sagt voraus, dass es ein sündentragender Tod sein wird, dass er die Sünden der vielen tragen wird, und dass er dadurch die vielen rechtfertigen wird. Das ist die Lehre der stellvertretenden Sühnung - Rechtfertigung durch Zurechnung. Das ist die großartige Lehre, zu der sich die zukünftige Generation der Juden und wir alle bekennen, und Gott bestätigt sie. Gott bejaht sie.

Gott bekräftigt die Gottheit seines Knechtes, wenn er ihn in Vers 11 als den Gerechten bezeichnet. Der Gerechte. Dazu werde ich gleich mehr sagen. Er bekräftigt sein Menschsein, wenn er davon spricht, dass er sich dem Tod preisgibt und zu den Übertretern gezählt wird. Aber am deutlichsten wird die stellvertretende Sühnung in Vers 11 bekräftigt, wo er sagt: „Er wird ihre Sünde tragen“, und in Vers 12: „Er hat die Sünde vieler getragen“. Gott bekräftigt sogar seine Auferstehung, denn „ich will ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten“. Gott bekräftigt seine Mittlerrolle, seine Fürbitte in der letzte Zeile: Er hat „für die Übertreter gebetet“. Hier ist also ein Wort von Jahwe, ein Wort von Jehova, das die Antwort auf die wichtigste Frage des Lebens verkündet: Wie kann einem Sünder vollständig vergeben werden und wie kann er mit dem heiligen Gott versöhnt werden, sodass er der ewigen Hölle entflieht und den ewigen Himmel betreten kann? Die Antwort Gottes ist der Tod des Gerechten, der anstelle des Sünders stirbt und die Strafe für die Sünde vollständig bezahlt. Das ist Gottes Bestätigung.

Schauen wir uns das genauer an. Wie gesagt, Gott ist der Sprecher - Jahwe, Gott der Vater ist wieder der Sprecher - und wieder stellt er seinen Knecht vor. „Mein Knecht“ nennt er ihn hier in Vers 11 - und so hat er ihn auch genannt, als er ihn in 52,13 vorgestellt hat: Mein Knecht, der Knecht Jehovas - das ist der messianische Titel, den wir gut kennen. Aber ich möchte mich auf den Gerechten konzentrieren, den Gerechten. Es gibt nur einen, der diesen Titel tragen könnte, einen auf dieser Welt, einen Menschen, einen Mann, der diesen Titel tragen könnte: der Gerechte. Das ist eine so wunderbare alttestamentliche Bezeichnung für den Messias, dass sie den neutestamentlichen Gläubigen, die das Alte Testament kannten, sehr vertraut war. Petrus zum Beispiel hält diese großartige Predigt in Apostelgeschichte Kapitel drei, und er bezieht sich auf diesen Titel. Er sagt: „Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht; ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet“ - den Gerechten. Er ist der einzige Gerechte.

Stephanus hat diese großartige Predigt gehalten, bevor er unter den blutigen Steinen zermalmt wurde, und er sagte zu den Juden: „Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten ankündigten.“ Der Gerechte. Das ist zu einem messianischen Titel geworden. In Kapitel 22 wiederholt Paulus sein Zeugnis von der Straße nach Damaskus und sagt: Ich ging in das Haus des Ananias, und Ananias sprach zu mir von dem Gerechten. Zurück zu Jesaja Kapitel 53. Gott etabliert diesen Titel auch hier, indem er seinen Knecht „den Gerechten“ nennt, den Einzigen, der heilig, makellos, unbefleckt, von Sündern abgesondert war, in dem keine Sünde war. Von ihm sagte er: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich“ – Was? – „Wohlgefallen habe.“

Hier spricht Gott also von seinem Sohn, seinem Sklaven, dem Gerechten, und er sagt folgendes: „Durch seine Erkenntnis wird er die vielen gerecht machen“. Die „vielen“, das heißt die, die glauben. Die „vielen“, das heißt das Volk Gottes. Die „vielen“, das heißt die, für deren Sünden er gestorben ist. Die er gesühnt hat, wird er rechtfertigen, das heißt, er wird ihnen Gerechtigkeit verschaffen. Er wird ihnen durch sein Opfer seine eigene Gerechtigkeit gewähren, und zwar indem er ihre Sünden auf sich nimmt. Wir verstehen die Lehre der Rechtfertigung, dass er, der Gerechte, stirbt, um viele Sünder zu rechtfertigen.

Der Satz, auf den ich mich konzentrieren möchte, weil ihr die anderen Dinge bereits kennt, ist folgender: „durch seine Erkenntnis“. Von wessen Erkenntnis ist hier die Rede? Im Hebräischen kann es in beide Richtungen gehen. Es könnte „durch seine Erkenntnis“ heißen, und so wird es auch in der deutschen Übersetzung angedeutet. „Durch seine Erkenntnis“ – damit ist der Knecht gemeint, der Gerechte – er wird viele rechtfertigen. Es könnte sich auf seine Kenntnis beziehen, sein Verständnis von Gottes Plan, seine vollkommene Weisheit, die er hatte.

Jesaja weist in Kapitel 1 und Kapitel 5 auf die mangelnde Erkenntnis der Israeliten hin. In Kapitel 44 weist er erneut mit Nachdruck auf die mangelnde Erkenntnis des Volkes hin. Vielleicht will er hier sagen: Der Gerechte hat die Erkenntnis, die nötig ist, um Gottes Willen zu tun und die vielen zu rechtfertigen. Das Problem dabei ist, dass er uns nicht durch seine Erkenntnis rechtfertigt, sondern durch seinen – was? Durch seinen Tod. Das Hebräische würde uns erlauben, es so zu übersetzen: „Durch das Erkennen von ihm, dem Gerechten, meinem Knecht, wird er die vielen rechtfertigen“. Die Rechtfertigung wird denen zuteil, die ihn erkennen - denjenigen, die ihn erkennen. Die bessere Auslegung dieses Satzes ist zu sagen, dass wir durch unsere Erkenntnis über ihn rechtfertigt werden: die Erkenntnis seiner Person, seines Werkes, seines stellvertretenden Todes und seiner Auferstehung – zusammengefasst: das Evangelium. Hier bestätigt Gott den Missionsbefehl. Hier sagt Gott, dass er diejenigen rechtfertigen wird, die Erkenntnis von ihm haben werden. Es gibt auch keine Erlösung in einem anderen Namen. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Hör gut zu, in Römer 10 bezieht Paulus sich auf Jesaja, und verweist sogar auf mehrere Abschnitte von Jesaja. Paulus sagt Folgendes in Römer 10: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Aber dann sagt er: „Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben?“ Sie können es nicht. Dann sagt er: „Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?“ Und dann sagt er: „Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden?“ Und dann diese wunderbare Aussage: „Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!“ Nur die, die ihn erkennen, können gerettet werden. Und genau das steht hier: Durch die Erkenntnis von ihm, von dem Gerechten, von meinem Knecht, wird er viele gerecht machen. Deshalb gehen wir mit dem Evangelium bis an die Enden der Erde. Deshalb predigen wir zu allen Geschöpfen. Für sie gibt es keine andere Möglichkeit, gerettet zu werden. Israel wird nicht gerettet, weil sie jüdisch sind, oder monotheistisch sind. Sie werden erst dann gerettet, wenn sie als Einzelne – jetzt im Zeitalter der Gemeinde oder in der Zukunft am Ende des Zeitalters – auf den schauen, den sie durchbohrt haben, und um ihn trauern und ihn als Herrn bekennen.

Hier bezeugt Gott selbst, wie dringlich es ist, die Botschaft von Jesus Christus bis an die Enden der Erde zu verkünden. Die Vielen, die Menschen, für die Christus gestorben ist, können nur gerettet werden, wenn sie es hören. Denn der rettende Glaube kommt allein dadurch, - Römer 10 - dass die Botschaft über Christus gehört wird. Der Glaube kommt dadurch, dass das Wort über Christus gehört wird. Das ist unser Auftrag, und dieser Auftrag wird uns hier von Gott selbst erteilt. Genau in diesem Kapitel finden wir den Missionsbefehl und den Aufruf zum Glauben - ein Glaube, der auf der Erkenntnis der wahren Offenbarung Christi beruht.

Dann sagt Gott Folgendes: Ihn auf eine rettende Weise zu erkennen, ihn im bußfertigen Glauben zu erkennen, wird die vielen gerecht machen. Wie? Wie kann die Tatsache ihn zu erkennen, jemanden gerecht machen? Weil er ihre Missetaten tragen wird. Gott lehrt die Rechtfertigung. Gott lehrt die Zurechnung von Schuld und die Zurechnung von Gerechtigkeit.

Er hat noch mehr zu sagen. In der zweiten Hälfte von Vers 12 spricht Jehova, Jahwe, erneut von seinem Knecht, dem Gerechten: „Er hat seine Seele dem Tod preisgegeben“. Bei den Verben handelt es sich immer um Verben die die Bereitwilligkeit hervorheben: „Er hat seine Seele dem Tod preisgegeben“. Ebenso in Vers 7: „Er wurde misshandelt, und er gestattete sich selbst gebeugt zu werden“. Wir haben das alles schon gesehen. Seine Bereitschaft ist in diesem gesamten Abschnitt der Schrift ausgeprägt. Wörtlich bedeutet es, dass er seine Seele dem Tod übergab. Gott greift also das Bekenntnis auf, das wir von den Juden gelesen haben. Ja, er hat sich selbst dem Tod überlassen. Dann diese wunderbare Aussage: „Und hat sich unter die Übeltäter zählen lassen.“ Wörtlich heißt es im Hebräischen, dass er sich unter die Übertreter einreihen ließ. Tatsächlich zitiert Jesus das in Lukas 22,37, bevor er ans Kreuz ging. Er zitiert genau diese Worte. Es ist eine Anspielung auf seine Inkarnation, seine Fleischwerdung, dass er wortwörtlich von Übeltätern umgeben war. Er lebte unter Übertretern. Er mischte sich unter diese Welt. Und optisch sah er nicht anders aus als alle anderen. Da war kein Heiligenschein. Er bewegte sich keine zwei Meter über dem Boden. Er hatte keine stattliche Gestalt oder Majestät. Nichts an seinem Aussehen machte ihn attraktiv. Er sah aus wie jeder andere Mann. Er lief wie jeder andere Mann. Er sprach mit einer Stimme, die wie die Stimme jedes anderen Mannes war. Er aß. Er tat, was Menschen tun.

Es gab nichts an ihm, was sie zu dem Schluss kommen ließ, dass er übernatürlich war. Das war Teil des Problems, als er begann Wunder zu tun. Es gab eine solche Diskrepanz zwischen dem, was er zu sein schien, und der Macht, die er hatte, dass sie in ihrem Unglauben beschlossen, dass es die Macht Satans war, die irgendwie durch ihn wirkte. Hier bejaht Gott die Inkarnation. Hier sagt Gott selbst in seinen eigenen Worten, dass er herabgestiegen ist und sich in die Welt der gefallenen Menschen hat einbetten lassen. Hier sehen wie Philipper Kapitel 2: Er erniedrigte sich selbst, nahm Menschengestalt an, wurde ein Knecht und nahm den Tod auf sich, sogar den Tod am Kreuz.

Es geht also nicht um seinen Tod unter Verbrechern, sondern um die Tatsache, dass er gekommen ist, um seinen Platz bei Sündern einzunehmen. Und obwohl er mit Sündern vertraut wurde, obwohl er als Mensch zu den Übertretern gezählt wurde, konnte er selbst das tun, was kein Mensch tun kann, nämlich die Sünde vieler tragen, obwohl er mit den Sündern in der Welt vermischt war. Doch er war der Einzige, der über sie hinauswachsen und das Opfer für ihre Sünden sein konnte. Er ist der Gerechte, Gott, der ins Menschsein eingebettet ist, der Gottmensch, und er scheint wie alle anderen zu sein, aber er ist in der Lage, ihre Sünden zu tragen. Und wie der Sündenbock des Versöhnungstages - 3. Mose 16 - trägt er sie weg, und darauf wird in diesem Kapitel mehrmals Bezug genommen, wie ihr wisst.

Nun sehen wir uns das letzte Wort des Vaters über seinen Tod und sogar seine Auferstehung an - die letzte Zeile: „Er hat für die Übeltäter gebetet“, er hat für die Übeltäter gebetet. Ich wünschte, die Übersetzer hätten das Wort „vermittelt“ verwendet. Das Wort bedeutet „vermitteln“. Es bedeutet, vermitteln, dazwischen gehen, dazwischen stehen. Und dies ist die Aussage Gottes, dass Christus derjenige ist, der zwischen Gott und Mensch steht. 1. Timotheus 2,5 sagt: „Es ist ein“ - was? - „es ist ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus“. Ja, bei dieser Mittlerrolle ist er der Fürsprecher. Er ist derjenige, der sich für uns einsetzt. Er ist derjenige, der die Brücke zu Gott ist, die Brücke zum Himmel. Er hat die notwendige Vermittlung durch seinen Tod ermöglicht. Seine Mittlerrolle für uns begann schon im Neuen Testament, in Johannes 17, bevor er ans Kreuz ging, als er das Hohepriesterliche Gebet betete, in der Nacht, als er verraten wurde, und er begann, für uns zu beten. Er begann dieses unglaubliche Gebet zu beten, dass Gott uns alle in den Himmel bringen würde, dass alle, die in der gesamten Menschheitsgeschichte zu ihm gehören, versammelt würden und dass sie alle in die Herrlichkeit gebracht würden, wo sie ihn in seiner Herrlichkeit und in der Herrlichkeit des Vaters sehen könnten. Und er begann, für die Menschen einzutreten, für die er gestorben war.

Aber es gibt eine sehr wichtige hebräische Anmerkung zu dem Verb „Fürbitte leisten“. Es handelt sich um ein Verb im Imperfekt, dessen Bedeutung also kontinuierlich fortlaufend ist. Alle vorherigen Verben stehen im Perfekt, was eine abgeschlossene Handlung signalisiert. Wenn ihr drei Verben zurückgeht: „Er hat seine Seele dem Tod preisgegeben“, dann ist das vollendet; er hat es ein für alle mal getan. Er hat „sich unter die Übeltäter zählen lassen“, das ist seine Inkarnation; das hat er einmal getan. Er hat „die Sünde vieler getragen“; das hat er am Kreuz vollbracht und es wird sich nie wiederholen. Diese Dinge sind abgeschlossen, vollendet. Aber seine Fürsprache ist nicht vollendet, weil sie weitergeht. „Weil er für immer lebt, um für sie einzutreten“. Er ist immer unser Verteidiger. Er ist immer unser Fürsprecher. Er ist für immer und ewig unser Mittler, bis wir endlich im Himmel sind. In Hebräer 7,25 und Römer 8,34 wird das stellvertretende, fürbittende Werk Christi gepriesen.

Gott selbst bekräftigt also in diesem Abschnitt das stellvertretende Opfer Christi als das einzige Opfer, das seine Gerechtigkeit befriedigen und den Sündern Erlösung und Rechtfertigung bringen kann. Das heißt, sie werden von Gott für gerecht erklärt. Das kommt nur denen zugute, die ihn erkennen. Ihn zu erkennen, das ist die Art und Weise, wie Rechtfertigung erfolgt, individuell. Und deshalb ist es entscheidend, ihn zu erkennen. Daraus ergibt sich für uns der Auftrag, die Erkenntnis über ihn in der Welt zu verbreiten. Dies ist ein Bekenntnis, das die Juden eines Tages ablegen werden. Dieses Bekenntnis haben wir bereits abgelegt. Und es ist ein Bekenntnis, das Gott selbst bekräftigt.

Das bringt uns schließlich zum letzten Wort, Vers 12. Wir haben den erschreckenden Knecht gesehen, den verachteten Knecht, den stellvertretenden Knecht, den schweigenden Knecht, den geschlachteten Knecht, und nun sehen wir hier den souveränen Knecht. Beginnend in Vers 12: „Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten.“ Die Auferstehung wird natürlich impliziert, weil er jetzt belohnt werden wird. Nach dem Leid kommt die Erfüllung. Nach dem Kummer die Erlösung. Nach dem Tod folgt die Befreiung. Nach dem Blut kommt der Ruhm. Nach dem Schmerz kommt die Freude. Nach den Dornen, der Thron. Nach dem Kreuz folgt die Krone. Das erste Kommen in Erniedrigung, das zweite Kommen in Herrlichkeit.

Der Text endet also mit dem zweiten Kommen. Der Text endet dort, wo er in Kap. 52,13 begonnen hat. Er wird Erfolg haben, erhöht und erhaben sein, die Völker erschrecken und die Könige zum Schweigen bringen. Der Text endet mit einer Triumph- und Siegesparade, wenn Gott der Herr selbst seinen Knecht auf den Thron setzt und ihn mit der ganzen Beute seines siegreichen Triumphes belohnt. Er ist erhaben, er ist allherrlich, er sitzt auf einem Thron. Hier sehen wir Offenbarung 11, wenn die Königreiche dieser Welt zu den Königreichen unseres Gottes und seines Christus werden. Dies ist Offenbarung 19, wenn er mit allen Heiligen auf einem weißen Pferd kommen wird, um zu richten und Krieg gegen die Gottlosen zu führen und dann sein herrliches Königreich auf Erden für tausend Jahre errichten wird, gefolgt von dem ewigen neuen Himmel und der neuen Erde, wo er regiert und für immer erhöht wird. Das ist eine mächtige, königliche Bildsprache. Es ist das Bild eines siegreichen Helden, der mit der ganzen Beute seines Triumphs zurückkehrt. Nachdem er alle feindlichen Mächte besiegt und alle unbedeutenden Könige beschämt hat, kommt er triumphierend.

Und Gott verkündet zwei Dinge über ihn: „Ich will ihm einen Teil mit den Großen zuteilen“ und „Ich werde die Beute mit den Starken teilen.“ Das ist eine großartige Aussage. Wir würden erwarten, dass er sagt: Ich werde ihm alles geben. Das ist wahr. Ich will ihn erhöhen. Wie Paulus es im Philipperbrief sagt: Ich will ihm einen Namen geben, der höher ist als alle Namen, dass sich vor dem Namen Jesu alle Knie beugen sollen. Und dieser Name ist übrigens nicht Jesus, sondern der Name von Jesus - Herr. Das ist der Name, der uns dazu bringt uns zu verbeugen.

Wir würden sehr gut verstehen, wenn Gott sagen würde: Ich werde ihm alles geben, und er wird ihm alles geben, aber das ist hier nicht die Hervorhebung. Die Betonung liegt hier auf dem Teilen. „Ich will ihm einen Teil mit den Großen zuteilen und die Beute mit den Starken teilen“. Wer sind die Großen und wer die Starken? Was? Das sind wir. Wie sind wir groß und stark geworden, wenn wir unbedeutend und schwach sind? Das Wort für „groß“ lautet eigentlich harabim. Wörtlich bedeutet das: die vielen - die vielen, die er gerechtfertigt hat. Wir haben das Wort „die viele“ bereits betrachtet. Er wird die vielen gerecht machen, am Ende von Vers 12, er hat „die Sünde vieler getragen“. Hier sind die Vielen. Deshalb werde ich ihm einen Teil mit den Vielen zuteilen.

Warum gehen die Übersetzer dazu über aus „die vielen“ nun „den Großen“ zu sagen? Weil wir bis dahin groß gemacht worden sind. Du fragst dich: Werden wir erhöht werden? Ja, das werden wir. Römer 8,17: Wir werden Erben Gottes und Miterben Christi sein. Alles, was ihm gehört, wird auch uns gehören. Ist die Gnade Gottes nicht großherzig? Dass wir in der Ewigkeit nicht in gewisser Weise verarmt dastehen und zusehen müssen, wie Christus alle Belohnungen genießt, sondern dass wir alles, was er besitzt, mit ihm teilen werden. Das ist das Ausmaß der großen Gnade Gottes. Er teilt die Beute mit den Starken. Wer sind die Starken? Es sind die Schwachen, die stark gemacht wurden. Wir sind die Vielen, die groß gemacht wurden, und wir sind die Schwachen, die stark gemacht wurden. Wir sind die Triumphierenden, das ist hier die Bedeutung. Wir marschieren in seinem Triumphzug.

Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, im Korintherbrief nachzulesen, wo Paulus sagt: Wir marschieren triumphierend. Alle Beute, die Christus am Kreuz errungen hat, alle Erlösten aller Zeiten werden Teil einer ewigen Gemeinschaft sein, die unser Leben bereichern wird. Alles, was ihm von der ewigen Herrlichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde gehört, wird auch uns gehören. Wir werden im Tausendjährigen Reich mit ihm auf Erden herrschen. Wir werden mit ihm auf Thronen sitzen. Und wir werden für immer und ewig mit ihm herrschen in der Herrlichkeit des neuen Himmels und der neuen Erde. Und alles, was sein ist, wird auch unser sein.

Die Verheißung aus Jesaja lautet also, dass eine zukünftige Generation Israels am Ende schließlich gerettet wird, und das wird ihr Bekenntnis sein. Gott selbst bekräftigt, dass dieses Bekenntnis ein wahres Verständnis vom Werk Christi am Kreuz beinhaltet. Aber dieses Bekenntnis muss auch dein Bekenntnis sein. Gerettet zu werden bedeutet, dass du Buße tust über deine Sünde, dass du weißt, was Christus getan hat, dass du ihn im Glauben als Stellvertreter annimmst, der deinen Platz eingenommen hat, und dass du ihn als auferstandenen Herrn bekennst. Das bedeutet es gerettet zu werden. Wer seinen Namen anruft, wird gerettet werden und wird der ewigen Hölle entfliehen und in den ewigen Himmel eingehen. Dies ist die einzige Frage, deren Antwort dich für immer betrifft. Neigt euch mit mir zum Gebet.

Unser Vater, wir danken dir für das Wort. Es ist so kraftvoll und so durchdringend. Danke, dass du uns einen weiteren wunderbaren Blick auf das Kreuz Christi gegeben hast. Wenn wir jetzt zum Abendmahl kommen, bitten wir dich, dass du in unseren Herzen wirkst, dass wir jede Sünde bekennen, die wir in unserem Leben haben, alles, was zwischen uns und dir steht. Und für diejenigen, die Christus nicht kennen, möge dies eine Zeit sein, in der du ihre Herzen belebst und sie den Erlöser als ihre einzige Hoffnung annehmen. Möge dies eine Zeit des Lobpreises und der Anbetung sein, aber auch eine Zeit der Überführung und Buße. Amen.

ENDE

This sermon series includes the following messages:

Please contact the publisher to obtain copies of this resource.

Publisher Information
Unleashing God’s Truth, One Verse at a Time
Since 1969

Welcome!

Enter your email address and we will send you instructions on how to reset your password.

Back to Log In

Unleashing God’s Truth, One Verse at a Time
Since 1969
Minimize
View Wishlist

Cart

Cart is empty.

Subject to Import Tax

Please be aware that these items are sent out from our office in the UK. Since the UK is now no longer a member of the EU, you may be charged an import tax on this item by the customs authorities in your country of residence, which is beyond our control.

Because we don’t want you to incur expenditure for which you are not prepared, could you please confirm whether you are willing to pay this charge, if necessary?

ECFA Accredited
Unleashing God’s Truth, One Verse at a Time
Since 1969
Back to Cart

Checkout as:

Not ? Log out

Log in to speed up the checkout process.

Unleashing God’s Truth, One Verse at a Time
Since 1969
Minimize